Aus 'Schweinemaul' wurde Papst Sergius IV.

Seit fast 1.000 Jahren geben sich Päpste einen neuen Namen - Johannes ist ein Renner

Heißt es "Habemus Papam!", dann wurde ein neuer Papst gewählt. Jeder neue Papst gibt sich einen Papstnamen. Seit fast 1.000 Jahren gibt es diesen Brauch. Der Papstname bezieht sich auf religiöse Vorbilder, denen ein neuer Papst nacheifern will. Ein Papstname ist sozusagen ein erstes Programm, das sich ein neuer Papst gibt.

Die Kirchengeschichte offenbart uns eine regelrechte Hitliste von Papstnamen

Besonders beliebt ist der Name Johannes. 23 Päpste trugen bislang diesen Namen. Auch Gregor (16 Mal), Benedikt (15 Mal) und Clemens (14 Mal) gehören in die Spitzengruppe. Leo und Innozenz wurden 13 Mal gewählt, Pius 12 Mal. Mit Papst Johannes Paul I. gab es erstmals einen Papst, der einen Doppelnamen wählte. Er wollte seinen Vorgängern Johannes XXIII. und Paul VI damit eine besondere Ehre erweisen.

Aus Petro Boccadiporco wurde Papst Sergius IV.

In der Zeit vor Bruno von Kärnten, der im Jahr 996 Papst wurde und sich fortan Gregor V. nannte, blieben die Päpste bei ihren Namen. Nachfolger Petro Boccadiporco musste im Jahr 1009 wohl froh sein, dass er sich einen neuen Namen geben konnte. Boccadiporco heißt übersetzt "Schweinemaul". Da hört sich Sergius IV. schon besser an.

Bild: TTstudio - Fotolia

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