Ein Mädchen mit zwei Rufnamen

Die Achtjährige Lena Phuing Nhi erzählt, warum sie in der Schule anders heißt als zu Hause

Vielen Kindern in Deutschland geht es wie Lena Phuing Nhi. Und je mehr die Welt zusammen wächst, je mehr Kinder werden es. Sie kommen aus einem anderen Kulturkreis, leben in Deutschland. Sie sind in zwei Kulturen zuhause – außer Haus bewegen sie sich in der Gesellschaft und in der Kultur Deutschlands, zu Hause ist die Welt ihres Heimatlandes lebendig. Hier kleidet man sich anders, spricht anders, isst anders. Dieses Leben lebt auch das achtjährige Mädchen mit zwei Rufnamen in Berlin. Zu Hause ist sie „Phuong Nhi“, in der Schule „Lena“. Der erste Vorname ist ein deutscher, der zweite ein vietnamesischer. Die Eltern des Mädchens kommen aus Vietnam. Aus einem ganz anderen Kulturkreis im Südosten Asiens.  Lena allerdings ist in Berlin geboren. Sie fühlt sich auch als deutsches Mädchen. Denn schließlich spricht sie deutsch und geht auf eine deutsche Schule.

Das Mädchen mit den beiden Vornamen ist ein gutes Beispiel einer gelungenen Integration

Lena und ihre Familie sind Buddhisten. Und dennoch wird zu Hause Weihnachten gefeiert. Ein richtiges Familienfest mit Tannenbaum und allem drum und dran. Vietnamesisch lernt Lena an den Sonntagen in einer vietnamesischen Schule. „Das Mädchen mit den beiden Rufnamen ist ein gutes Beispiel einer gelungenen Integration. Sich der eigenen Wurzeln bewusst sein, diese auch pflegen. Und sich dennoch eingliedern in die Gesellschaft des Landes, in dem man lebt. Mit den Traditionen und vor allem mit der Sprache, die der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration ist “, meint Andreas Bippes M.A. vom großen Namensverzeichnis WelcherName.

Bild: Floydine - Fotolia

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