Der Vorname kann über die Berufskarriere entscheiden

Studie der Universität Oldenburg über die Auswirkungen von Vornamen auf die Bildungschancen

Eine Studie der Universität Oldenburg hat mit einer Studie nachgewiesen, dass der Vorname Auswirkungen auf die Berufskarriere eines Menschen haben kann. Mit einem Fragebogen haben die Wissenschaftler rund 2.000 Grundschullehrer anonymisiert befragt. Die Antworten wurden repräsentativ ausgewertet. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass allein bestimmte Vornamen bei den Lehrerinnen und Lehrern Vorurteile hervorrufen, die Fähigkeiten und das Verhalten der Kinder betreffend. Schülerinnen und Schüler werden je nach Vornamen eher negativ oder eher positiv wahrgenommen.

Positiv wahrgenommen werden von den Lehrkräften Namen wie klassische, traditionelle Namen wie Andreas, Alexander, Sophie, Marie oder Maximilian. Sie werden mit Subjektiven wie Leistungsfähigkeit und Freundlichkeit in Verbindung gebracht.

Schwierig wird es, wenn ein Kind Chantal, Kevin, Justin, Maurice oder Mandy heißt. Diese Kinder geraten schnell in die Schublade mit der Aufschrift "Kinder aus bildungsfernen Schichten". Mit diesen Namen verbinden Lehrer eher Begriffe wie "Leistungsschwäche" und "Verhaltensauffälligkeit".

Besonders interessant ist die Feststellung der Wissenschaftler, dass nur ein geringer Teil der Lehrerinnen und Lehrer völlig unbefangen an einen Vornamen herangeht und eine Distanz zu möglichen Assoziationen hält.

Bild: Photographee.eu - Fotolia

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