Städtenamen: Wie Heidelberg zustande kam

Die Redaktion von WelcherName geht Stadtgeschichten auf den Grund

Die Großstandt im Südwesten von Baden-Württemberg Heidelberg und ehemalige kurpfälzische Residenzstadt ist bekannt für die beeindruckende Schlossruine oberhalb von Fluss und Altstadt sowie für die älteste Hochschule Deutschlands, der Ruprecht-Karls-Universität. Rund 150.000 Einwohner zählt Heidelberg. Die Stadt wurde im 12. Jahrhundert gegründet. Ihre Geschichte reicht aber bis in keltische und römische Zeiten zurück. Ab etwa 500 vor Christus waren es die Kelten, die auf dem Heiligenberg eine befestigte Siedlung errichteten. Das römerzeitliche Heidelberg hatte vom 1. bis zum 3. Jahrhundert nach Christus Bestand. Nach 260 mussten sich die Römer vor den Germanen an den Rhein zurückziehen. Der Sieg des Merowingerkönigs Chlodwig I. über die Alamannen im Jahr 506 machte Heidelberg zu einem Teil des Frankenreichs. Das Gebiet wurde in der Zeit danach christianisiert.

Aus "Heiden-Alaberg" wurde "Heidalberg"

Man geht im Blick auf die Entstehung des Namens Heidelberg von folgender Annahme aus: Der nördliche Teil des Reiches führte den Namen "Alaberg" als Beiname. Mit dem beginnenden Christentum von 500 nach Christus an bezeichneten die Christen den Berg als den "Heiden-Alaberg". Abkürzend sagte man "Heidalberg". Eine weitere Wandlung machte um 900 aus dem "al" das mundgerechte "el". Erstmals wurde Heidelberg im Jahr 1196 schriftlich erwähnt. Man geht jedoch davon aus, dass der Ort bereits im 12. Jahrhunderts entstanden war. Zu jener Zeit war Heidelberg im Besitz des Bistums Worms und bestand aus einer Burg und einem Burgweiler im Bereich der Peterskirche. Viele Stadtteile Heidelbergs gehen auf Dörfer zurück, die schon zur Frankenzeit im 6. Jahrhundert entstanden waren.

Bild: eyetronic- Fotolia

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