Woher hat die Stadt Karlsruhe ihren Namen?

Die Redaktion von WelcherName geht Stadtgeschichten auf den Grund

Die Fächerstadt Karlsruhe ist mit rund 300.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg. Die Geschichte der Stadt Karlsruhe ist vergleichsweise jung. Karlsruhe wurde im Jahr 1715 als barocke Planstadt mit sonnen- bzw. strahlenförmig vom Schloss ausgehenden Straßen gegründet. Deshalb der Beiname "Fächerstadt". Seit 1950 ist Karlsruhe Sitz des Bundesgerichtshofs und seit 1951 des Bundesverfassungsgerichts. Karlsruhe wird aus diesem Grund heraus auch "Residenz des Rechts" genannt. In der näheren Umgebung erst 1715 im Hardtwald gegründeten Planstadt Karlsruhe lagen mehrere Dörfer sowie die Städte Durlach und Mühlburg. Diese inzwischen nach Karlsruhe eingemeindeten Stadtteile haben eine weit längere Geschichte als die heutige Kernstadt.

Karlsruhe wurde erst geträumt, dann erbaut

Der Legende nach soll Karl-Wilhelm, Markgraf von Baden-Durlach bei einem Jagdausritt im Hardtwald bei Durlach eingeschlafen sein. Der Markgraf träumte von einem prachtvollen Schloss, das sonnengleich im Zentrum seiner neuen Residenz liege. Mit Straßen wie Sonnenstrahlen. Karl Wilhelm ließ sich seine Traumstadt am Reißbrett entwerfen. Er gründete die nach ihm ("Carols Ruhe") benannte Stadt Karlsruhe am 17. Juni 1715 mit der Grundsteinlegung des Karlsruher Schlosses.
Markgraf Karl-Wilhelm entschloss sich, die mittelalterliche Enge seiner damaligen Residenz Durlach gegen den Bau einer neuen, offenen Stadt einzutauschen. Ab 1717 war Karlsruhe Residenz der Markgrafen und der Markgrafschaft Baden-Durlach. Ab 1771 - nach der Wiedervereinigung mit der Markgrafschaft Baden-Baden - war Karlsruhe Residenz der gesamten Markgrafschaft Baden.

Karlsruhe: Residenz der badischen Großherzöge

Ab 1806 war Karlsruhe Residenz der badischen Großherzöge. Im Jahr 1818 erließ Großherzog Carl in Karlsruhe die für seine Zeit liberale badische Verfassung. 1822 entstand in Karlsruhe das erste eigens für diesen Zweck erbaute Parlamentsgebäude Deutschlands. Einer der Abgeordneten war Friedrich Hecker, bekannt als Anführer der Badischen Revolution 1848/49.

Bild: Manuel Schönfeld - Fotolia

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