Wahl eines Vornamens: Im Zweifel ein Gutachten erstellen lassen

Immer wieder ecken Eltern mit ihrem Namenswunsch mit dem Standesamt an

Standesbeamten sind sich auch nicht immer sicher, ob ein Name eingetragen und damit beurkundet werden kann oder nicht. Bestehen Zweifel, können Eltern und Standesbeamte Rat bei der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden einholen. Auch gibt es die Möglichkeit, ein Gutachten vom Namenskundlichen Zentrum der Universität Leipzig anfertigen zu lassen. Nicht selten überzeugen diese Informationen Standesbeamte und - sollte es zu einem Rechtsstreit kommen - auch die Gerichte.

Außergewöhnliche Vornamen sind stark im Kommen

Die Namensgebung wird immer liberaler du internationaler. In einer multikulturellen Gesellschaft gibt es zunehmend auch außergewöhnliche und multikulturelle Namen. Alles, auch die Namen, wird bunter. Interessant ist, dass immer häufiger Vornamen beurkundet werden, die dem Geschlecht nicht klar zuzuordnen sind. Mittlerweile gibt es Richtersprüche, wonach der Vorname nicht mehr eindeutig dem Geschlecht zugeordnet werden muss. Betroffen sind Vornamen, die sich von Substantiven wie Salt und Pepper oder Städtenamen ableiten.

Noch vor 20 Jahren wurden Vornamen wie Madison und Brooklyn abgelehnt

Noch vor rund 20 Jahren wurden Vornamen wie Madison und Brooklyn abgelehnt. Die Medien beschäftigten sich damals sehr mit diesem Thema. Verständnislosigkeit für Eltern mit außergewöhnlichen Namenswünschen machte sich breit. Heute sind diese Vornamen fast schon standesamtliche Normalität. Heute sind selbst Markennamen wie Sunil möglich.

Namenswahl hat auch was mit dem Bildungsniveau der Eltern zu tun

Die Namenswahl hängt immer auch mit dem Bildungsniveau der Eltern ab. Bildungsferne Schichten wählen amerikanisierte Namen, die ihnen in Videos „über den Weg“ gelaufen sind. Gut ausgebildete Eltern greifen auf klassische Vornamen wie Maximilian, Karl oder Andreas zurück.

Bild: Photographee - Fotolia

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