Skurrile Namensgebung: Loriot ist kein Vorname, Laser und Findus aber schon

Die Gesellschaft für deutsche Sprache entscheidet darüber, ob ein Vorname zugelassen wird

Tausende potentielle Vornamen stehen werdenden Eltern zur Verfügung. Und es werden immer mehr. Der anhaltende Trend zur Individualisierung lässt Eltern zunehmend auf besonders außergewöhnliche Vornamen zurückgreifen. Obwohl sich die Einwohnermeldeämter bei der Eintragung von Vornamen großzügig zeigen, kann nicht jeder Name vergeben werden.

Im Jahr 2012 kamen Vornamen wie Ruster, Cosmos, Katte oder Kirono hinzu

Die Gesellschaft für deutsche Sprache legt fest, ob ein Vorname aufgenommen wird oder nicht. So kamen im Jahr 2012 Vornamen wie Ruster, Kirono, Meus, Katte oder Cosmos hinzu. Die Globalisierung macht auch bei der Namensgebung nicht halt. Vornamen wie Rosenrot, Loriot oder Motte erteilte die Gesellschaft hingegen eine klare Absage. Aber vielleicht haben sie in ein paar Jahren beste Chancen, zugelassen zu werden.

Gesellschaft für Deutsche Sprache veröffentlicht Hitliste beliebter Jungennamen und Mädchennamen

Auch die Gesellschaft für Deutsche Sprache (GfDS) veröffentlicht eine Hitliste der beliebtesten Jungennamen und Mädchennamen. Im Jahr 2012 standen die Vornamen Sophie / Sofie für Mädchen und Luka / Luca für Jungen ganz oben.

GfDS Vornamen Hitliste 2012: Jungenname Luca / Luka und Mädchenname Sophie / Sofie

Schon in der Vergangenheit scheiterten werdende Eltern mit skurrilen Vornamen. Städtenamen wie Berlin oder Nachnamen wie Schröder oder Schopenhauer wurden nicht erlaubt. Auch Produktnamen oder die Namen von Fußballvereinen wurden nicht eingetragen. Die GfDS argumentiert dabei immer aus Sicht des Kindes. Verunglimpfende Vornamen oder Namen, die dem Kindeswohl nicht entsprechen und völlig losgelöst sind von Geschlechtsmerkmalen haben bei der Gesellschaft für deutsche Sprache schlechte Karten.

Bild: esthermm - Fotolia

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