Verlage erfinden immer häufiger Autorennamen

Buchverlage erfinden Autorennamen - ein gefährliches Spiel mit der Glaubwürdigkeit

Immer mehr Literaturschaffende und Verlage drucken auf ihre Bücher frei erfundene Autorennamen. Was früher die Ausnahme war, wird offensichtlich zunehmend zur Regel. Doch warum verstecken sich Autoren und warum verstecken Verlage ihre Autoren hinter Pseudonymen?

Die Redaktion von WelcherName.de, der großen Datenbank für Namen im Internet hat herausgefunden, dass die Ursachen sehr vielschichtig sind. Gerade in Deutschland gibt es einen sehr starken Graben zwischen schlichter Unterhaltungsliteratur und Belletristik oder anderen schriftstellerischen Tätigkeiten mit hohem Anspruch. Es geht also auch um den Ruf eines Schreibenden. Oder nehmen wir die angesehene Journalistin mit großen Schaffensdrang und der besonderen Gabe, erotische Literatur zu verfassen. Sie will das eine tun ohne das andere zu lassen. Hier hilft ihr ein Pseudonym.

"Verlage setzen Pseudonyme auch dann ein, wenn eine Vielzahl von Autoren hinter einer Reihe oder einem verlagsinternen Genre stecken. Das Pseudonym wird zu einer Art Firmennamen. Das ist nicht neu. Heute weiß man, dass hinter großen malenden Meister des Mittelalters viele Künstler steckten. Eine regelrechte Schule, die den Namen des Meisters trug", so Andreas Bippes M.A. von der Redaktion von WelcherName, der großen Namensdatenbank für Vornamen, Hundenamen, Katzennamen.

Das Spiel mit Pseudonymen ist ein gefährliches Spiel

Das Spiel mit Pseudonymen ist ein gefährliches Spiel mit der Glaubwürdigkeit. Man darf es nicht auf die Spitze treiben. "Schließlich ist es auch ein Beweis von Qualität, wenn man mit seinem guten Namen für das eigene Werk steht. Weigert sich der "Produzent", seinen guten Namen für das erschaffene Produkt herzugeben, dann kann der Schuss schnell nach hinten losgehen. Denn der geneigte Leser fragt sich - wo bleibt die Qualität?", meint Andreas Bippes von der WelcherName Redaktion.

Bild: rodjulian - Fotolia

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