Vornamen Trend: Jungs werden nach Großvater benannt

Traditionelle, altdeutsche oder biblische Vornamen sind voll im Trend

Alte deutsche Namen sind wieder voll im Trend. Vor allem ist zu beobachten, dass Jungen nach ihren Großvätern benannt werden. Wer hätte das gedacht, dass diese alten männlichen Vornamen wieder beliebt sein werden. Die alten Vornamen stecken voll Geschichte und Geschichten. Sie erinnern an Menschen, die uns lieb sind und die vielleicht schon von uns gegangen sind. Wir erinnern uns an sie, wenn wir ihren Namen an die nächste Generation weitergeben. 


Eltern sind bei der Namenswahl heute konservativ und traditionsbewusst

Andreas Bippes vom Namensverzeichnis WelcherName kann diesen Trend nur bestätigen. „Eltern sind bei der Wahl eines passenden Namens konservativ und traditionsbewusster als Eltern früherer Generationen. Oft wird die Kurzform eines klassischen Vornamens genommen. So wird aus Heinrich Henri oder aus Maximilian Max.“ Goethes Faust wird nicht zuletzt durch zahlreiche wissenschaftliche Studien widerlegt. Namen sind nämlich nicht wie Schall und Rauch. Namen sind wichtig. Und sie werden immer wichtiger. 


Namen sind nämlich nicht wie Schall und Rauch

Ob ein Kind Justin, Kevin, Chantal oder einen eher klassischen traditionellen Namen trägt hat große Auswirkungen auf den späteren Lebensweg. Nomen est Omen. Der Vorname weckt immer auch Assoziationen. Es ist heute gerade der Vorname, der  erste gesellschaftliche Hinweise liefert. Warum aber haben traditionelle Vornamen heute so viel Zuspruch? Reflektieren diese Namen den Wunsch nach Beständigkeit? Sehen wir uns nach früheren, vermeintlich besseren Zeiten? Verbinden wir mit diesen Namen nicht auch Werte und Identität, die wir erhalten wollen oder zum Ausdruck bringen wollen?


Bild: © inarik - Fotolia.com

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