Ist bei Vornamen alles erlaubt? Eltern nennen Kind Confetti!

Ausgerechnet in der Karnevalshochburg Düsseldorf erhält ein kleines Mädchen den seltsamen Vornamen

Wie war das? Der Vorname soll dem Kindeswohl entsprechen! Diese zugegeben wachsweiche Richtschnur steckt den Rahmen ab, in dem sich die Einwohnermeldebehörden bewegen. Im Zweifel haben jedoch Gerichte das letzte Wort. Immer wieder beobachten Namensforscher, dass die Behörden großzügiger werden, was Vornamen anbelangt. Das hat zunächst einmal etwas zu tun mit der zunehmenden kulturellen Vielfalt in unserem Land. Einwohnermeldebehörden berücksichtigen selbstverständlich diese Entwicklung und segnen wenn möglich den Elternwunsch ab.

Sind beim Vornamen Confetti Hänseleien nicht vorprogrammiert?

Dennoch muss die Frage gestellt werden, wie es dazu kommen konnte, dass ein Vorname wie Confetti Einzug in die Geburtsurkunde, die von der Stadtverwaltung Düsseldorf ausgestellt wurde, finden konnte. Düsseldorf ist eine bekannte Karnevalshochburg. In wenigen Regionen wird die Fastnacht so lang und so intensiv gefeiert wie in Düsseldorf. Einer Karnevalsprinzessin würde der Name Confetti gut zu Gesichte stehen. Aber einem Kind, das mit seinem Vornamen Kindergarten, Grundschule und weiterführende Schule in der Stadt bestehen muss? Sind da böse Hänseleien nicht vorprogrammiert?

Der Vorname muss dem Kindeswohl entsprechen

Ein anderes Beispiel lieferten Eltern, deren Kind in Krefeld auf die Welt gekommen ist. Der Vater, ein Nigerianer, wünschte sich für seine Tochter den Vornamen „Gift“. Für ihn hat der Vorname eine ganz andere Bedeutung als im deutschen Sprachgebrauch. Gift bedeutet aus dem Englischen übersetzt „Geschenk“. Kuriose Vornamen gibt es immer häufiger. Hier eine kleine Auswahl an Vornamen, die tatsächlich genehmigt wurden: Cleansman, Dagobert, Calypso, Birkenfeld, November, Pumuckl, Galaxina.


Bild: © Monkey Business - Fotolia

    Teilen

    Kommentare 1