Nach Kevin und Chantal sind klassische Vornamen wieder modern

Grundstamm von 600 Namen im christlich-abendländischen Kulturkreis

Auch Vornamen unterliegen der Mode. Waren kürzlich noch Vornamen wie "Kevin" und "Chantal" aktuell, besinnen sich Eltern heute mehr auf klassische Namen oder Varianten dieser Namen. In der repräsentativen Liste der beliebtesten Vornamen finden sich diese Namen:

Leon, Lukas, Jonas, Maximilian, Paul oder Luca als Variante von Lukas - oder Emma, Hanna, Anna, Marie oder Sophie. "Namen wie Kevin, Justin, Jacqueline oder Chantal finden sich in den Listen nicht mehr. Zu sehr wurden diese Namen mitunter auch diskreditiert", so Andreas Bippes von WelcherName, dem großen Verzeichnis für Kindernamen.

Die beliebtesten Vornamen unseres christlich-abendländischen Kulturraums sind im Kern eine Auswahl von nur rund 600 Namen. Sie sind im europäischen Raum in zahlreichen Varianten verbreitet. Meist handelt es sich um die Namen von biblischen Personen, von heilig- oder selig gesprochenen Personen, von Namen, die Herrscher oder berühmte Persönlichkeiten getragen haben. Sie sind die historisch bedeutenden Namensvorbilder, die noch heute als "alte" oder sogenannte "klassischen Namen" auch mit neuen Varianten Verwendung finden.

Auch wenn es immer wieder modern ist, Namen aus dem benachbarten Ausland zu nehmen, so sind uns diese Namen oft gar nicht fremd. So ist Claire eine französische Variante von Clara oder Joan eine Variante von Johannes oder Johanna. Es sind oft die Namen aus der gemeinsamen christlich-abendländischen Geschichte, die in die verschiedenen europäischen Sprachen Einzug gefunden haben.

Bild: easy1977 - Fotolia

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