'Flora Soft Meyer' würden die Behörden nicht genehmigen

Im Zweifel kann das große Verzeichnis für Vornamen WelcherName helfen

Immer wieder kommt es vor, dass Behörden die Eintragung eines Vornamens verweigern. Vornamen werden insbesondere dann als "nicht eintragungsfähig" bezeichnet, wenn sie nach Auffassung des Amts nicht dem Kindeswohl entsprechen. Probleme gibt es bei offenkundig lächerlichen Namen oder auch bei Markennamen. "Flora Soft Meyer würde eine Behörde sicher nicht als Namen eintragen", so Andreas Bippes M.A. von WelcherName, der großen Datenbank für Kindernamen. "Man muss aber auch feststellen, dass die Behörden in diesen Fragen heute großzügiger entscheiden als noch vor einigen Jahren", stellt Andreas Bippes fest.

Oft sind es Stars, die hier Akzente setzen. Denken wir an Delphine Malou, Tochter der Sängerin Sarah Connor, oder an die Söhne des Schauspielers von Uwe Ochsenknecht, Jimi Blue und Wilson Gonsalez. Die drei Töchter von Schauspieler Til Schweiger heißen Emma Tiger, Luna und Lilli Camille.

Eltern müssen spätestens einen Monat nach der Geburt ihres Kindes einen Namen beim Standesamt festlegen. So verlangt es das Gesetz. Stoßen Eltern mit ihrem Namenswunsch bei den Behörden auf Ablehnung, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann mit einem Gutachten die Eintragungsfähigkeit eines Vornamens ermöglicht werden. Auch ein Auszug aus einem großen Namensverzeichnis wie WelcherName kann helfen, das Einwohnermeldeamt zu überzeugen. "Wer sein Kind also Tiger, Lionello, Salma oder Ebony nennen will, kann mit WelcherName.de nachweisen, dass die Name gebräuchlich sind und so die Beamten überzeugen", so Andreas Bippes.

Nach Angaben der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) wurden in jüngster Vergangenheit von Gerichten und Standesämtern folgende Vornamen abgelehnt: Leuis, Gihanna, Pfefferminza, Cheraldine, Partizan, Laslo, Idjen, Menez, Junge und Puppe.

Bild: Kristin Gründler - Fotolia

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