Namenspatron Benedikt von Nursia wäre das nicht passiert

Unwürdige Auseinandersetzung zwischen Papst Benedikt und dem Satiremagazin Titanic

Die Diskussion um die Berichterstattung des Satiremagazins Titanic über die Maulwurfaffäre "Vatileaks" im direkten Umfeld von Papst Benedikt XVI mutiert zu einer unwürdigen Posse. Papst Benedikt, in Medienfragen nicht zum ersten Mal schlecht beraten, scheint sich zunehmend in eine Ecke zu manövrieren, aus der ein Herauskommen immer schwieriger wird. Zu dieser Feststellung kommt heute Andreas Bippes M.A. von der großen Datenbank für Vornamen WelcherName.

Die Redaktion von WelcherName ist der Auffassung, ein Papst muss über der Berichterstattung eines Satiremagazins stehen. Es ist zunächst einmal Aufgabe eines Satiremagazins, die Dinge zuzuspitzen. Und zwar muss es so zuspitzen, wie es andere, seriöse Medien nicht können. Ein Papst ist für sechs von sieben Milliarden Menschen auf der Welt NICHT Stellvertreter Jesu Christi auf Erden. Für die sechs Milliarden Menschen, die nicht Katholiken sind, ist der Papst eine in jedem Fall hoch angesehene Persönlichkeit, eine Leitfigur und Vorbild. Auf jeden Fall eine Person des öffentlichen Lebens. Und für diese Menschen gelten auch rechtlich gesehen andere Maßstäbe als für "normale" Menschen.

Papst Benedikt und das Umfeld, das ihn berät, scheint im modernen Medienzeitalter noch nicht so richtig angekommen zu sein. "Dabei hätte sich der Papst nur die Lehren und das Leben seines Namenspatrons Benedikt von Nursia (* um 480,† 547) beherzigen müssen. Der machte sich einen Namen als Friedensstifter. Viele der so genannten Benediktregeln zielen auf den Frieden im Verhältnis zwischen den Oberen in der Gemeinschaft und den Mitbrüdern ab. Oder auch zwischen den in der Gemeinschaft vertretenen Generationen. Daher führen die Benediktiner als zweites Motto- und Wappenwort "pax", "pacis" (="Friede").

Bild: sociopat_empat - Fotolia

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