Nicht jeder Name ist auch ein Vorname

Sind sich Eltern mit einem Vornamen unsicher, können WelcherName und Uni Leipzig helfen

Schön soll er klingen. Und einzigartig soll er sein - der Vorname für den Nachwuchs. Dabei sind der Fantasie in diesem Fall gesetzliche Grenzen gesetzt. "Nicht jeder Name ist auch ein Vorname", weiß Andreas Bippes vom großen Namensverzeichnis WelcherName.

Vornamen wie "Ikea", "Porsche", oder "Mazda" sind vielleicht in der Dominikanischen Republik möglich. In Deutschland bekommt man damit Schwierigkeiten. Namen wie Legolas, Pumuckl, Bluna oder Tarzan gehen hingegen. Hier bekommt man grünes Licht vom Standesbeamten. Aber wo sind die Kriterien. Woher weiß man, was möglich ist und was nicht?

Vornamen werden immer ausgefallener

Immer ausgefallener sollen die Namen der Sprösslinge in Deutschland sein. Dabei sind es gerade die bildungsfernen Eltern, die sich ganz besonders kuriose Namen für den Nachwuchs ausdenken. "Wer sich unsicher ist, der schaut einfach mal bei WelcherName.de vorbei. Die große und bedienungsfreundliche Datenbank für Namen beinhaltet so manche Kuriosität“, meint Andreas Bippes vom Namensverzeichnis WelcherName.de. Findet man seinen Wunschnamen, dann kann man mit einem Ausdruck beim Standesamt nachhelfen. Schaden kann es nicht. Oder man wendet sich an die Universität Leipzig. Die Namensberatungsstelle der Uni Leipzig konnte schon vielen Eltern bei der Wahl eines Vornamens helfen. Die Sprachwissenschaftler erreichen Jahr für Jahr gut 3.000 Anfragen. Früher in der Regel von Standesämtern. Heute direkt von Eltern, die sich nicht sicher sind, ob sie ihren Wunsch – Vornamen auch durchbekommen.

In Deutschland darf nicht jeder Vorname eingetragen werden. Hier muss das Standesamt das OK geben. Dabei ist die Wahl des Vornamens noch nicht einmal klar geregelt. Wichtig ist, dass der Vorname das Geschlecht des Kindes klar anzeigt. Hilfreich ist zudem, wenn der Wunsch – Vorname zumindest als eine Variante eines schon bekannten Vornamens ist. Auch darf der Vorname das Kind nicht zum Gespött machen.

Bei Vornamen gibt es regionale und kulturelle Unterschiede

Bei der Wahl eines Vornamens gibt es ganz klar regionale und auch kulturelle Unterschiede. Im protestantischen Norden und im Osten wird oft nur ein Vorname gewählt. Im Süden und Westen Deutschlands sind es mehrere Vornamen. Lässt sich der Rufname auch aufgrund ausländischer Wurzeln nicht klar einem Buben oder Mädchen zuordnen, kann ein zweiter Vorname hilfreich sein. Dabei gibt es bei uns längst unisex Vornamen, die für einen Jungen wie für ein Mädchen behördlicherseits genehmigt werden. Luca oder Mika sind beispielsweise solche Namen.


Bild: esthermm - Fotolia

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