Wo Kinder 'Porsche', 'Mazda' oder 'James Bond' heißen

Regierung der Dominikanischen Republik will bizarre Namensgebung eindämmen

Es ist ganz offensichtlich - die Dominikaner bevorzugen kuriose Vornamen. Und fast alles ist bislang möglich. Kinder werden nach dem Actionhelden James Bond oder der bevorzugten Automarke der Eltern benannt. In der Dominikanischen Republik existieren viele seltene Namen. Die Gesetze werden dem gerecht und sehen große Spielräume vor, die zunehmend für bizarre Vornamen ausgenutzt werden. Doch die Regierung will im Sinne des Kindeswohls verrückte Namensgebungen einschränken.

Doch bis dahin laufen Eltern weiterhin aufs Standesamt und lassen extravagante Namen registrieren. Beliebt sind Automarken wie Porsche oder Mazda. Gern genommen werden Persönlichkeiten wie Bruce Lee, Winston Churchill oder John F. Kennedy. Abgerundet werden die außergewöhnlichen Vornamen oftmals mit Beinamen wie Mami, Papi, Liebling oder der Berufsbezeichnung des Vaters.

Abwertende Vornamen werden nicht zugelassen

Abwertende Vornamen lassen die Standesbeamten schon heute nicht zu. Wenn also Eltern mit dem Wunsch auftauchen, das Kind "Nase", "Busen", "Herpes" oder "Anus" zu benennen, wird es allerdings schwierig. Wissenschaftler der Dominikanischen Republik sind bestürzt über diese Entwicklungen. Sie machen als Ursache eine anomale Identifizierung und ein niedriges Selbstwertgefühl der Eltern fest. Wissenschaftler verweisen zudem auf die Reichhaltigkeit der Sprache und Kultur. Christliche Namen seien keineswegs veraltet. Vielmehr würde klassische Vornamen mehr soziale Stabilität und Identifizierung geben als kuriosen Namenskombinationen.

Bild: maxximmm - Fotolia

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