Internationale Vornamen

Unsere Welt wächst zusammen - internationale Vornamen sind allein deshalb bei Eltern sehr beliebt

Jedes Jahr gibt es in vielen Ländern weltweit Listen (Hitlisten Top 10, Top 20), in denen die beliebtesten Vornamen für Kinder aufgelistet sind. Die Listen werden nach Geschlecht getrennt geführt, können nach Einkommenssituation der Eltern, Wohnort, Ausbildung oder Alter der Eltern gefiltert werden. Die unterschiedlichsten Dinge sind hier interessant, abhängig davon, in welchem Land man schaut. Ganz besonders interessant: In den USA gibt es sogar Listen mit den beliebtesten Zwillingsnamen.

Hitlisten Top 10, Top 20: Internationale Vornamen sind im Kommen

Namen tragen Bedeutungen und wecken Assoziationen. Eltern wollen ihrem Kind über den Namen schon nur das Beste mit auf den Weg geben. Standen vor gut zehn Jahren noch vor allem englische und französische Namen hoch im Kurs, geht es inzwischen wirklich international zu. Denn was heute zählt, ist die Einzigartigkeit des Namens. Der soll zwar einerseits einfach und kurz sein, andererseits aber den höchstmöglichen Grad an Individualität ausdrücken. Italienische Vornamen, japanische und skandinavische Namen treten immer mal wieder gehäuft auf. Meist beschränkt sich das aber auf Namen einer Nationalität. Im Moment geht der Trend insgesamt hin zu kultureller Vielfalt, so dass in den Hitlisten wirklich internationale Vornamen zu finden sind.

Ernst: Wie spricht man diesen Vornamen aus?

Viele Menschen arbeiten heute in einem internationalen Umfeld. Sie begegnen auf regelmäßiger Basis Menschen aus anderen Kulturkreisen, die andere Sprachen sprechen. Und da wird aus dem eigenen Namen dann ganz schnell ein seltsames Lautgebilde, von dem sich niemand so wirklich angesprochen fühlt. Gibt es einen Matthias, der gegebenenfalls auch auf "Methaias" (englisches "TH") reagieren würde, oder eine Luise, die gerne mit "Lüis" angesprochen wird? In diesen Situationen ist man in der Regel sehr, sehr dankbar für einen Namen, den es in vielen verschiedenen Sprachen gibt und der immer gleich oder zumindest ähnlich ausgesprochen wird. Wer sich das Grauen immer noch nicht richtig vorstellen kann, soll noch einmal an die Jacqueline denken, die von der unbedarften Kindergärtnerin mit "Schakkeliene" adressiert wird ...

Kurz und knackig sind oft Vornamen, die international gebräuchlich sind

Internationale Vornamen sind in der Regel recht kurz und werden häufig in den unterschiedlichen Sprachen gleich oder sehr ähnlich geschrieben und gesprochen. Mädchennamen wie

  • Paula,
  • Anna,
  • Ruth und
  • Emma

lassen keine Fragen offen und sind im gesamten romanischen Sprachraum sowie in den englischsprachigen Ländern bekannt. Internationale Vornamen für Jungen, die in vielen verschiedenen Ländern bekannt sind und leicht ausgesprochen werden können, sind beispielsweise

  • Levi,
  • Leon,
  • Paul,
  • Ben und
  • Noah

eine gute Wahl.

Biblische Namen sind international gebräuchlich

Es fällt schnell auf: Internationale Vornamen, die auch noch leicht aussprechbar sind, kommen oft aus einem biblischen Umfeld. Die weite Verbreitung des Christentums ist nicht ganz unschuldig daran, dass sich Menschen weltweit mit den Namen der alttestamentarischen Helden und der Figuren aus dem neuen Testament identifizieren können. Hebräische, griechische und lateinische Ursprünge sind mehr oder weniger ein Garant dafür, dass der Name international zumindest bekannt ist.

Binationale Verbindungen - wenn Eltern sich auf einen internationalen Vornamen einigen

Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, dass beide Elternteile die gleiche Nationalität haben und die gleiche Muttersprache sprechen. Gerade im Kontext internationaler Eheschließungen ist es wichtig, Kindern beide Kulturen nicht nur genetisch in die Wiege zu legen. Namen, die in den beiden unterschiedlichen Sprachen der Eltern jeweils gleichermaßen bekannt sind, helfen dabei, dass die Kinder ihre Identität in beiden Kulturkreisen finden. Sie fallen in keinem der Länder aufgrund eines ausländischen Namens auf, und sie können somit leichter zu einem gesunden, bi- oder multinationalen Selbst finden. Bei innereuropäischen Verbindungen ist das noch recht einfach, schwieriger wird es, wenn fernöstliche oder afrikanische Partner auf europäische stoßen. Aber selbst da gibt es Möglichkeiten:

  • Der Mädchenname Anna oder Nina beispielsweise funktioniert sogar in Japan und China.
  • Kai und Rio sind Jungennamen, die von Los Angeles über Gesamteuropa bis hinüber zu den pazifischen Inseln in fast jeder Landessprache vorkommen.

Besonders reizvoll ist es, wenn in den unterschiedlichen Sprachen auch noch die Bedeutung beachtet wird. Dann kann aus der deutschen Hanna eine wunderschöne Blume werden und aus Kai Erfolg.

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