Unisex Vornamen

Die außergewöhnlichen Vornamen klingen nicht nur gut, sondern wecken im Alltag auch Interesse

Auf der Suche nach dem passenden Namen für ein Kind hat sich eine Kategorie in den letzten Jahren besonders in den Vordergrund geschlichen: Unisex Vornamen. Zugegeben, im ersten Augenblick etwas merkwürdig, doch beim genaueren Hinsehen werden Sie feststellen, dass Unisex Vornamen nicht nur gut klingen, sondern auch im Alltag Interesse wecken. Für zukünftige oder werdende Eltern ist bei der Auswahl des Vornamens für das Kind eines wichtig: In Deutschland gibt es keine explizite gesetzliche Grundlage dafür, dass aus dem Vornamen des Kindes das Geschlecht hervorgehen muss. Sie dürfen sich demnach durchaus für einen Unisex Vornamen entscheiden. Einige Standesämter bestehen zwar aufgrund einer Anweisung vom Verwaltungsgericht darauf, dass der Vorname des Kindes einen Charakter tragen muss, der auf das Geschlecht hinweist, diese formelle Anweisung ist jedoch gesetzlich nicht bindend. Sie dürfen sich mit einem Unisex Vornamen also im Sinne für Ihr Kind durchsetzen.

Unisex Vornamen werden überall auf der Welt verwendet

Interessanterweise sind Unisex-Namen keine moderne Erscheinung, sondern haben eine regional historische Geschichte. So haben sich in den letzten Jahrhunderten eine Reihe friesischer Vornamen mit germanischem Ursprung entwickelt. Auch kulturelle Aspekte spielen eine Rolle: In verschiedenen Kulturen kommen Namen als weiblicher und männlicher Name vor - jedoch mit unterschiedlicher Bedeutung. Ein kurzer Blick rund um den Globus zeigt, dass geschlechtsneutrale Vornamen schon lange traditionell verankert sind. So ist "Ike" die kurze Form von Isaak und kann als Ike für Mädchen und Jungen verwendet werden. Im deutschsprachigen Raum ist Uli oder Ulli als geschlechtsneutraler Name bekannt. Bälter, mit schwedischem Hintergrund, kennen weniger Menschen. Spannend wird es mit Cato, einerseits ist dieser Vorname eine kurze Form von Katharina, andererseits ist es ein männlicher Vorname und war vor langer Zeit ein römischer Beiname.

Geschlechtsneutrale Unisex Vornamen sind alltagstauglich!

In Südafrika ist Yannie beispielsweise beliebt und stammt sogar von den Ureinwohnern des Kontinents. An diesem Beispiel der Unisex Vornamen zeigt sich sehr gut der traditionelle Gedanke. Auch Sascha dürfte vielen Menschen als mögliche Variante für einen Jungen oder ein Mädchen sein. Warum also nicht? Wenn Sie sich für einen Namen mit deutschem Hintergrund entscheiden möchten, sind Bobby, Conny oder aus Germaine möglich. Unisex Vornamen, die nicht alltäglich sind und keinerlei Schwierigkeiten im Alltag hervorrufen. Und genau dies dürfte für zukünftige Eltern einer der wichtigsten Punkte bei der Auswahl des Namens für das Kind sein. Ein Name, der allgemeine Akzeptanz findet und nicht etwa als Grund für Ärger herhält.

Unisex Vornamen brauchen nicht viel Mut

Zu einem unserer europäischen Nachbarn geschaut, steht Jules im Vordergrund. Eine ebenfalls weibliche und männliche Form, wenn auch für Mädchen etwas seltener. Joyce wiederum ist heute eine spanisch-englische Form und stammt ursprünglich vom männlichen Namen Jodokus ab. Über die Jahrhunderte hinweg hat sich Jodokus zum geschlechtsneutralen Namen entwickelt, damit wird klar, dass es sich bei Unisex Vornamen keineswegs um eine Modeerscheinung des 21. Jahrhunderts handelt.

Name  
Aba
Abiona
Abiya
Adel
Aennie
Aferdita
Afshin
Aicha
Aidan
Aiko
Ailani
Aisosa
Aji
Ajnur
Akasha
Akaya
Aki
Akira
Akram
Alessio