Olympia: Mit Dackel Waldi fing alles an

Kleine Geschichte der Olympia-Maskottchen - Hunde, Namen und Maskottchen von WelcherName

Ein Hund machte im Jahr 1972 den Anfang. Mit Dackel Waldi startete die farbenfrohe Erfolgsgeschichte der offiziellen olympischen Maskottchen. Vom Glücksdackel mit bunten Streifen in München bis zum einäugigen Stahltropfen in London. Mit den Olympischen Spielen 1972 in München und den Spielen 1992 in Barcelona kam insgesamt zwei Mal ein Hund zu Ehren. Die Geschmäcker gingen immer auseinander. Die Redaktion von WelcherName, der großen Datenbank für Hundenamen und Katzennamen, hat eine Übersicht der Olympia-Maskottchen mit ihren lustigen und oft auch hintergründigen Namen zusammen gestellt.

  • München 1972: Dackel Waldi. Viele Olympische Spiele kamen ohne Maskottchen aus. Dackel Waldi war im Jahr 1972 eine echte Attraktion. Ein Maskottchen fürs Herz. Es gab ihn aus Plüsch und Plastik, als Anstecknadel und sogar als Süßigkeit. Seine bunten Streifen verhalfen ihm zum Spitznamen "LSD-Dackel".
  • Montréal 1976: Amik. Maskottchen Amik sollte einen Biber darstellen, das Nationaltier Kanadas. Der Biber steht für Zähigkeit, harte Arbeit. Bemerkenswert war seine große Schärpe.
  • Moskau 1980: Mischa. Maskottchen Mischa musste man lieb haben. Das vom Kinderbuch-Illustratur Viktor Tschischikow gestaltete Bären-Maskottchen war ein beliebtes Souvenir. Man musste ihn besitzen. Bei der Abschlusszeremonie hatte der Brummbär sogar Tränen in den Augen.
  • Los Angeles 1984: Sam the Eagle. Der Name verrät es - in Los Angeles wurde ein Weißkopfadler zum Maskottchen. Sam musste wegen seiner Dagobert-Duck-Optik auch viel Kritik einstecken. Die Ähnlichkeit kam nicht von ungefähr. Sam wurde von einem Disney-Designer erschaffen.
  • Seoul 1988: Hodori und Hosun. Ein besonders anmutiges Maskottchen wurde für die Spiele in Seoul erschaffen. Der Tiger Hodori kam mit Melone daher. Er wurde von Tigerdame Hosuni begleitet.
  • Barcelona 1992: Cob. Nur entfernt erinnerte Cobi an das, was er eigentlich darstellen sollte: einen Hund. Er sah eher aus wie ein riesiges fleischfarbenes Kissen mit Gliedmaßen. Denn Cobi war die kubistische Version eines Hundes. Er sollte an Pablo Picasso erinnern.
  • Atlanta 1996: Izzy. Entgegen der üblichen Tradition des Gastgeberlandes, ein Nationaltier oder nationale Besonderheiten als Figur ins Leben zu rufen, entschieden sich die Amerikaner für ein "beturnschuhtes" Irgendwas.
  • Sydney 2000: Olly, Syd und Milli. Die Australier präsentierten 2000 eine Troika: Schnabeltier Syd, Ameisenigel Millie und Kookaburra Olly waren die Maskottchen. Olly stand für Großzügigkeit, Syd für die Umwelt und Millie fürs neue Millennium.
  • Athen 2004: Athena und Phoibo. Ein Zwillingspärchen mit Elefantenfüßen: Athena und Phoibos. Sie symbolisierten Götter der Weisheit, des Lichts und der Musik.
  • Peking 2008: Die Fuw. Eine Rasselbande an Maskottchen schickte Peking 2008 zu den Spielen. Glückspuppen wurden sie genannt. Die brennenden Haare symbolisierten die Olympische Fackel, der schwarz-weiße Panda durfte als Nationaltier Chinas auch nicht fehlen. Den Zoo komplettierten ein blauer Fisch, eine Tibetantilope sowie eine grüne Schwalbe.
  • London 2012: Wenlock und Mandevill. Die Maskottchen Wenlock und Mandeville sind der Beweis dafür, dass Stahl auch kuschelig sein kann. Sie sollen Stahltropfen symbolisieren. Eine Anspielung auf die industrielle Geschichte Großbritanniens.

Bild: tomer turjeman - Fotolia

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