Langer Name, schwarze Maske und eine große Geschichte

Der Bayerische Gebirgsschweißhund verdankt sein Entstehen der Jagd im Gebirge

Das große Verzeichnis für Hundenamen WelcherName will auf eine ganz besondere Hunderasse aufmerksam machen - den Bayerischen Gebirgsschweißhund, kurz "BGS". Der Bayerische Gebirgsschweißhund verdankt sein Entstehen den besonderen Umständen der Jagd im Hochgebirge. Der BGS ist ein Hund für die "Hohe Jagd". Er ist der Spezialist von der ganz besonders guten Nase. Und diese Nase verhilft der seltenen Jagdhunderasse zu großer Beliebtheit.

Wer einen Bayerischen Gebirgsschweißhund zu Gesicht bekommt, begegnet einem schönen, seltenen und wertvollen Tier. Sein Besitzer ist in der Regel Jäger, Polizist, vom Rettungsdienst oder Maintrailer. Der Schweißhund ist ein leichter, beweglicher und muskulöser mittelgroßer Hund. Wie gemacht für das Gebirge. Seine feine Nase führt ihn zu allen Schalenwildarten, wie Rotwild oder Schwarzwild. Der Jäger sagt zum Blut übrigens "Schweiß" - daher der Namen und ein Hinweis auf die hervorragende Nase des Hundes.

Das auffälligste Markenzeichen des BGS ist die schwarze Maske mit den großen Behängen (Ohren). Die Farbe ist von tief hirschrot über ockergelb bis semmelfarben und dunkel gestichelt. Die Rüden haben ein Stockmaß von 50 cm. Die Hündinnen sind etwas kleiner. Der BGS ist ein ruhiger, ausgeglichener und liebebedürftiger Hund.

Für Familie Angelika und Peter Militzer, die seit über 20 Jahren Bayerische Gebirgsschweißhunde züchten, ist der Bayerische Gebirgsschweißhund Jagdhund mit Familienanschluss. Der BGS stammt von europäischen Bracken ab. Und mit denen gingen schon die Kelten zur Jagd. Der Zwinger von Militzers"s Meute hat in den letzten Jahren schon viele preisgekrönte Hunde hervorgebracht. Bei der World Dog Show in Salzburg 2012 standen 58 BGS aus 15 Nationen zur Bewertung im Ring. Am Ende der Veranstaltung ging Peter Militzer mit dem Rüden Ares als Sieger hervor und bei den Hündinnen Angelika Militzer mit Galina auch als Siegerin hervor. Ein "Pärchen" an der Spitze - das hat es schon lange nicht mehr gegeben.

Seit einigen Jahren stellen die Weltmeister-Züchter Militzer eine starke Nachfrage nach dem Bayerischen Gebirgsschweißhund außerhalb der Jägerschaft fest. Rettungskräfte und Polizeibehörden aus Deutschland, Schweiz und Österreich haben den BGS zunehmend im Einsatz.
"Wenn eine Polizeibehörde einen Hund haben will, dann machen wir alles möglich. Berichte von Einsätzen der Spürnase bei Vergewaltigungen, Morden oder Einbrüchen machen deutlich, dass Hunde maßgeblich zu Ermittlungserfolgen beitragen können", so die passionierten Jäger Angelika und Peter Militzer.

Bild: Martin Schlecht - Fotolia

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