Vergeben wir Menschen seit 100.000 Jahren Hundenamen?

DNA Vergleichsstudien: Domestizierung des Hundes fand vor über 100.000 Jahren statt

Die Erde existiert seit rund 4,5 Milliarden Jahren. Die ersten Säugetiere gibt es seit 100 Millionen Jahren. Hunde gibt es seit etwa 50 Millionen Jahren. Seit drei Millionen Jahren wandelt der Mensch über die Erdkruste.

Ursprung der Hunde auf dem nordamerikanischen Kontinent

Mit den wieselartigen Miakiden entwickelten vor rund 50 Millionen Jahren die Hunde. Sie entwickelten sich auf dem nordamerikanischen Kontinent. Die Familie der Hunde unserer Zeit kann man in drei Untergruppen einteilen: die Kuoninen (Lycaon), die Otokyonen (Otocyon von Südafrika) und die Hunde (Hund, Wolf, Fuchs, Schakal, Koyote).

Fantastische Erfolgsgeschichte: Evolution des Hundes

Die Hunde der Art Canis kennen wir erst seit dem Tertiär. Diese Hunde breiteten sich zunächst nach Asien, dann nach Afrika aus. Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte nahm seinen Lauf. Heute leben in Deutschland etwa 5 Millionen Hunde. Rund 70 Prozent davon Rassehunde. In der Schweiz leben rund  500.000, in Österreich rund 600.000 Hunde. Gleich nach der Hauskatze ist uns der Hund das beliebteste Haustier.

DNA Vergleichsstudien: Domestizierung des Hundes fand vor 100.000 Jahren statt

Doch seit wann leben Menschen mit Hunden zusammen, seit wann geben wir ihnen Namen. Der Haushund stammt vom Wolf ab. Er wird ihm als Unterart zugeordnet. Der Zeitpunkt der Domestikation ist umstritten. Wissenschaftler kommen auf große unterschiedliche Zeitspannen. Sie reichen zwischen 100.000 und 15.000 Jahren vor heute. DNA-Vergleichsstudien kamen in den 1990er Jahren zu dem Ergebnis, dass eine Domestizierung schon vor mehr als 100.000 Jahren stattgefunden haben muss. Angenommen, es wäre so. Wäre es denn dann auch denkbar, dass unsere Vorfahren ihren Begleiter beim Namen gerufen haben? Vergeben wir Menschen also schon seit 100.000 Jahren Hundenamen? 

Vergeben wir Menschen also schon seit 100.000 Jahren Hundenamen?

Der Name ist Zeichen für die Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft. Geben wir einem Menschen oder einem Haustier einen Namen, wird er zu einem Teil eines Ganzen. Er gehört dazu. Allein die Tatsache, dass wir einem Haustier einen Namen geben, sagt viel aus über unser Verhältnis beispielsweise zu einem Hund. Doch so faszinierend der Gedanke erscheinen mag. Es ist nicht davon auszugehen, dass wir Menschen in dieser frühen Entwicklungsphase Namen vergeben haben. Auch stellt sich die Frage, ob wir dazu überhaupt in der Lage gewesen wären. Bei einem Skelett eines Neandertalers, das in der Kebara Höhle bei Haifa in Israel gefunden wurde, konnte erstmals ein Zungenbein gefunden werden. Dieses Zungenbein ist notwendig, um zur Lautsprache fähig zu sein. Auch ist der Hund erst in der modernen Zivilisation Begleiter des Menschen und nicht nur Nutztier, dem man selbstverständlich keinen Namen gab. Der moderne Mensch sucht und findet Hundenamen bei, dem großen Verzeichnis für Vornamen, Hundenamen und Katzennamen.

Bild: DoraZett - Fotolia

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