Der Hund als Nutztier: Hunderassen und ihre Entstehung

Auch heute noch sind Gebrauchshunde im Einsatz

Der überwiegende Teil der Hunde, die bei uns leben, sind Begleithunde oder Schoßhunde ohne eine spezielle Aufgabe für die sie ausgebildet werden. Sie sind Wegbegleiter des Menschen. Rund 5 Millionen Hunde leben in Deutschland. In der Schweiz leben rund 500.000 Hunde, in Österreich rund 600.000 Hunde. Doch noch immer ist der Hund mit seinen ganz besonderen Fähigkeiten als Gebrauchshund im Einsatz. Viele der Hunderassen sind Züchtungen auf eine ganz bestimmte Aufgabe hin, die der Hund für den Menschen erledigt.

Ob als Blindenhund oder im Behördendienst - Hunde sind lernbereite Arbeitstiere

Die heute sicher bekanntesten Arbeitshunde sind Polizeihunde, sogenannten Hunde im Behördendienst. Auch gibt es Hunde, die beim Militär im Einsatz sind. Sie werden zur Spurensuche ausgebildet, zum Auffinden von Drogen, Sprengstoffen sowie Menschen. Sie werden aber auch ausgebildet, Leichen oder Geld zu finden. Darüber hinaus unterstützen sie Polizei und Militär bei Streifengängen. Waren hier überwiegend Schäferhunde im Einsatz, geht der Trend heute hin zu Spezialisten. Gerade Schweißhunde mit ihrer besonders guten Nase werden zunehmend für den Behördendienst ausgebildet.

Zahlenmäßig ist der Gebrauchshund nur noch eine Randerscheinung

Nicht alle Hunderassen eignen sich für die Ausbildung zum Blindenführhund. Die Ausbildung zum Blindenführhund ist lang und besonders aufwändig. Assistenzhunde helfen Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Für Gehörlose und Schwerhörige werden sogenannte Signalhunde ausgebildet. Es gibt Hunde, die zur Diagnose eingesetzt werden. Sie erspüren gefährliche Blutzuckerwerte oder können drohende epileptische Anfälle vorhersehen. Der Gebrauchshund ist heute nur noch eine Randerscheinung. Und doch ist es die ursprünglichste Form der Hundehaltung. Der Mensch machte sich schon vor vielen Tausend Jahren die besonderen Fähigkeiten des Hundes  zunutze. Schäferhunde, Jagdhunde, Schutzhunde. Es gab und gibt nach wie vor sehr viele Einsatzgebiete für den treuesten Freund des Menschen.  

Der Jagdhunde ist einer der ältesten Gebrauchshunde

Eine der ältesten Gebrauchshunde ist sicher der Jagdhund. Man unterscheidet hier zwischen der Arbeit vor und nach dem Schuss. Die Arbeit vor dem Schuss umfasst das Aufspüren, Vorstehen, Stöbern oder Aufjagen des Wildes. Mit Hunden, die über eine besonders feine Nase verfügen, kann der Jäger auf die Pirsch gehen. Der Hunde weist den Weg zum Wild. Die Arbeit nach dem Schuss umfasst das Apportieren, also das Bringen des Wildes oder das Auffinden. Schweißhunde wurden auf diese Tätigkeit hin nach und nach gezüchtet. Sie können krank geschossenes Wild über Kilometer hinweg verfolgen. Dank ihrer Fähigkeiten kommen sie heute verstärkt bei der Strafverfolgung zum Einsatz.

Für den sesshaft gewordenen Mensch erledigte der Hund zahlreiche Aufgaben

Als der Mensch sesshaft wurde und Landwirtschaft betrieb, kamen immer mehr Hunde zum Einsatz. Hütehunde, Wachhunde sorgten für die Sicherheit des Menschen und seiner Siedlung. Auch kam der Hund als Zugtier zum Einsatz. Heute jedoch ist der Hund ganz nah an den Menschen herangerückt. Das zeigt sich insbesondere daran, dass er vom Menschen einen Namen erhält, der ihn - wie auch immer - zu einem Familienmitglied macht. Passende Hundenamen findet man bei WelcherName, der großen Datenbank für Vornamen, Hundenamen und Katzennamen.

Bild: jschwarz - Fotolia

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