Wo Hunde keinen Hundenamen bekommen, sondern auf dem Teller landen

Chinesische Tierschützer kämpfen erfolgreich gegen das Schlachten von Hunden und Katzen

Hundefleisch wird in China schon seit Jahrtausenden gegessen. Schon vor über 2.000 Jahren wurde in China Hundefleisch gegessen. Hundefleisch war immer schon ein Armeleuteessen. Der Hund hat kulturhistorisch in China keine herausragende Bedeutung. Er war Arbeitstier, wurde als Wachhund eingesetzt. Die Haltung des Hundes als Haustier wurde von den Kommunisten verboten. Wer noch vor ein paar Jahren durch die Innenstadt von Peking lief, dem fiel auf, dass er keine Hunde und Katzen zu Gesicht bekam.

WelcherName: Haltung eines Haustieres galt unter den Kommunisten als „bourgeois“

Die Haltung eines Haustiers galt als „bourgeois“. In den letzten Jahren hat sich das vor allem in den Städten grundlegend geändert. Gerade die neue Oberschicht orientiert sich sehr an westlichen Gepflogenheiten. Haustiere sind sehr in Mode. Gerade kleine Hunde werden gerne als modisches Accessoire gehalten. Was Paris Hilton kann, können auch die jungen urbanen Chinesen.

Hunde werden illegal unter grausamen Umständen gezüchtet

Hundefleisch wird vielerorts angeboten. Schon ab 50 Yuan, umgerechnet rund 6 Euro, ist das Kilo zu haben. Da offizielle Zuchtlizenzen rar und teuer sind, blüht ein Hundefleisch Schwarzmarkt. Hunde werden illegal unter grausamen Umständen gezüchtet. Auch häufen sich Diebstähle.

Mit zunehmendem Erfolg machen Tierschützer gegen alte Traditionen mobil

Mit zunehmendem Erfolg machen Tierschützer gegen alte Traditionen mobil. Selbst in den Hundefleischhochburgen wie Guangxi und Guizhou gibt es starke Bewegungen gegen den Verzehr von Hundefleisch. Aktivisten befreien illegal gezüchtete Hunde und kaufen in Schlachthäusern Hunde auf, um sie vor dem sicheren Tod durch zu bewahren.  Hilfreich wäre ein entsprechendes Verbot durch die Regierung. Doch für derlei Entwicklungen gibt es keine Anzeichen.

Bild: Sergey - Fotolia

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