Hundenamen / Katzennamen: Früher Minka oder Hasso, heute Ole oder Paula

Haustiere tragen zunehmend Menschennamen

Mit dem Thema Tiernamen befassen sich derzeit Sprachwissenschaftler und Soziologen im Rahmen einer Konferenz in der Mainzer Akademie für Wissenschaft und Literatur. Eine erste Erkenntnis: Tier- und Menschennamen gleichen sich immer mehr an. Die Mensch-Tier-Grenze ist durchbrochen worden. Die „Vermenschlichung“ von Haustieren nimmt immer mehr zu. Hundenamen oder Katzennamen unterliegen einem Wandel. Klassische Namen wie Minka oder Hasso sind nicht mehr angesagt. Bevorzugt wird auf Babynamen Hitlisten zurückgegriffen. Kurze Vornamen wie Paul, Leo oder Lilly sind als Hundenamen und Katzennamen gefragt wie nie.

Kurze Vornamen wie Paul, Leo oder Lilly sind als Hundenamen und Katzennamen gefragt wie nie

Dennoch, so die Forscher, legen viele Halter großen Wert auf individuelle Namen für ihre vierbeinigen Freunde. Beeinflusst wird die Namensuche von Aussehen oder Charakter des Tieres. Gerne genommen werden Kosenamen oder Spitznamen. 75 Prozent aller Katzen haben einen Spitznamen, so eine Sprachwissenschaftlerin. Je näher und privater die Bindung zu seinem Tier ist, desto häufiger endet dessen Name auf „i“.

In Deutschland leben rund 30 Millionen Haustiere

Rund 30 Millionen Tiere leben in deutschen Haushalten. Seit fast 10.000 Jahren leben Menschen mit Tieren zusammen. Hinreichend erforscht sind Tiernamen offenbar noch lange nicht. Insofern ist die Konferenz von Sprachwissenschaftlern und Soziologen in der Mainzer Akademie für Wissenschaft und Literatur ein wichtiger Baustein.

Bild: Rita Kochmarjova - Fotolia

    Teilen