Windhunde wie der Afghanische Windhund sind sehr alte Rassen

Nomaden Afghanistans züchteten schon vor 6000 Jahren Windhunde

Der Afghanische Windhund (afghanisch: Thasi) stammt aus dem Hochland des Hindukusch. Die Nomaden Afghanistans züchteten schon vor 6000 Jahren den Vorfahren des Afghanischen Windhundes. Dieser Ahnherr kam aller Wahrscheinlichkeit nach vom Nahen Osten nach Afghanistan. Der Hund strahlt Stärke, Würde und Eleganz aus und bringt Schnelligkeit und Kraft zum Ausdruck. Der Kopf wird erhoben getragen – ein sehr stolzer Hund!

Windhundrassen waren Statussymbole

In Afghanistan wurde der Hund sehr geschätzt und galt als sehr wertvoll. Wer diesen Hund besaß, war offensichtlich wohlhabend. Also ein echter „Luxushund“, der aber auch seinen Nutzen hatte: Der Afghanische Windhund diente dem Menschen in der rauen Natur der weiten Steppe als Jagdhund, er wurde auch gern bei der Beizjagd eingesetzt, um das Wild aufzujagen. Spezielle Züchtungen gehen in zwei Richtungen: Hunde, die Erfolg bei Windhunderennen haben (sogenannte Rennafghane), und „Showafghane“, die sich bei „Schönheits“- Wettbewerben präsentieren.

Ausprägungen: Windhunde für Windhunderennen und Schönheitswettbewerbe

Statur und Kopfform des Afghanischen Windhundes haben Ähnlichkeit mit dem Persischen Windhund, dem Saluki und dem kirgisischen Taigan. Der Schädel ist lang, nicht zu schmal und weist einen langen Haarschopf auf. Den Züchtern ist der elegante und leicht federnde Gang sehr wichtig. Er rührt von der besonderen Geometrie der Extremitäten her.

Hunderasse Windhund: Langes, seidiges Fell kann viele Farben haben

Das Fellkleid kommt in vielen Farben daher. Häufig sind die Farben Rot, Creme, Silber, Schwarz, Schwarzbraun, Silberschwarz, Elfenbein und Domino zu beobachten. Der Kopf zeigt sich mit oder ohne schwarze oder blaue Maske. Die Größe des Hundes beträgt bei den Rüden 68 bis 74 cm, bei den Hündinnen 63 bis 69 cm. Für die ideale Gesamterscheinung ist auch das Verhältnis von Schulterhöhe und Länge des Hundes im Verhältnis 1:1 von Wichtigkeit. Aufgezogener Bauch und tiefer Brustkorb sind weitere wünschenswerte Merkmale. Das Gewicht des Afghanischen Windhundes liegt zwischen 20 und 30 kg. Hunde dieser Rassen erreichen ein Alter von 12 Jahren und mehr.

Windhunde brauchen eine konsequente Erziehung

Der Afghane zeigt ein eigenwilliges Verhalten. Während er sich im Haus sanft, ruhig und unauffällig gibt, tritt im Freien, in Feld und Wald, sein Jagdtrieb als Einzeljäger auf. Und es braucht schon einiges an Geduld, damit sich der Afghane einem unterordnet. Und nein, er ist auch nicht schwerhörig - obwohl es oft mehr als zwei Zurufe braucht, bis er das macht, was sein Herr von ihm will. Es braucht eine konsequente Erziehung. Der Afghane verträgt sich gut mit Kindern. Wegen der Größe des Hundes sollten die Kinder aber nicht mehr die Kleinsten sein, um adäquat mit ihm umgehen zu können. Lässt man das Tier beim Spazierengehen von der Leine kann es durchaus sein, dass er sich außer Sichtweite von seinem Herrn entfernt, auf Zurufe oder Pfiff nicht reagiert und erst dann zurückkommt, wenn es ihm passt.

Windhunde sind wachsam und zeigen Verantwortungsbereitschaft

Afghanen sind sehr sensibel und können bei falscher Führung misstrauisch gegenüber fremden Personen werden. Seinen Charakter brechen heißt seinen Stolz brechen, und dieser würdevolle Stolz macht seinen Charme aus. Fast alle erwachsenen Afghanischen Windhunde sind wachsam und fühlen sich verantwortlich für ihre Familie und alles was dazu gehört. Sie sind keine Kläffer. Wegen ihres schon erwähnten guten Gedächtnisses vergessen sie nie Menschen und Situationen, bei denen sie Gutes oder Böses erfahren haben.

Bild: Dogs - Fotolia

    Teilen