Warum wedeln Hunde mit dem Schwanz?

Forscher untersuchen die Kommunikationsverhalten des Hundes

Obwohl wir Menschen seit rund 15.000 Jahren mit Hunden zusammenleben, rätseln Wissenschaftler auf der ganzen Welt darüber, wie Hunde kommunizieren. Insbesondere das Schwanzwedeln wurde dabei anhand zahlreicher Studien hinlänglich untersucht. Tierforscher bezeichnen den Schwanz eines Hundes gerne mit einem Zeigefinger. Bewegungen drücken Freude oder Neugierde aus und senden Signale an Artgenossen. Dabei ist es entscheidend, in welche Richtung der Hund seinen Schwanz bewegt. Studien zufolge wedelt der Schwanz mehr nach links, mal mehr nach rechts. Die Bewegungen sind Ausdruck der Gehirntätigkeit von Hunden. Festgestellt wurde eine Verbindung zwischen Gehirnhälften und Körperhälften. Der Tierforscher Marcello Siniscalchi von der Universität Bari hat herausbekommen, dass die linke Körperhälfte eines Hundes für die Annäherung spezialisiert ist. Die rechte Körperhälfte ist indes für ein Zurückziehen zuständig. Hunde, die bei einem Artgenossen ein Linkswedeln feststellen, reagieren auf diese ablehnende Haltung voller Unruhe und Stress. 


Hunde können die Kommunikation von Menschen  sehr gut lesen

Interessant ist indes, dass Hunde die Kommunikation von uns Menschen sehr gut lesen können. Stimme, Gestik, Mimik – Hunde entwickeln hervorragende Eigenschaften, um deuten zu können, was wir Menschen von ihnen wollen oder wie unser Gemütszustand ist. Schon kleine Welpen können uns sehr gut verstehen – ein Hinweis darauf, dass diese Eigenschaften den Vierbeinern schon in Fleisch und Blut übergegangen sind. Verhaltensforscher gehen davon aus, dass Hunde uns Menschen weit besser verstehen können als beispielsweise Schimpansen, mit denen wir Menschen im Blick auf unsere Entwicklungsgeschichte nah verwandt sind. So gut haben sich über Jahrtausende hinweg Hunde an uns Menschen angepasst. Während die Hunde den Menschen schon sehr gut erforscht haben, sind wir Menschen noch ganz am Anfang, wenn es darum geht, die Kommunikation unserer Vierbeiner zu verstehen.


Bild: © peter verreussel - Fotolia.com

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