Erste Tage mit Hund

Die ersten Tage mit dem neuen Hund – was muss ich beachten?

Die Grundlagen des Zusammenlebens: Die ersten Tage mit dem neuen Hund sind entscheidend dafür, wie sich das Verhältnis zwischen Mensch und dem vierbeinigen Begleiter entwickeln wird. Sie, Herrchen oder Frauchen, legen die Grundsteine für ein gesundes, harmonisches Miteinander. Es gilt, dem Hund wichtige Details des Zusammenlebens konsequent beizubringen. Der Hund erfährt, was er darf und was ihm nicht erlaubt ist. Auf diese Weise erhält er bereits am Anfang einen Verhaltensmaßstab, der für Hunde von essenzieller Bedeutung ist.

Der allererste Tag mit dem Hund

Wenn Sie einen Hund zu sich nehmen, ist der erste Tag ganz besonders aufregend. Sie holen Ihren Hund ab – vom Tierheim oder vom Züchter - und zeigen ihm erstmals sein neues Zuhause, in dem er fortan sein Leben verbringen wird. Stellen Sie sicher, dass Sie vor seiner Ankunft alles vorbereitet haben. Ihr Hund benötigt einen Schlaf- und Rückzugsort sowie einen Wassernapf und einen Fressnapf. Der Wassernapf sollte stets frisch befüllt sein. Beim Futternapf ist es anders - hier entscheiden Sie, wann es Fressen gibt. Am ersten Tag gilt es bereits, dem Haustier beizubringen, an welchen Ort es zuhause gehört. Beim Hund ist es zumeist das Körbchen oder eine Decke - lassen Sie ihn also auf seinen Platz gehen. Im Idealfall schläft er dort bald ein. Es ist durchaus möglich, dem Hund den Zutritt zu einigen Zimmern in der Wohnung zu verwehren. Wenn Sie nicht möchten, dass er Küche oder Badezimmer betritt, sollte er diese Beschränkung bereits am ersten Tag erfahren. Schicken Sie ihn aus dem Zimmer, in dem Sie ihn nicht haben möchten. Er wird bald verstehen, was Sie von ihm möchten. Konsequenz hilft dem Tier.

Die folgenden Tage mit Ihrem neuen Gefährten

An den folgenden Tagen bereiten Sie Ihren Hund auf seinen zukünftigen Alltag vor. Am besten haben Sie sich von Ihrer Arbeit freigenommen, um Ihrem Hund ein unbeschwertes Einleben zu ermöglichen. Jetzt finden die ersten Spaziergänge statt. Mit einem Welpen sollten diese nicht zu lang ausfallen, um die noch empfindlichen Gelenke zu schützen. Mit einem bereits erwachsenen neuen Hund können Sie auch gleich längere Ausflüge unternehmen. Hunde wollen der beste Freund ihrer Bezugsperson werden – die Freude darüber, dass Sie sich Zeit nehmen, wird riesengroß sein. Stellen Sie sicher, dass Sie sich intensiv mit Ihrem Hund beschäftigen - so stärken Sie die Bindung zueinander. Besuchen Sie auf Ihren Spaziergängen interessante Orte und spielen Sie gemeinsam. Halten Sie Blickkontakt zu Ihrem Hund, finden Sie heraus, welche Streicheleinheiten der Hund besonders liebt. Um die Grundlage für ein positives Verhältnis zu legen, kann es sich auch lohnen, Ihren Hund zunächst aus der Hand zu füttern. So ist er auf Sie angewiesen, wenn er Nahrung möchte. Diese Strategie ist vor allem bei ängstlichen Hunden empfehlenswert. In den ersten Tagen kann außerdem ein Besuch beim Tierarzt stattfinden. Dieser stellt fest, ob mit dem Hund alles in Ordnung ist und ob er die für ihn notwendigen Impfungen erhalten hat. Weiterhin ist es Zeit, den Hund für die Hundesteuer anzumelden.

Checkliste für die ersten Tage:

  • Vorher Haftpflichtversicherung regeln und Hundezubehör anschaffen
  • Dem Hund am ersten Tag die Wohnung zeigen
  • Für den Hund nicht erlaubte Orte beibringen
  • Dem Hund seinen Platz beibringen
  • Spiele und Spaziergänge zur Stärkung der Bindung
  • Eventuell Tierarztbesuch
  • Hund anmelden
  • Leinenführigkeit, erste Befehle üben

Mögliche Schwierigkeiten am Anfang mit dem Hund

1. Der Hund ist nicht stubenrein

Ein Welpe ist nie komplett stubenrein. Aber auch erwachsene Hunde können am Anfang unsauber sein. Gehen Sie häufig mit Ihrem Hund vor die Tür und beobachten Sie ansonsten sein Verhalten. Es gilt, so schnell wie möglich mit ihm hinauszugehen, wenn er unruhig wird, auffällig schnüffelt oder ähnliche Zeichen gibt. In der Regel wird er bald lernen, wo er sein Geschäft verrichten darf. Hundeeltern sollten lernen, die „Zeichen“ zu erkennen. Kennt man die einschlägigen Zeichen, sollte man beispielsweise schnell eine „Gassirunde“ drehen.

2. Der Hund hat Angst

Geben Sie Ihrem Hund Zeit und bedrängen Sie ihn nicht. Die Fütterung aus der Hand kann hilfreich sein, um Vertrauen aufzubauen. Geben Sie Ihrem Hund Nähe, Zeit und Zuneigung. Wer Liebe gibt, der wird schnell das Eis brechen und Liebe ernten.

3. Der Hund hat Heimweh

Gerade in der ersten Nacht können Hunde Heimweh haben. Versuchen Sie, durch tröstendes Verhalten nicht bestärkend zu wirken. Bleiben Sie ruhig und entspannt - irgendwann wird Ihr Hund einschlafen. Auch Hunde können Alpträume haben. Trösten Sie Ihren Hund mit ruhiger und leiser Stimme.