Hundehaltung

Hundehaltung - große Verantwortung für ein Lebewesen

Sie möchten sich einen Hund anschaffen? Da kommt viel Abwechslung und Freude auf Sie zu, aber auch sehr viel Verantwortung, der man sich stets bewusst sein sollte. Denn Hundehaltung bedeutet nicht nur Geduld und Liebe für ein künftig zur Familie gehörendes Tier. Ein Hund braucht geregelten Auslauf, artgerechte Ernährung und Unterkunft. Er erwartet, dass Sie für ihn Zeit haben und ihn entsprechend pflegen. Zu beachten sind diverse allgemeinrechtliche Gesetze und vor allem die Vorschriften des Tierschutzgesetzes. Ein Hund schenkt Ihnen dann seine ganze Liebe und sein Vertrauen, wenn Sie es sich verdienen. Wie ein Kind Ihre Fürsorge und Zuneigung braucht, erwartet auch Ihr Hund, dass Sie sich angemessen um ihn kümmern.

Wichtigste Punkte zu vorschriftsmäßiger Hundehaltung

Je nach Größe und Temperament Ihres Hundes kommt die Haltung in der Wohnung oder im Freien in Frage. Wenn Sie einen großen, lebhaften, robusten Hund, beispielsweise einen Deutschen Schäferhund, besitzen, wäre ein Garten ideal. Ein geräumiger, stabiler und gut isolierter Zwinger, den er jederzeit als Ruheort benutzen kann, gehört dann ebenso dazu. Ein kleiner, gemütlicher, fast idealer Hund für Haltung in der Wohnung ist beispielsweise ein Havaneser. Allerdings gibt es auch große Hunde, wie z. B. die deutsche Dogge, die sich dank ihrer Ruhe für Wohnungen jederzeit eignen. Andererseits ist ein kleiner Jack Russel Terrier wegen seiner starken Aktivität nicht gerade der ideale Wohnungshund.

Entscheidend für die Haltung eines Hundes sind deshalb sein Bewegungsdrang, sein Charakter und sein Wesen. Die Aussage: „Großer Hund im Garten - kleiner Hund in der Wohnung“ stimmt also nicht unbedingt.

Zur Hundehaltung gehört eine artgerechte Ernährung

Ihr Hund braucht, um gesund zu bleiben, die richtigen Nährstoffe. Wenn Sie Ihren Hund gut ernähren möchten, liegen Sie mit hochwertigem Fertigfutter meist richtig. Es sollte möglichst frei von Getreide sein und Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett müssen in ausgewogenem Verhältnis stehen. Wichtig sind dazu Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Manche Experten empfehlen auch BARF, die biologisch artgerechte Rohfütterung. Auf jeden Fall sollte Sie Ihrem Hund immer frisches Wasser anbieten. Achten Sie bitte darauf, dass die Mahlzeiten, je nach Alter des Hundes, ein oder mehrmals täglich bereitstehen. In etwa sollten auch die Zeitpunkte der Mahlzeiten täglich gleich sein. Rohes Schweinefleisch, splitternde Knochen und Alkohol und Zucker sind für Hunde tabu. Gelegentlich mal eine Karotte oder ein Kalbsknochen kann dagegen für jeden Hund eine willkommene Abwechslung sein. Reste Ihrer eigenen Speisen sollten Sie dem Hund nicht geben. Ein Hund ist kein Mülleimer! Gewürze und Geschmacksverstärker könnten zu Magen- und Darmstörungen bei Ihrem Tier führen.

Pflege und Vorsorge sind Aufgaben des Hundehalters

Pflege des Hundes bedeutet dabei neben angenehmem Ruheplatz in Wohnung oder Zwinger auch das Sauberhalten dieser Plätze. Dazu gehören auch regelmäßige Spaziergänge (Gassi gehen), damit Ihr Freund sich ausreichend bewegen, aber auch in Ruhe entleeren kann. Je nach Fellart des Hundes sind Bürsten und Kämmen mehr oder weniger oft nötig. Kurzhaar braucht etwas weniger Pflege als das mehr zum Verfilzen neigende Langhaar. Achten Sie auf mögliche Verletzungen, auf eventuellen Floh- oder Zeckenbefall. Augen, Ohren, Krallen und Pfoten brauchen ebenfalls immer mal Pflege. Auch Ausbildung, Erziehung und Hundesport können Teile der Hundepflege sein. Unbedingt zur Vorsorge gehören, neben einer Haftpflichtversicherung, die nötigen Impfungen, einschließlich deren Auffrischungen. Sie schützen vor den sechs gefährlichsten Hundekrankheiten wie Hepatitis, Tollwut, Leptospirose, Parvovirose, Staupe und Virushusten. Auch eine gelegentliche Entwurmung fällt in den Aufgabenbereich eines verantwortungsvollen Hundehalters. Am Schluss ein wichtiger Rat: Lassen Sie Ihren Hund möglichst wenig allein!