Hundekauf

Vor dem Hundekauf

Hundekauf: Beantworten Sie diese Fragen - bevor der Hund einzieht!

Oh ja, eine süße kleine Fellnase: Das wünschen sich viele Menschen, ob Alleinstehende, Paare oder Familien. Hunde sind eine echte Bereicherung für den Alltag und das Wohlbefinden. Sie bieten Spaß, Bewegung und Freude, können aber auch herausfordernd sein. Was nicht zwingend negativ sein muss. Ob ein Hund in Ihr Leben passt, können nur Sie beantworten - mit diesen sieben Fragen!

7 Fragen zum Hundekauf: Können Sie diese mit „Ja“ beantworten?

1. Habe ich tagsüber Zeit für den Hund

Gassigehen, Spielen, Schmusen, Erziehen, Fordern? Und - reicht die Zeit neben Beruf, Haushalt, Familie und Hobbys? Jeden Tag?! Wirklich?

2. Kann ich den Hund artgerecht halten / im Alltag auslasten?

Zum Beispiel Auslaufzeiten und Aktivitäten an die Rasse anpassen? Passen diese Aktivitäten zu mir und meiner Familie? Ein Labrador braucht viel Auslauf und spielt gerne, ein Schäferhund braucht hingegen eine Aufgabe im Alltag. Jeder Hund ist anders. Wer Hunderassen studiert, Züchter besucht und sich mit Hundebesitzern austauscht, der kann feststellen, ob der Hund in sein Leben passt. Zwar sollten Auslauf und Spaß im Freien deshalb nicht zu kurz kommen, aber zu einer artgerechten Haltung zählt auch, dass der Hund sich innerhalb seiner und Ihrer vier Wände ausreichend bewegen kann. Ein Zugang zum Garten wäre ein wahrer Hundetraum! Sollten Sie nicht in einer eigenen Immobilie wohnen, müssen Sie den Vermieter vor dem Hundekauf um Einverständnis zur Hundehaltung fragen. Nach aktueller Rechtsprechung darf ein Vermieter die Hundehaltung nicht pauschal untersagen. Er kann aber dann ablehnen, wenn zu viele Hunde in der Wohnimmobilie leben oder es sich um einen sogenannten Listenhund handelt. Wichtig: Sollte es zu Problemen im Zuge der Hundehaltung kommen (etwa mit Nachbarn, Lärmbelästigung, Verschmutzung, etc.), kann der Vermieter seine Zustimmung wieder zurückziehen und es besteht die Möglichkeit der Kündigung.

3. Möchte ich mich auch in 10 bis 15 Jahren noch jeden Tag um den Hund kümmern?

4. Bin ich bereit, gewisse Freiheiten einzuschränken?

Ausgehen am Abend, Kurztrips mit dem Flugzeug, Fernreisen - oder habe ich verlässliche Möglichkeiten, den Hund unterzubringen? Erhalte ich Unterstützung von der Familie oder Freunden?

5. Bin ich bereit, den Hund auch in schwierigen Situationen / Zeiten zu begleiten?

Wenn die Erziehung zu schaffen macht oder wenn er unter einer chronischen Erkrankung leidet? Eine gründliche Vorbereitung ist wichtig, damit weder der Mensch noch das Tier unter dem Hundekauf „leidet“. Schließlich reicht es nicht nur, sich einen Namen mit Hilfe von WelcherName zu überlegen. Es ist ratsam, sich eine genaue Liste von allen Kosten - insbesondere den monatlichen für Futter, Tierarzt, Versicherung, Steuer - zu machen.

6. Verfüge ich über ausreichend finanzielle Mittel, um auch teure Tierarztkosten zahlen zu können?

Ist der Hund erst einmal eingezogen, vergeht die Zeit schnell und viele Verhaltensweisen - sowohl bei Haltern als auch Hunden - können sich unbemerkt einschleichen. Im besten Fall holen Sie sich von Anfang an Unterstützung durch geschulte Hundetrainer, um den Hund richtig zu führen (als Rudelvorsteher) und mögliche Probleme (z. B. Ungehorsam, Aggressivität, Ängstlichkeit) zu vermeiden. Wichtig ist daher:

7. Kenne ich mich mit Hundeerziehung aus?

Bin ich geduldig, einfühlsam und gleichzeitig konsequent und bestimmt? Kann ich mich auf die Rasse und den Hundecharakter einstellen?

Alle (oder zumindest sehr viele) Fragen konnten bejaht werden? Dann scheint dem Hundekauf theoretisch nichts mehr im Weg zu stehen, oder? Bei aller Bereitschaft, zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten, einen Hund aufzunehmen, sollte der Hundekauf in Ruhe durchdacht sein. Neben den zwingenden Voraussetzungen wie Zeit, Geld und Platz spielt auch eine durchdachte Auswahl der Rasse eine wichtige Rolle. Gerade in der Stadt ist die Haltung sehr großer Rassen mitunter schwierig: Mit einer 90 kg schweren Dogge Bus und Bahn benutzen, kann stressig werden. Und längst nicht jeder Mensch ist ein Freund von großen Hunden. Je besser der Hund zum eigenen Leben und Charakter passt (sowohl in der Erziehung als auch in der Aktivität), umso entspannter und glücklicher wird das Zusammenleben.

Der eigentliche Hundekauf

Züchter oder Tierheim? Tipps für die Hundeauswahl

Die Entscheidung ist getroffen: Ein Hund soll ins Haus! Aber woher soll der kommen? Aus dem Tierheim, wo viele süße Fellnasen ein neues Zuhause suchen, oder vom Züchter, der für genetische Vielfalt in der Zucht und somit einen gesunden Welpen sorgt?

Tierheim & Zucht: ja! Massenproduktion: nein!

Wer einen Hund in seiner Familie aufnehmen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten: das Tierheim (auch via Pflegestelle, Tierrettung) oder ein Züchter. Absolut wichtig: Wenn Sie sich für einen Rassehund entscheiden, kaufen Sie diesen immer bei einem seriösen Hundezüchter. Leider gibt es viele skrupellose Tierhändler, gerne auch als „Hundeproduzenten“ bezeichnet, die „Rassen“ in Massenzuchtanlagen unter schmutzigen und ungesunden Bedingungen heranziehen und diese als vermeintliches „Schnäppchen“ verkaufen.

Ein Hund vom Züchter: Das sollte man wissen!

Neurologische Störungen, Parasiten und Flöhe sind nur einige Probleme bei der Massenproduktion. Dass aus einer solchen „Zucht“ oft kein gesunder Hund entstehen kann, wollen aber viele Menschen nicht zur Kenntnis nehmen. Sie sehen nur die süßen Kulleraugen und die zunächst niedrigen Kosten. Die Ersparnis bei einem solchen Kauf wird sich aber meist in teuren Tierarztkosten „rächen“. Ein seriöser Züchter (beim VDH eingetragen) sorgt für genetische Vielfalt und verringert Risiken erbbedingter Erkrankungen. Das ist ein guter Grund, warum sich viele Menschen für einen Rassehund aus der Zucht entscheiden. Denn im besten Fall werden rassetypische Erkrankungen minimiert.

Wann wäre ein Hund aus der Zucht sinnvoll? Zum Beispiel bei großen Rassen, die häufig unter Ellbogen- oder Hüftdysplasie (ED, HD) leiden. Oder bei überzüchteten Rassen, deren Probleme durch heutige Züchter gelindert werden. Selbstverständlich sollte auch dann ein Hund vom Züchter stammen, wenn man selber züchten möchte oder sich schlichtweg in eine bestimmte Rasse verliebt hat. Außerdem: Der Hund vom Züchter kommt immer als Welpe ins Haus. Man begleitet den Hund von Anfang an, lernt seinen Charakter kennen, formt ihn, zieht ihn selber groß - mit allen Vor- und Nachteilen der Hundeerziehung - und wählt selber einen Namen - etwa mit Hilfe von WelcherName.

Aber: Der Hundekauf beim Züchter garantiert keinesfalls ein kerngesundes Tier oder, dass künftig keine Erkrankungen auftreten. Ernährung, Erziehung, Auslauf und Aktivitäten spielen ebenfalls eine Rolle bei Erkrankungen. Darüber hinaus lässt sich der Züchter seine Arbeit einiges kosten. Hunde aus der Zucht sind daher immer teurer als Fellnasen aus dem Tierheim.

Komm, wir retten einen Hund aus dem Tierheim!

Für viele Menschen steht es außer Frage: Der Hund wird aus dem Tierheim gerettet. Aber bitte nicht übereilt! Nur weil das Tier mit süßen Äuglein dreinschaut und sich gleich freut, wenn man es auf den Arm nimmt, ist es unter Umständen nicht die richtige Wahl. Der Hund sollte dennoch in Rasse und Charakter zu einem passen. Und jeder Hund im Tierheim hat eine Vorgeschichte. Ob das Tier schwierige Verhaltensweisen oder Ängste hat, sollte man daher im Vorfeld herausfinden - etwa durch mehrmaliges Spazierengehen. Viele Tierheime können darüber Auskunft geben, aber 100 % weiß man es nicht. Wenn der Hund aus dem Tierheim nicht der erste ist, klappt es häufig besser. Zudem sollte man mit viel Zeit und Geduld ins gemeinsame Zusammenleben starten, um den Hund wirklich gut kennenzulernen. Schließlich muss auch er sich an Sie gewöhnen. Viele gerettete Hunde sind aber sehr dankbar für ihr neues Zuhause und zeigen dies mit Treue und unbändiger Freude. Selbstverständlich ist ein Hund aus dem Tierheim auch kostengünstiger. Meist zahlt man nur eine geringe Ablöse.

Freude - ebenso wie Schwierigkeiten - kann man mit jedem Hund, jeder Rasse und jeder Herkunft haben. Anfänger haben es durchaus mit Welpen (aus der Zucht oder dem Tierheim) einfacher. Erfahrene Hundehalter stören sich meist nicht an älteren Hunden aus dem Tierheim mit bereits der einen oder anderen Marotte.