Welche Hundeleine?

Weil Ihr Hund einzigartig ist: Individuelle Hundeleine statt Einheitsleine

Jeder Hund ist etwas anders. Natürlich gibt es die offensichtlichen Unterschiede: Manche Rassen sind größer, andere kleiner, manche sind stämmiger und gedrungen, während wieder andere Hunde eher schlank gebaut sind. Mit der Leine hat das insofern zu tun, als dass kräftige, große Hunde unter Umständen eine haltbarere Leine benötigen als kleine, zierliche und damit nicht so starke Tiere. Aber auch der Charakter, die Erziehung und der Lebensstil sind wichtige Faktoren bei der Wahl der Hundeleine.

Energiebündel, Träumer, verspielt oder extrem gehorsam?

Es gibt Hunde, die sind - und das ganz unabhängig von der Rasse - einfach nicht zu bändigen. Sie wollen rennen und toben, sind neugierig, lassen sich von allem ablenken und jagen nicht nur den eigenen Schwanz, sondern auch im Wind treibende Blätter, Schmetterlinge, Fliegen und Nebelschwaden. Sie sind vielleicht sogar gehorsam, vergessen ob der vielen spannenden Details um sie herum aber immer wieder, dass sie nicht an der Leine zerren sollen. Für diese Hunde gibt es verschiedene Lösungen: Eine besonders stabile Leine, die an einem Brustgurt anstelle des Halsbandes befestigt wird, weist den Hund schmerzfrei in seine Schranken und ermöglicht das sichere Halten (Brustgurt bei großen Tieren entsprechend auch für Herrchen oder Frauchen). Oder Sie haben eine Flexi-Rollleine, mit der Sie Ihrem Tier im Gelände den nötigen Freilauf geben können. Diese Leinen, die im großen Kasten aufgerollt werden und nur bei Bedarf Freilauf bieten, gibt es auch in stabilen Varianten für starke Vierbeiner. Eine Feldleine von fünf oder zehn Metern Länge ist ebenfalls eine gute Lösung. Allerdings dürfen diese Leinen nicht in der Stadt verwendet werden. Wer einen sehr gehorsamen Hund hat, kann das Tier im Feld gegebenenfalls auch mal ohne Leine laufen lassen. Das geht aber nur, wenn der Hund weder Tiere erjagt, noch andere Menschen belästigt oder auf privaten Grund läuft.

Die Träumer unter den Hunden gehen versonnen und ruhig neben ihren Besitzern her und verlieren sich bisweilen in ihren Schnüffeleien. Ein kurzer Befehl reicht in der Regel jedoch, um sie wieder an ihre Pflichten zu erinnern. Für so einen ruhigen Hund reicht eine normale, kurze Gehleine aus. Denn das Tier bleibt ohnehin immer nahe am Besitzer oder der Besitzerin, läuft nicht weg und fordert eher wenig Abstand. Gehorsame Tiere können auch nur mit Geschirr gehalten werden, sie brauchen unter Umständen gar keine Leine.

Eine gute Hundeleine hält ein Hundeleben lang

So mancher Vierbeiner erschließt sich die Welt spielend. Da werden Yuccapalmen im Schlafzimmer aus dem Kübel gebuddelt, die Schlappen von Herrchen und Frauchen werden in ihre einzelnen Bauteile zerlegt, Zeitungen und Bücher werden zerfleddert und die Leine wird auseinandergekaut. Die Welt ist zum Spielen da, alles so spannend, und natürlich benutzen Hunde ihre Zähne als Werkzeug, Tastorgan und Greifer. Nicht jede Hundeleine macht das mit. Wenn der kleine oder große Fellträger seine Leine beim Spaziergang selbst im Maul hält, muss es eine stabile und dicke Leine sein. Denn das Material leidet nicht nur durch den Rieb der Zähne, sondern auch unter den Enzymen des Speichels. Dazu kommt, dass viele Hunde ihre Leine gerne mal mit einem Kauknochen verwechseln und die einzelnen heraushängenden Fäden furchtbar lecker finden.

Sehr gehorsame Tiere, die zwar ihren Spieltrieb bei Erlaubnis ausleben, ansonsten aber brav neben Herrchen und Frauchen bleiben, dürfen in den Ortschaften in Deutschland auch am Geschirr geführt werden. Außerhalb der Ortschaft dürfen nur Tiere, die garantiert nicht wildern, sich frei bewegen. Eine Leine ist da überflüssig, das Geschirr kann gegebenenfalls einfach abgenommen werden.

Individuelle Leinen sind schöner

Eine Hundeleine muss man nicht kaufen. Wer ein bisschen Spaß am Basteln hat, sich mit Paracord auskennt oder aus anderen Gründen gerne knotet, kann mit ein paar Karabinern und Ringen wunderschöne und vor allem haltbare Hundeleinen recht schnell selber machen. Angenehm für das Tier ist es, wenn die Leinen zwar festgeknotet werden, auf Zug aber immer noch etwas flexibel sind. Das passende Material gibt es in der Seilerei und im Outdoor-Fachhandel. Übrigens sollten Sie daran denken, ihren Hund zu sichern: Tiere, die reflektierende Elemente in der Leine und auf dem Halsband tragen oder ein LED-Licht am Geschirr haben, werden bei Dämmerung und Dunkelheit besser gesehen. Nicht nur von Ihnen, sondern auch von jedem unvorsichtigen Auto- oder Radfahrer.