Kleine Hunde

Kleine Hunde - das sollten Sie wissen

Hunde / Mops Wer glaubt, kleine Hunde sind anspruchsloser und brauchen nicht so viel Auslauf, wie große Hunde, der liegt oft falsch. Es kommt immer auf die Hunderasse an, unter denen echte Haudegen zu finden sind, welche teilweise die gleichen Ansprüche besitzen und dieselben Bedürfnisse wie große Hunde haben. Einige eignen sich hervorragend als Familienhunde, andere können hingegen weniger mit Kindern, sondern gehen viel lieber auf die Jagd. Unser kleiner Info-Ratgeber beschreibt einige kleine Hunderassen, ihre Eigenschaften und erläutert Wissenswertes über die Erziehung sowie Hundenamen.

Kleine Hunderassen – Zahlen und Fakten

Zu den kleinen Hunderassen zählen Hunde, die eine Widerristhöhe von bis zu circa 30 Zentimetern nicht überschreiten. In ihrer Wesensart sind sie ebenso verschieden, wie es große Hunde sind. Die einen bellen viel, andere sind schnell reizbar, während einige wieder zur Kategorie „Zicken“ zu zählen sind, die auch mal gern zuschnappen oder durch nichts zu erschüttern sind.

Zu den in Deutschland verbreitetsten kleinen Hunderassen zählen:

Augen auf beim Welpenkauf

Wer sich einen Welpen anschaffen möchte, der im Erwachsenenalter unter die kleinen Hunde fällt, wird leider oftmals enttäuscht. Nicht selten erweist sich beispielsweise der kleine Toy-Pudel ausgewachsen als normal großer Hund. Das kann bedingt durch einen der Elterntiere passieren, wenn nicht beide „Toys“ waren. Öfter als erwartet passiert dies, wenn nur das Muttertier zu sehen ist und Verkäufer die Welpen schnell verkaufen oder einen besseren Preis erzielen möchten. Hier sollten Sie grundsätzlich nur auf anerkannte und seriöse Züchter beim Welpenkauf setzen. Über den Verband Deutscher Hunde, kurz VDH, können Sie Listen empfohlener Züchter erhalten.

Beim Kauf eines Hundes nur seriöse Züchter kontaktieren – Zuchtverbände und – vereine helfen gerne weiter

Zudem ist der Kauf über einen seriösen Züchter von Vorteil, da Sie davon ausgehen können, dass die Welpen bis zum Verkauf tiergerecht gehalten wurden und in der Regel nicht krank oder gar mit ansteckenden und / oder unheilbaren Krankheiten angeboten werden beziehungsweise Sie darüber nicht informiert werden. Sollten Sie sich für einen Welpen aus einem städtischen Tierheim entscheiden, sollte der Tierarzt der Einrichtung darüber informieren können, wie groß der Hund wird. Kein Tierheim hat ein Interesse daran, einen Hund zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurücknehmen zu müssen.

Aber nicht jeder Welpenkauf wird über einen Züchter getätigt und nicht immer stehen kompetente, ehrliche Verkäufer/Vermittler vor Ihnen. Vor allem bei Mischlingshunden können sich die Welpen aus einem Wurf deutlich in ihrer endgültigen Größe unterscheiden. In manchen Situationen ist es deshalb wichtig, dass Sie selbst an bestimmten Merkmalen in etwa einschätzen können, ob der Hund klein bleibt oder mittelgroß oder gar groß werden wird.

Wie groß wird ein Hund? Nicht alle Merkmale helfen wirklich weiter

Ein falscher Mythos besagt: je größer die Pfoten oder der Knubbel in der Mitte der Vorderbeine eines Welpen, desto größer wird der Hund. Das ist so nicht richtig. Eine Deutsche Dogge wird als Welpe sicherlich deutlich größere Pfoten haben, als ein Rauhaardackel, aber wenn Sie einen kleinen Hund suchen, ist der Unterschied zu einem mittelgroß werdenden Hund meist kaum sichtbar.

Orientierungshilfe gibt die Körpergröße. Welpen, die mit acht Wochen maximal 20 Zentimeter hoch sind, bleiben in der Regel klein. Alles was darüber geht, fällt unter mittelgroße oder große Hunde. Rüden werden meist etwas größer, als Hündinnen. Übrigens erreichen kleine Hunde schon mit circa sieben Monaten ihre endgültige Größe.

Erziehung ist auch für kleine Hunde Pflicht!

Auch kleine Hunde benötigen eine gründliche Erziehung, um mit ihnen problemlos umgehen zu können. Gerade sie werden oftmals vermenschlicht, betüddelt und verhätschelt. Eine konsequente Hand bleibt aus und nicht selten entwickeln sich die kleinen Vierpfoten zu eigensinnigen, frechen sowie auch aggressiven Tieren, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen.

Unerzogene Hunde können mit kleiner Größe extrem nervenaufreibend sein, wenn sie nicht von Anfang an geltende Regeln und Verhaltensweisen herangeführt werden. Zerfetzte Sofakissen und Schuhe, Kratzen auf dem teuren Parkettfußboden, Anspringen von Besuch und/oder Kindern, das Verfolgen und Verbellen von Joggern oder das Ziehen an der Leine sind nur einige Beispiele, die durch eine gute Erziehung vermieden beziehungsweise in den Griff zu bekommen sind.

Grundsätzlich leichter, einen Welpen zu erziehen

Es ist grundsätzlich leichter, einen Welpen zu erziehen, denn haben sich erst einmal schlechte Manieren oder Verhaltensmuster eingeschlichen, sind sie nur schwer wieder abzugewöhnen. Grundsätzlich gilt bei der Hundeerziehung: konsequent sein und trainieren, trainieren, trainieren. Gehorsam ist das A und O einer Erziehung, welche zu Beginn stets durch nur eine Bezugsperson erfolgen sollte. Eine professionelle Hundeschule ist insbesondere für Neulinge in der Hundehaltung/Hundeerziehung die beste Möglichkeit, so wenig wie möglich Fehler zu machen. Hier werden in der Regel bereits Welpenkurse angeboten, so dass die Hunde frühzeitig an eine Erziehung herangeführt werden.

Allerdings gibt es auch kleine Hunde, deren Erziehung viel Erfahrung, Ausdauer und Geduld abverlangt, so wie zum Beispiel der Jack-Russell-Terrier. Daher ist er einer von wenigen Kleinhunden, die als „Ersthund“ weniger geeignet sind.

Verschiedene kleine Hundetypen auf einen Blick

Viele kleine Rassen sind einst speziell für die Jagd auf Ratten, Füchse, Hasen oder Dachse gezüchtet worden. Sie besitzen meist heute noch einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Andere kleine Hunde sind die perfekten Familienhunde, weil sie gut mit Kindern können und vielfach sogar gleichzeitig als gute Wachhunde fungieren.

Wer vor allem einen kleinen Wachhund wünscht, kommt auch bei einer kleinen Rasse nicht zu kurz. Schlechter sieht es allerdings bei Blindenhunden unter den Kleinhunden aus. Für diese Aufgabe sind kleine Hunde nicht geeignet.

Kleine Familienhunde

  • Prager Rattler - temperamentvoll, bewegungs- und spielfreudig, aufmerksam - jagt auch gern
  • Zwergspitz - unproblematischer, friedvoller und geduldiger Hund mit gutem Gehör und Sinn für die Besitzverteidigung
  • Pekingese - als Familienhund für die Wohnhaltung geeignet - braucht viel Auslauf und Fellpflege
  • Malteser - Auslauf liebender Hund - kinderfreundlich und nicht besonders haarend
  • Japan Chin - kommt gut mit Kindern zurecht, ist aber empfindlich gegenüber grober Behandlung durch zu kleine Kinder
  • Norfolk Terrier - leicht zu führen - braucht viel Auslauf- spielfreudig und geduldig im Umgang mit Kindern - auch guter Wachhund
  • Border Terrier - braucht enorm viel Auslauf, so dass er für das Stadtleben weniger geeignet ist
  • West Highland White Terrier - lebendiger Familienhund, der gern auch mal schmust und Haus sowie Hof bewacht
  • Mops - perfekter Wohnungshund für die ganze Familie - wenig Fellpflege, dafür aber viel Auslauf
  • Französische Bulldogge - lieb, verspielt, verschmust und geduldig mit Kindern - optimal für Hundeanfänger geeignet

Kleine Jagdhunde-Rassen

Kleine Wachhunde

  • Chihuahua - besitzt eine niedrige Reizschwelle, weshalb er ungeeignet für Familien mit Kindern ist, dafür aber umso besser wacht
  • Yorkshire Terrier - passt extrem gut auf, meldet sofort Ungewöhnliches und optimal für Tierhaarallergiker geeignet
  • Dackel (Kurzhaardackel, Langhaardackel, Rauhaardackel) - guter Wachhund, der wenig Auslauf benötigt
  • Zwergpinscher - für Familien mit Kind weniger tauglich, dafür aber ein sehr wachsamer Hund, der mittelmäßigen Auslauf braucht