Ein Katzenbaby?

Kitten oder ausgewachsene Katze - wie alt sollte die Katze sein? Hilfe bei der Entscheidung

Wer sich eine Katze zulegen möchte, der überlegt sich immer auch, ob es ein kleines, junges Kätzchen oder eine erwachsene Katze sein soll. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine erwachsene, ältere Katze zuzulegen, verbindet seinen Wunsch immer auch mit einer guten Tat. Schließlich ist es ein schöner Gedanke, eine Tierheimkatze in sein Zuhause zu holen. Die perfekte Antwort kann es kaum geben. Jeder muss für sich selbst oder im Kreis der Familie Vorteile und Nachteile abwägen.

Ein kleines Babykätzchen, das nur zwei bis vierzehn Wochen alt ist, übt auf uns Menschen eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Es ist süß, schutzbedürftig, tollpatschig, stundenlang können wir ihm zuschauen. Ganz klar - ein kleines Kitten hat eine Art Babybonus. Wirft das Kätzchen den Schnurrmotor, an, ist es um uns geschehen. Mit einem Kitten ist so richtig Leben in der Wohnung.

Von einem kleinen Babykätzchen geht eine ganz besondere Anziehungskraft aus

Qual der Wahl: Wer sich letztlich für ein junges Kätzchen entschieden hat, den haben oft eines oder mehrere der folgenden Argumente überzeugt:

  1. Ein kleines Kätzchen verbringt sein Leben mit mir. Ich kann beobachten, wie es heranwächst, wir gewöhnen uns maximal aneinander.
  2. Kleine Kätzchen haben kaum schlechte Erfahrungen gemacht. Den kleinen Erziehungskorridor, den man bei einer Katze hat, kann man voll ausschöpfen.
  3. Ich kenne die Herkunft des Kätzchens, seine Vorgeschichte ist für mich kein Buch mit sieben Siegeln.
  4. Für Familien mit kleinen Kindern ist ein gut sozialisiertes Kitten, das in seinen ersten Lebenswochen viel Liebe erfahren kann, oft ideal.
  5. Gerade dann, wenn es sich um die erste Katze handelt, kann ein kleines Kätzchen unkomplizierter sein.

Anders derjenige, der die Wahl hatte, sich am Ende aber für eine erwachsene Katze entschieden hat:

  1. Ich will etwas Gutes tun - kleine Kätzchen finden immer ein Zuhause. Ältere, mehrjährige Katzen haben aber auch eine Chance verdient. Einem solchen Stubentiger möchte ich ein liebevolles Zuhause bieten.
  2. Erwachsene haben ihre Sturm- und Drangzeit hinter sich. Eine ausgeglichene Katze passt besser in mein Leben.
  3. Ich konnte mich mit der erwachsenen Katze beschäftigen und habe dabei ihr Wesen kennengelernt. Bei einem kleinen Kätzchen weiß man ja nicht, wie es sich entwickelt, wie sein Charakter später mal sein wird.
  4. Eine erwachsene Katze oder Kater ist bereits kastriert oder sterilisiert - darum muss man sich nicht mehr kümmern. Auch sind sie in der Regel bereits gechippt oder tätowiert.
  5. Kleine Freigänger sind oft das Objekt der Begierde von Katzendieben. Dann all die Gefahren, denen kleine, besonders neugierige Kätzchen in einem besonderen Maße ausgesetzt sind.

Letztlich kommt es auch auf die individuelle Lebenssituation an. Sind kleine Kinder im Haushalt, werden diese oft für das Babykätzchen votieren. Generell kann man keine Empfehlung geben. Und schon gar nicht sollte man eine Entscheidung kritisieren. Ganz gleich, wie alt ein Kätzchen ist und um welche Katzenrasse es sich handelt - ein jedes Kätzchen hat schönes und liebevolles Zuhause verdient, in dem auch auf seine Bedürfnisse eingegangen wird.