Katzenfutter

Katzenfutter - Trockenfutter oder Nassfutter?

Wer vor den Regalen steht und sich für ein Katzenfutter entscheiden muss, der hat die Qual der Wahl. Unfassbar, wie reichhaltig und vielschichtig das Angebot ist. Vorweg: Man sollte immer die Kirche im Dorf lassen. Und: Man sollte den Mut haben, experimentierfreudig zu sein. Den kleinen Liebling kann man sowohl mit Nassfutter als auch mit Trockenfutter gesund und im Blick auf Nährstoffe, Vitamine und Mineralien, ausgewogen ernähren. Beides bietet Vor- und Nachteile. An dieser Stelle sollen von unabhängiger Seite die Pro- und Contra-Argumente zusammengetragen werden. Auch besteht immer die Möglichkeit, Trockenfutter und Nassfutter zu mischen.

Pro: Die Vorteile von Trockenfutter

  • Trockenfutter ist keineswegs das "schlechtere" Futter. Trockenfutter kommt dem natürlichen Fressverhalten der Katze sehr nahe. Trockenfutter im Napf wird nicht so schnell schlecht. Es liegt in der Natur der Katze, mehrere Mahlzeiten zu nehmen. Immer wieder kann die Katze ihren Napf ansteuern. Viele Katzenhalter befüllen am Morgen den Futternapf mit einer Tagesration. Vor allem berufstätige Katzeneltern profitieren von den Vorteilen des Trockenfutters.
  • Trockenfutter ist praktisch. Man muss nicht so viel schleppen, Trockenfutter ist lange haltbar und kostet aufgrund der niedrigen Transportkosten weniger als Nassfutter.
  • Trockenfutter ist gut für die Zähne. Durch das Zerkauen werden die Zähne mechanisch gereinigt. Durch das starke Kauen wird der Speichelfluss besser angeregt, was zu einer verbesserten Verdauung der Nahrung führt.

Contra: Nachteile von Trockenfutter

  • Ist der Sack mit Trockenfutter zu lange geöffnet, können Vitamine zerstört werden. Ein Tipp: Trockenfutter einfrieren.
  • Ein offener Sack mit Trockenfutter ist ein Magnet für "Ungeziefer" wie Milben.
  • Auch können Fette ranzig werden. Man sollte den Futtersack also gut verschließen und zügig aufbrauchen. Lieber einen kleinen Sack kaufen.
  • Wer das Trockenfutter in einer verschließbaren Futtertonne aufbewahrt, der sollte daran denken, dass er die Tonne immer wieder gründlich reinigen sollte.
  • Bei der Dosierung von Trockenfutter sollte man darauf achten, dass man dem Tier nicht zu viel gibt. Gerade bei Trockenfutter gibt man dem Tier oft zu viel in den Napf. Übergewicht ist dann die Folge.
  • Wer seiner Katze Trockenfutter gibt, der sollte darauf achten, dass das Tier genug trinkt.

Pro: Vorteile von Nassfutter

  • Nassfutter schmeckt der Katze oft besser als Trockenfutter.
  • Nassfutter ist oft reich an Eiweiß - die Katze liebt das!
  • Nassfutter liefert viel Flüssigkeit. Etwa 80 Prozent des Futters besteht aus Wasser. Leidet eine Katze an Verstopfung oder Harnsteinen, dann rät der Tierarzt oft zu Nassfutter.
  • Nassfutter in der Dose hält sich sehr lange, oft über Jahre.
  • Zu viel Nassfutter im Napf? Nicht so schlimm wie bei Trockenfutter. Ein Überdosieren ist also nicht so tragisch. vPortionsweise in kleinen Dosen lässt sich Nassfutter gut lagern.

Contra: Nachteile von Nassfutter

  • Wer Nassfutter vom Supermarkt nach Hause schleppt, der muss wissen, dass er in erster Linie Wasser transportiert. Unpraktisch und wenig umweltfreundlich ist das!
  • Nassfutter verursacht viel Verpackungsmüll. Vor allem die Produktion der Aluminiumverpackungen ist sehr aufwendig und energieintensiv.
  • Nassfutter verdirbt schnell und zieht im Sommer Insekten wie Milben und Fliegen an.
  • Viele kleine Mahlzeiten, die wichtig sind für die Katze, lassen sich mit Nassfutter kaum realisieren.