Tipps zum Katzenkauf

Praktische Tipps zum Katzenkauf

Ist die Entscheidung gefallen, dass man sich eine Katze anschafft, sollte man sich Gedanken darübermachen, was für eine Katze es denn sein soll. Soll es eine erwachsene Katze sein - beispielsweise aus dem Tierheim? Könnte es auch eine Rassekatze sein? Hilft der Blick in Kleinanzeigen-Portale im Internet oder in der Tageszeitung? Wer sich über Rassekatzen informiert, der wird schnell feststellen, wie vielfältig die Katzenwelt ist. Die unterschiedlichen Katzen haben an ihren Menschen aber auch ganz unterschiedliche Anforderungen. Eine Katze mit sehr langem Fell benötigt oft eine intensive Fellpflege. Ein kurzes Fell kann die Katze in der Regel selbst pflegen. Der Preis spielt auch eine Rolle. Viele Katzen-Interessierte staunen nicht schlecht, wenn sie den Preis eines kleinen Kätzchens erfahren - mehrere hundert Euro werden schnell aufgerufen. Für ganz spezielle Katzenrassen können auch mehrere tausend Euro fällig werden. Die Katze aus dem Tierheim wird in der Regel gegen eine geringe Schutzgebühr angeboten. Eine Katze von Privat wechselt oft kostenlos den Besitzer.

Katzenrassen: Eine Katze mit sehr langem Fell benötigt oft eine intensive Fellpflege

Menschen, die beruflich stark eingespannt sind und sich tagsüber eher weniger um ein Haustier kümmern können, sollten sich zunächst einmal ernsthaft darüber Gedanken machen, ob sie einer Katze überhaupt gerecht werden können. Auch sollten Fragen geklärt werden wie:

  • Wohin mit meiner Katze in der Urlaubszeit oder während Geschäftsreisen?
  • Wer kann meine Katze betreuen, wenn ich mal krank bin?
  • Eine Katze kann 15 bis 20 Jahre alt werden - kann das Haustier ein Katzenleben lang bei mir sein?

Eine Katze ist ein Lebewesen, für das man Verantwortung trägt. Zeit, Zuwendung, Kosten für Futter und den Tierarzt - die Entscheidung Pro oder Contra Haustier will sorgfältig abgewogen sein. Gegebenenfalls sollte man sich für zwei Katzen entscheiden, damit Einsamkeit erst gar nicht aufkommt. Wichtig ist, dass beide Katzen miteinander können. Wenn beide Katzen aus einem Wurf sind - umso besser. Tierärzte, Mitarbeiter eines Tierheims oder Züchter sind in diesen Fragen wichtige Berater.

Kostenfaktor Haustier - über die Kosten einer Katze sollte man sich im Klaren sein

Wer sich eine Katze oder einen Kater zulegt, der sollte sich über die Kosten im Klaren sein, die damit verbunden sind. Und diese Kosten sind nicht zu unterschätzen - bei aller Freude, die mit dem kleinen Haustier einhergehen. Die Kosten für eine Katze hängen ab von Alter, Rasse und Gesundheit der Katze. Kosten fallen schon vor dem Katzenkauf an. Die Erstausstattung sollte vorhanden sein, bevor die Katze in die Wohnung kommt. Die einzelnen Positionen:

  • Grundausstattung (Katzenklo, Kratzbaum, Transportbox, Schlafplatz, Napf für Wasser und Futter, Katzenstreu)
  • Nahrung
  • Katzenstreu
  • Spielzeug
  • Betreuung / Tierpension
  • Versicherung
  • Tierarzt (regelmäßige Impfungen, Wurmkuren, mögliche akute Erkrankungen)

Die jährlichen Ausgaben für einen Stubentiger lassen sich mit rund 500 Euro beziffern. Studien gehen davon aus, dass in einem durchschnittlichen Katzenleben rund 10.000 Euro Kosten anfallen. Allein die Erstausstattung kostet mindestens 100 Euro.

Züchter oder Tierheim? Deutsche greifen beim Katzenkauf gerne tief in die Tasche

Züchter oder Tierheim? Die Kosten für eine Rassekatze vom Züchter sind hoch. Dennoch greifen die Deutschen für einen edlen Stubentiger gerne tief in die Tasche. Die Preise bestimmt der Markt - das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Bis zu 2.500 Euro kostet eine Perserkatze oder eine Bengalkatze. Knapp 1.000 Euro werden für eine British Kurzhaarkatze fällig. Je seltener und edler die Rasse, umso edler auch die Preise. Im Tierheim hingegen werden zwischen 100 und 250 Euro fällig. Im Preis enthalten ist zumeist schon der erste Impfschutz, eine Wurmkur und die Kastration bzw. Sterilisation des Tieres. Wer sich für eine Katze aus dem Tierheim entscheidet, der lebt auch mit dem Gefühl, eine gute Tat vollbracht zu haben. Ebenfalls eine gute Tat ist es, eine Katze von Privat aufzunehmen. Wichtig ist dann, dass man mit dem Kätzchen unmittelbar einen Tierarzt aufsucht.

Woran erkenne ich, ob die Katze zu mir und meiner Familie passt?

Ob die Katze gesund ist, kann letztlich nur ein Tierarzt feststellen. Dennoch gibt es Merkmale, an denen man erkennen kann, ob das Kätzchen passt:

  • Begegnet einem die Katze aufgeschlossen, will sie gestreichelt werden, dann ist das erste Eis schon mal gebrochen. Ist die Katze zutraulich und hat sie einen ausgeprägten Spieltrieb, sind wichtige Hinweise. Anders verhält es sich, wenn die Katze sehr verängstigt ist und sich versteckt.
  • Die ersten Wochen sollte eine Katze in einer liebevollen Umgebung und nicht etwa in einem Zwinger aufwachsen. An der Reaktion der Katze kann man schnell feststellen, ob sie Menschen gewöhnt ist. Vor der 12. Woche sollte eine Katze nicht abgegeben werden.
  • Wie ist das allgemeine Erscheinungsbild der Katze - ist das Fell glänzend und gepflegt. Ein verklebtes Fell kann auf eine Erkrankung hinweisen.