Der Hund – Freund und Begleiter des Menschen

Der ehemals wilde Hund wurde bereits vor Jahrhunderten domestiziert und gilt seitdem als treuer Begleiter des Menschen. Früher erfüllten die Hunde verschiedene Aufgaben im Haus, auf dem Hof oder während der Arbeit des Herrchens. Für diese Aufgaben wurden die Tiere durch eine spezielle Züchtung vorbereitet, siehe Hunderassen.

So hat der große Bernhardiner ausgeprägte Schwimmhäute, und er liebt das Wasser, weil er früher die Fischer begleitete. Die hellen Huskys sind Schlittenhunde, die im hohen Norden zu Hause sind. Sie sind es gewohnt, Tag für Tag viele Kilometer zu laufen. Aus diesem Grund sollten Sie einen Husky niemals in der Wohnung halten. Das Tier braucht viel Auslauf und Bewegung. Wie es sein Name bereits verrät, begleitete der Schäferhund sein Herrchen auf die Weide und sorgte für die Sicherheit der Tiere.

Wenn Sie sich einen Hund kaufen möchten und eine bestimmte Rasse im Hinterkopf haben, sollten Sie sich zuerst mit der Geschichte des Hundes beschäftigen. Finden Sie alles über die Art und die Haltung heraus und überlege Sie dann, ob das Tier zu Ihrer Lebensweise und zu Ihrer Art zu wohnen passt. Sie kaufen sich ein Haustier, dass Sie über viele Jahre begleiten wird. Ein Hund ist ein Familienmitglied, das sich eng an Ihr Leben anschließt. Das Tier möchte alles mit Ihnen teilen. Dies sollten Sie in Bezug auf Ihre Aktivitäten in der Freizeit unbedingt bedenken.

Einen Hund als Geschenk?

Es ist auch selten eine gute Idee, einen Hund an ein Kind zu Weihnachten oder zum Geburtstag zu verschenken. Wenn Sie dies planen, sollten Sie sich dessen bewusst sein, dass Sie einen großen Teil der Arbeit und der Betreuung übernehmen werden. Viele Kinder, die sich einen Hund wünschen, verlieren im Laufe der Zeit die Lust an der Betreuung. Die Kinder werden älter, gehen ihrer Weg, entwickeln neue Interessen. Für Ausbildung oder Studium verlassen Sie das Haus, und es kann sein, dass sie den Hund nicht mitnehmen können. Aus diesem Grund sollten in erster Linie Sie selbst bereit sein, das Tier bei sich zu Hause aufzunehmen. Sie können es Ihrem Kind schenken, aber behalten Sie dabei unbedingt im Hinterkopf, dass Sie die Funktion des Herrchens übernehmen werden und Ihr Kind bei der Betreuung nur eine Unterstützung ist.

Hundehaltung – Passt ein Hund zu mir?

Große Verantwortung für ein Lebewesen

Sie möchten sich einen Hund anschaffen? Da kommt viel Abwechslung und Freude auf Sie zu, aber auch sehr viel Verantwortung, der man sich stets bewusst sein sollte. Denn Hundehaltung bedeutet nicht nur Geduld und Liebe für ein künftig zur Familie gehörendes Tier. Ein Hund braucht geregelten Auslauf, artgerechte Ernährung und Unterkunft. Er erwartet, dass Sie für ihn Zeit haben und ihn entsprechend pflegen. Zu beachten sind diverse allgemeinrechtliche Gesetze und vor allem die Vorschriften des Tierschutzgesetzes. Ein Hund schenkt Ihnen dann seine ganze Liebe und sein Vertrauen, wenn Sie es sich verdienen. Wie ein Kind Ihre Fürsorge und Zuneigung braucht, erwartet auch Ihr Hund, dass Sie sich angemessen um ihn kümmern.

Je nach Größe und Temperament Ihres Hundes kommt die Haltung in der Wohnung oder im Freien in Frage. Wenn Sie einen großen, lebhaften, robusten Hund, beispielsweise einen Deutschen Schäferhund, besitzen, wäre ein Garten ideal. Ein geräumiger, stabiler und gut isolierter Zwinger, den er jederzeit als Ruheort benutzen kann, gehört dann ebenso dazu. Ein kleiner, gemütlicher, fast idealer Hund für Haltung in der Wohnung ist beispielsweise ein Havaneser. Allerdings gibt es auch große Hunde, wie z. B. die deutsche Dogge, die sich dank ihrer Ruhe für Wohnungen jederzeit eignen. Andererseits ist ein kleiner Jack Russel Terrier wegen seiner starken Aktivität nicht gerade der ideale Wohnungshund.

Entscheidend für die Haltung eines Hundes sind deshalb sein Bewegungsdrang, sein Charakter und sein Wesen. Die Aussage: „Großer Hund im Garten – kleiner Hund in der Wohnung“ stimmt also nicht unbedingt.

Zur Hundehaltung gehört eine artgerechte Ernährung

Ihr Hund braucht, um gesund zu bleiben, die richtigen Nährstoffe. Wenn Sie Ihren Hund gut ernähren möchten, liegen Sie mit hochwertigem Fertigfutter meist richtig. Es sollte möglichst frei von Getreide sein und Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett müssen in ausgewogenem Verhältnis stehen. Wichtig sind dazu Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Manche Experten empfehlen auch BARF, die biologisch artgerechte Rohfütterung. Auf jeden Fall sollte Sie Ihrem Hund immer frisches Wasser anbieten. Achten Sie bitte darauf, dass die Mahlzeiten, je nach Alter des Hundes, ein oder mehrmals täglich bereitstehen. In etwa sollten auch die Zeitpunkte der Mahlzeiten täglich gleich sein. Rohes Schweinefleisch, splitternde Knochen und Alkohol und Zucker sind für Hunde tabu. Gelegentlich mal eine Karotte oder ein Kalbsknochen kann dagegen für jeden Hund eine willkommene Abwechslung sein. Reste Ihrer eigenen Speisen sollten Sie dem Hund nicht geben. Ein Hund ist kein Mülleimer! Gewürze und Geschmacksverstärker könnten zu Magen- und Darmstörungen bei Ihrem Tier führen.

Pflege und Vorsorge sind Aufgaben des Hundehalters

Pflege des Hundes bedeutet dabei neben angenehmem Ruheplatz in Wohnung oder Zwinger auch das Sauberhalten dieser Plätze. Dazu gehören auch regelmäßige Spaziergänge (Gassi gehen), damit Ihr Freund sich ausreichend bewegen, aber auch in Ruhe entleeren kann. Je nach Fellart des Hundes sind Bürsten und Kämmen mehr oder weniger oft nötig. Kurzhaar braucht etwas weniger Pflege als das mehr zum Verfilzen neigende Langhaar. Achten Sie auf mögliche Verletzungen, auf eventuellen Floh- oder Zeckenbefall. Augen, Ohren, Krallen und Pfoten brauchen ebenfalls immer mal Pflege. Auch Ausbildung, Erziehung und Hundesport können Teile der Hundepflege sein. Unbedingt zur Vorsorge gehören, neben einer Haftpflichtversicherung, die nötigen Impfungen, einschließlich deren Auffrischungen. Sie schützen vor den sechs gefährlichsten Hundekrankheiten wie Hepatitis, Tollwut, Leptospirose, Parvovirose, Staupe und Virushusten. Auch eine gelegentliche Entwurmung fällt in den Aufgabenbereich eines verantwortungsvollen Hundehalters. Am Schluss ein wichtiger Rat: Lassen Sie Ihren Hund möglichst wenig allein!

Rüde oder Hündin?

Tipps für die Hundeauswahl

Es gibt mindestens so viele Meinungen wie Hundehalter – auch zum Thema, welches Geschlecht der flauschige Familienzuwachs haben sollte? Selbstverständlich gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede, aber längst gilt nicht jedes Vorurteil in Bezug auf Rüden und Hündinnen!

Dass sich Weibchen und Männchen unterschiedlich verhalten, ist keine Überraschung – und hat Gründe. Der Rüde ist für das „Verteidigen“ des Territoriums und Rudels verantwortlich – etwa durch Markieren, eine imposante Gestalt, Vertreiben durch Gebell und Knurren. Seine natürlichen Aufgaben erklären logischerweise auch seine heutigen Verhaltensweisen: Markieren, Machogehabe, Aufstellen, Bellen und Verteidigen. Das Verhalten wird nicht nur auf verführerische Hundedamen übertragen, sondern gleichfalls auch das menschliche Rudel. Je nach Rasse haben Rüden einen besonders ausgeprägten Beschützerinstinkt.

Das Hundeweibchen ist hingegen für den Nachwuchs zuständig. In freier Natur würden sie sich um die Austragung, Geburt und Versorgung der Welpen kümmern. Da es im Alltag aber nur selten zur Deckung der Hündin kommt, entwickelt sie mitunter eine Scheinschwangerschaft. Einige Hündinnen lassen sich diese nicht anmerken, weder körperlich noch emotional. Bei anderen erkennt man hingegen ein deutliches „Mutterverhalten“ mit Nestbau, Trägheit und dem Behüten von z. B. Spielzeug.

Dominanter Rüde – verschmuste Hündin?

Was nun? Sind Rüden jetzt dominanter und Hündinnen verschmuster? Pauschale Antworten gibt es darauf nicht. Viele Rüden sind sehr verschmust und begleiten ihren Besitzer treu. Einige Hündinnen können durchaus zickig sein – insbesondere gegenüber anderen Weibchen. Kämpfe zwischen Hündinnen können sogar gefährlicher sein als bei Rüden, die immer mal wieder ihre Rangfolge klären. Eine Kastration kann mildernden Einfluss auf den Hund haben – sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen. Wichtig ist aber: Eine Erziehung ersetzt eine Kastration nicht – frei nach dem Motto „jetzt gehorcht der Hund besser“. Beide Geschlechter müssen gleichermaßen intensiv erzogen werden. Unterschiede kann man lediglich bei verschiedenen Rassen machen.

Bei der Auswahl des Hundegeschlechts, wenn man sich im Vorfeld überhaupt für eines entscheiden möchte, spielen viele Dinge eine Rolle. Nicht nur vermeintliche Charakterzüge, sondern etwa auch die Optik und Größe des Hundes. Grundsätzlich sind Weibchen kleiner, zierlicher und schlanker als Rüden. Der Rüde hingegen muss imponieren und verteidigen – und das tut er mit einer großen Statur, breiter Brust und kräftigen Beinen. Einen Unterschied – ob Rüde oder Hündin – kann die Körperbeschaffenheit vor allem bei großen Rassen machen. Große, kräftige Hunde brauchen oft viel Auslauf.

Hundeauswahl: Was nimmt man nun? Rüde oder Hündin?

Läufige Hündinnen können ebenso zickig und ungehorsam sein wie pubertierende Rüden. Männchen können ebenso verschmust und anhänglich sein wie Weibchen. Charakterabhängig kann man jedoch sagen, dass Hündinnen in der Regel umgänglicher und leichter zu führen sind. Rüden sind – insbesondere dann, wenn läufige Hündinnen in der Nähe sind – nicht immer ganz einfach. Bei vielen Hundebesitzern sind geschlechtsspezifische Unterschiede aber nur Nebensache. Für viele ist es ein Bauchgefühl, dass sie lieber eine Hündin oder einen Rüden möchten.

Einzig bei der Entscheidung für einen Zweithund sollte man die Geschlechtsfrage besser durchdenken. Rüden zeigen sich durchaus tolerant gegenüber Neuankömmlingen, wenn diese noch im Welpenalter sind. Hündinnen können zickig reagieren und sie als Konkurrenz wahrnehmen. In der Regel vertragen sich gemischte Geschlechter am besten. Dann empfiehlt es sich aber, wenigstens die Hündin zu kastrieren. Andernfalls könnte es nicht nur zur Verpaarung kommen. Der Rüde würde bei jeder Läufigkeit „durchdrehen“.

Der eigentliche Hundekauf

Züchter oder Tierheim? Tipps für die Hundeauswahl

Die Entscheidung ist getroffen: Ein Hund soll ins Haus! Aber woher soll der kommen? Aus dem Tierheim, wo viele süße Fellnasen ein neues Zuhause suchen, oder vom Züchter, der für genetische Vielfalt in der Zucht und somit einen gesunden Welpen sorgt?

Wer einen Hund in seiner Familie aufnehmen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten: das Tierheim (auch via Pflegestelle, Tierrettung) oder ein Züchter. Absolut wichtig: Wenn Sie sich für einen Rassehund entscheiden, kaufen Sie diesen immer bei einem seriösen Hundezüchter. Leider gibt es viele skrupellose Tierhändler, gerne auch als „Hundeproduzenten“ bezeichnet, die „Rassen“ in Massenzuchtanlagen unter schmutzigen und ungesunden Bedingungen heranziehen und diese als vermeintliches „Schnäppchen“ verkaufen.

Ein Hund vom Züchter: Das sollte man wissen!

Neurologische Störungen, Parasiten und Flöhe sind nur einige Probleme bei der Massenproduktion. Dass aus einer solchen „Zucht“ oft kein gesunder Hund entstehen kann, wollen aber viele Menschen nicht zur Kenntnis nehmen. Sie sehen nur die süßen Kulleraugen und die zunächst niedrigen Kosten. Die Ersparnis bei einem solchen Kauf wird sich aber meist in teuren Tierarztkosten „rächen“. Ein seriöser Züchter (beim VDH eingetragen) sorgt für genetische Vielfalt und verringert Risiken erbbedingter Erkrankungen. Das ist ein guter Grund, warum sich viele Menschen für einen Rassehund aus der Zucht entscheiden. Denn im besten Fall werden rassetypische Erkrankungen minimiert.

Wann wäre ein Hund aus der Zucht sinnvoll? Zum Beispiel bei großen Rassen, die häufig unter Ellbogen- oder Hüftdysplasie (ED, HD) leiden. Oder bei überzüchteten Rassen, deren Probleme durch heutige Züchter gelindert werden. Selbstverständlich sollte auch dann ein Hund vom Züchter stammen, wenn man selber züchten möchte oder sich schlichtweg in eine bestimmte Rasse verliebt hat. Außerdem: Der Hund vom Züchter kommt immer als Welpe ins Haus. Man begleitet den Hund von Anfang an, lernt seinen Charakter kennen, formt ihn, zieht ihn selber groß – mit allen Vor- und Nachteilen der Hundeerziehung – und wählt selber einen Hundenamen – bei uns finden Sie weibliche Hundenamen und Hundenamen für Rüden!

Aber: Der Hundekauf beim Züchter garantiert keinesfalls ein kerngesundes Tier oder, dass künftig keine Erkrankungen auftreten. Ernährung, Erziehung, Auslauf und Aktivitäten spielen ebenfalls eine Rolle bei Erkrankungen. Darüber hinaus lässt sich der Züchter seine Arbeit einiges kosten. Hunde aus der Zucht sind daher immer teurer als Fellnasen aus dem Tierheim.

Komm, wir retten einen Hund aus dem Tierheim!

Für viele Menschen steht es außer Frage: Der Hund wird aus dem Tierheim gerettet. Aber bitte nicht übereilt! Nur weil das Tier mit süßen Äuglein dreinschaut und sich gleich freut, wenn man es auf den Arm nimmt, ist es unter Umständen nicht die richtige Wahl. Der Hund sollte dennoch in Rasse und Charakter zu einem passen. Und jeder Hund im Tierheim hat eine Vorgeschichte. Ob das Tier schwierige Verhaltensweisen oder Ängste hat, sollte man daher im Vorfeld herausfinden – etwa durch mehrmaliges Spazierengehen. Viele Tierheime können darüber Auskunft geben, aber 100 % weiß man es nicht. Wenn der Hund aus dem Tierheim nicht der erste ist, klappt es häufig besser. Zudem sollte man mit viel Zeit und Geduld ins gemeinsame Zusammenleben starten, um den Hund wirklich gut kennenzulernen. Schließlich muss auch er sich an Sie gewöhnen. Viele gerettete Hunde sind aber sehr dankbar für ihr neues Zuhause und zeigen dies mit Treue und unbändiger Freude. Selbstverständlich ist ein Hund aus dem Tierheim auch kostengünstiger. Meist zahlt man nur eine geringe Ablöse.

Freude – ebenso wie Schwierigkeiten – kann man mit jedem Hund, jeder Rasse und jeder Herkunft haben. Anfänger haben es durchaus mit Welpen (aus der Zucht oder dem Tierheim) einfacher. Erfahrene Hundehalter stören sich meist nicht an älteren Hunden aus dem Tierheim mit bereits der einen oder anderen Marotte.

Erste Tage mit dem Hund

Die ersten Tage mit dem neuen Hund – was muss ich beachten?

Die Grundlagen des Zusammenlebens: Die ersten Tage mit dem neuen Hund sind entscheidend dafür, wie sich das Verhältnis zwischen Mensch und dem vierbeinigen Begleiter entwickeln wird. Sie, Herrchen oder Frauchen, legen die Grundsteine für ein gesundes, harmonisches Miteinander. Es gilt, dem Hund wichtige Details des Zusammenlebens konsequent beizubringen. Der Hund erfährt, was er darf und was ihm nicht erlaubt ist. Auf diese Weise erhält er bereits am Anfang einen Verhaltensmaßstab, der für Hunde von essenzieller Bedeutung ist.

Der allererste Tag mit dem Hund

Wenn Sie einen Hund zu sich nehmen, ist der erste Tag ganz besonders aufregend. Sie holen Ihren Hund ab – vom Tierheim oder vom Züchter – und zeigen ihm erstmals sein neues Zuhause, in dem er fortan sein Leben verbringen wird. Stellen Sie sicher, dass Sie vor seiner Ankunft alles vorbereitet haben. Ihr Hund benötigt einen Schlaf- und Rückzugsort sowie einen Wassernapf und einen Fressnapf. Der Wassernapf sollte stets frisch befüllt sein. Beim Futternapf ist es anders – hier entscheiden Sie, wann es Fressen gibt. Am ersten Tag gilt es bereits, dem Haustier beizubringen, an welchen Ort es zuhause gehört. Beim Hund ist es zumeist das Körbchen oder eine Decke – lassen Sie ihn also auf seinen Platz gehen. Im Idealfall schläft er dort bald ein. Es ist durchaus möglich, dem Hund den Zutritt zu einigen Zimmern in der Wohnung zu verwehren. Wenn Sie nicht möchten, dass er Küche oder Badezimmer betritt, sollte er diese Beschränkung bereits am ersten Tag erfahren. Schicken Sie ihn aus dem Zimmer, in dem Sie ihn nicht haben möchten. Er wird bald verstehen, was Sie von ihm möchten. Konsequenz hilft dem Tier.

Die folgenden Tage mit Ihrem neuen Gefährten

An den folgenden Tagen bereiten Sie Ihren Hund auf seinen zukünftigen Alltag vor. Am besten haben Sie sich von Ihrer Arbeit freigenommen, um Ihrem Hund ein unbeschwertes Einleben zu ermöglichen. Jetzt finden die ersten Spaziergänge statt. Mit einem Welpen sollten diese nicht zu lang ausfallen, um die noch empfindlichen Gelenke zu schützen. Mit einem bereits erwachsenen neuen Hund können Sie auch gleich längere Ausflüge unternehmen. Hunde wollen der beste Freund ihrer Bezugsperson werden – die Freude darüber, dass Sie sich Zeit nehmen, wird riesengroß sein. Stellen Sie sicher, dass Sie sich intensiv mit Ihrem Hund beschäftigen – so stärken Sie die Bindung zueinander. Besuchen Sie auf Ihren Spaziergängen interessante Orte und spielen Sie gemeinsam. Halten Sie Blickkontakt zu Ihrem Hund, finden Sie heraus, welche Streicheleinheiten der Hund besonders liebt. Um die Grundlage für ein positives Verhältnis zu legen, kann es sich auch lohnen, Ihren Hund zunächst aus der Hand zu füttern. So ist er auf Sie angewiesen, wenn er Nahrung möchte. Diese Strategie ist vor allem bei ängstlichen Hunden empfehlenswert. In den ersten Tagen kann außerdem ein Besuch beim Tierarzt stattfinden. Dieser stellt fest, ob mit dem Hund alles in Ordnung ist und ob er die für ihn notwendigen Impfungen erhalten hat. Weiterhin ist es Zeit, den Hund für die Hundesteuer anzumelden.

Checkliste für die ersten Tage:

  • Vorher Haftpflichtversicherung regeln und Hundezubehör anschaffen
  • Dem Hund am ersten Tag die Wohnung zeigen
  • Für den Hund nicht erlaubte Orte beibringen
  • Dem Hund seinen Platz beibringen
  • Spiele und Spaziergänge zur Stärkung der Bindung
  • Eventuell Tierarztbesuch
  • Hund anmelden
  • Leinenführigkeit, erste Befehle üben

Mögliche Schwierigkeiten am Anfang mit dem Hund

1. Der Hund ist nicht stubenrein

Ein Welpe ist nie komplett stubenrein. Aber auch erwachsene Hunde können am Anfang unsauber sein. Gehen Sie häufig mit Ihrem Hund vor die Tür und beobachten Sie ansonsten sein Verhalten. Es gilt, so schnell wie möglich mit ihm hinauszugehen, wenn er unruhig wird, auffällig schnüffelt oder ähnliche Zeichen gibt. In der Regel wird er bald lernen, wo er sein Geschäft verrichten darf. Hundeeltern sollten lernen, die „Zeichen“ zu erkennen. Kennt man die einschlägigen Zeichen, sollte man beispielsweise schnell eine „Gassirunde“ drehen.

2. Der Hund hat Angst

Geben Sie Ihrem Hund Zeit und bedrängen Sie ihn nicht. Die Fütterung aus der Hand kann hilfreich sein, um Vertrauen aufzubauen. Geben Sie Ihrem Hund Nähe, Zeit und Zuneigung. Wer Liebe gibt, der wird schnell das Eis brechen und Liebe ernten.

3. Der Hund hat Heimweh

Gerade in der ersten Nacht können Hunde Heimweh haben. Versuchen Sie, durch tröstendes Verhalten nicht bestärkend zu wirken. Bleiben Sie ruhig und entspannt – irgendwann wird Ihr Hund einschlafen. Auch Hunde können Alpträume haben. Trösten Sie Ihren Hund mit ruhiger und leiser Stimme.

Hundeerziehung

Die Erziehung eines Hundes

Erziehung ist wichtig. Sie erleichtert vor allem dem Hund das Zusammenleben mit uns Menschen. Nur ein konsequent gut erzogener Hund wird Ihnen ausschließlich Freude bereiten, während Erziehungsfehler die Harmonie nachhaltig beeinträchtigen können.

Grundsätzlich sollten Sie bereits am ersten Tag mit der Erziehung des Hundes anfangen. Stellen Sie sicher, dass auch andere Familienmitglieder dieselben Grundsätze verfolgen. Nur dann ist es möglich, den Hund konsequent auszubilden. Klären Sie vor dem Kauf des Hundes gemeinsam, was ihm erlaubt sein soll. Darf er auf das Sofa? Sollte ihm der Zutritt zu bestimmten Zimmern verboten werden? Wenn Sie von Anfang an Ihre Prinzipien verfolgen, wird Ihr Hund schnell lernen, was er darf und was ihm verboten ist. Hundeeltern sollten dabei immer eine Sprache sprechen.

Der Besuch in einer Hundeschule

Es ist in nahezu jeder Situation hilfreich, eine Hundeschule zu besuchen – ganz egal ob Sie einen sehr kleinen oder einen sehr großen Hund haben. Erfahrene Hundetrainer gehen auf Ihre Bedürfnisse und auf die Ihres Hundes ein. In der Hundeschule bekommt Ihr Hund alle grundlegenden Befehle beigebracht, die er für ein harmonisches Zusammenleben mit Ihnen beherrschen muss. Ein weiterer Vorteil einer Hundeschule besteht darin, dass Ihr Hund dort auf andere Hunde trifft. Er trainiert dabei auch seine sozialen Fähigkeiten – diese sind eine wichtige Voraussetzung für einen gut erzogenen Hund, mit dem Sie ohne Angst spazieren gehen können.

Die wichtigsten Befehle für Ihren Hund

Ein Hund, der neu zu Ihnen kommt, muss zunächst seinen Namen lernen. Er sollte stets auf Zurufen zu Ihnen kommen. Das erreichen Sie, indem Sie ihn belohnen, wenn er nach Ihrem Ruf vor Ihnen steht. Dieses Verhalten ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, mit dem Hund ohne Leine spazieren gehen zu können. Weiterhin sollte Ihr Hund auf seinen Platz gehen, wenn Sie es ihm befehlen. Auch dieses Verhalten wird er am besten dadurch lernen, dass Sie ihn für richtiges Handeln belohnen. Auf seiner Decke oder in seinem Korb kommt Ihr Hund zur Ruhe und Sie stellen sicher, dass er keine Besucher belästigt oder Sie bei der Arbeit stört. Auch das „Aus“ ist ein Befehl mit einer zentralen Bedeutung. Ihr Hund muss Gegenstände und Nahrungsmittel, die er im Maul hat, auf Ihr Kommando sofort fallen lassen. Nur auf diese Weise können Sie ihn vor Vergiftungen und Verletzungen schützen, falls er einen gefährlichen Gegenstand aufgenommen hat.

Es gibt unterschiedliche Methoden, einem Hund einen neuen Befehl beizubringen. In jedem Fall sollten Sie mit einer Belohnung arbeiten – geben Sie Ihrem Hund ein Leckerchen, wenn er etwas richtig gemacht hat. Erziehung lebt außerdem von Wiederholungen. Üben Sie einen Befehl immer wieder – solange, bis er perfekt ausgeführt wird. Bleiben Sie geduldig, falls Ihr Hund zunächst nicht versteht, was von ihm verlangt wird. Mit zunehmender Wiederholung wird er immer sicherer werden.

Sie können auch ausprobieren, ob Ihr Hund auf einen Klicker reagiert. Hierbei konditionieren Sie Ihren Hund auf ein Klickgeräusch, das Sie mit einem kleinen, speziell für diesen Zweck vorgesehenen Gerät erzeugen. Er muss das Geräusch mit einer Belohnung in Verbindung bringen. Das geschieht, indem Sie Ihren Hund nach jedem Klick mit einem Leckerchen füttern. Wenn er diese Verknüpfung hergestellt hat, können Sie ihn nach jeder richtigen Handlung mit einem Klick belohnen. So erfolgt eine unmittelbare Bestätigung – Ihr Hund versteht gleich, welche seiner Verhaltensweisen von Ihnen als positiv bewertet wird.
Denken Sie auch daran, alte Befehle gelegentlich zu wiederholen, damit Ihr Hund sie nicht verlernt. Mit Geduld und ständigem Training sind Sie in der Lage, einen Hund wunschgemäß zu erziehen und zu formen.

Welches Hundefutter?

Die Suche nach dem richtigen Futter

Suchen Sie im Internet nach Hundefutter, so werden Sie eine geradezu überwältigende Masse an Informationen erhalten. Haben Sie dann erst einmal begonnen, sich durch verschiedene Foren, Blogs und Homepages zu lesen, werden Sie schnell erkennen, dass es schier unmöglich ist, die eine Antwort darauf zu finden, welches Hundefutter das richtige ist. Das liegt vor allem daran, dass jeder etwas anderes erzählt und sich viele – vor allem online – gerne als Experten auf ihrem Gebiet ausgeben, ohne dafür jedoch die nötige Qualifikation vorweisen zu können. Damit Sie nicht völlig verloren sind in diesem Dschungel aus wilden Spekulationen, ominösen Checklisten und merkwürdigen Ratschlägen, gilt ein sehr einfaches Grundprinzip: Gut ist, was Ihrem Hund guttut. Sie kennen ihn besser als jeder Internetprofi und wissen, was er mag, wann er sich gut fühlt und wann nicht.

Lassen Sie Ihren Hund mitreden

Wenn Ihr Hund ein Futter von vorneherein ablehnt, wird er seine Gründe dafür haben. Zwingen Sie ihn nicht, das Futter dennoch zu fressen. Auch Sie wären nicht glücklich, etwas essen zu müssen, was Sie nicht mögen. Achten Sie auf den Geruch des Futters. Riecht es angenehm, ist das ein gutes Zeichen. Der Vierbeiner selbst ist der beste Nachweis, ob die Futterwahl richtig ist oder nicht: Wie sieht sein Fell aus? Ist es glänzend oder matt? Sind seine Zähne gesund? Riecht er normal? All diese Anhaltspunkte können Ihnen weiterhelfen und sollten nicht außer Acht gelassen werden.

Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen Trocken-, Nass oder Rohfutter und allein hier gibt es schon zig unterschiedliche Meinungen. Am aufwendigsten ist das Rohfutter, auch BARF (Biologisches Artgerechtes Rohes Futter) genannt. Fertigfutter für Hunde hat sowohl tierische als auch pflanzliche Bestandteile. Der Eiweißgehalt sollte ausgewogen sein, denn zu viel Eiweiß ist schlecht für die Ausscheidungsorgane des Tieres. Calcium und Phosphor muss in ausgewogener Menge enthalten sein, denn beides ist wichtig für die Knochen Ihres Vierbeiners.

Pro / Contra Trockenfutter

Gutes und hochwertiges Trockenfutter hat viele Vorteile. Es ist lange haltbar, verträglich und leicht zu dosieren. Bei der Wahl des richtigen Trockenfutters ist wichtig, dass es alle nötigen Nährstoffe enthält, die ein gesunder Hund braucht. Wenn Sie ein Trockenfutter wählen, das als Alleinfutter oder Vollkost deklariert ist, sind Sie auf einem guten Weg, denn dort sind bereits jene wichtigen Inhaltsstoffe enthalten. Passen Sie jedoch bei günstigen Marken auf, denn ein niedriger Preis bedeutet oft, dass minderwertige Zutaten benutzt wurden. Die größte Gefahr besteht darin, dass in manchem Trockenfutter Zucker oder Zusatzstoffe verarbeitet sind, die zu allergischen Reaktionen oder Unverträglichkeiten führen können. Schauen Sie also besser zweimal nach, was Sie kaufen und lesen Sie immer die Inhaltsstoffe nach. Unabhängige Tests haben ergeben, dass teures Trockenfutter nicht unbedingt auch das beste Futter ist. Regelmäßig schneidet Hundetrockenfutter von Discountern sehr gut ab.

Pro / Contra BARF

Da in Fertigfutter pflanzliche Anteile beigemischt sind, entscheiden sich manche Hundehalter dazu, das Futter für ihr Tier selbst zuzubereiten. Schließlich stammt der Hund ja vom Wolf ab und ist ein Fleischfresser. Grundsätzlich freut sich der Vierbeiner natürlich sehr über etwas Frisches. Vorteile sind, dass Sie die Herkunft der Nahrung kennen, sehen was darin enthalten ist und dass Ihr Hund beim Fressen herzhaft kauen kann. Wichtig ist, dass Sie auf die Herkunft des rohen Fleisches achten. Gegner dieser Methode bringen an, dass gute Kenntnisse über die Futterherstellung nötig sind, um vollwertige Nahrung selbst herzustellen. Fehlen wichtige Nährstoffe, droht eine Unterernährung des Vierbeiners.

Wofür Sie sich auch immer entscheiden, das Wichtigste ist, dass Ihr Hund gesund und fit ist!

Welche Hundeleine?

Individuelle Hundeleine statt Einheitsleine

Jeder Hund ist etwas anders. Natürlich gibt es die offensichtlichen Unterschiede: Manche Rassen sind größer, andere kleiner, manche sind stämmiger und gedrungen, während wieder andere Hunde eher schlank gebaut sind. Mit der Leine hat das insofern zu tun, als dass kräftige, große Hunde unter Umständen eine haltbarere Leine benötigen als kleine, zierliche und damit nicht so starke Tiere. Aber auch der Charakter, die Erziehung und der Lebensstil sind wichtige Faktoren bei der Wahl der Hundeleine.

Es gibt Hunde, die sind – und das ganz unabhängig von der Rasse – einfach nicht zu bändigen. Sie wollen rennen und toben, sind neugierig, lassen sich von allem ablenken und jagen nicht nur den eigenen Schwanz, sondern auch im Wind treibende Blätter, Schmetterlinge, Fliegen und Nebelschwaden. Sie sind vielleicht sogar gehorsam, vergessen ob der vielen spannenden Details um sie herum aber immer wieder, dass sie nicht an der Leine zerren sollen. Für diese Hunde gibt es verschiedene Lösungen: Eine besonders stabile Leine, die an einem Brustgurt anstelle des Halsbandes befestigt wird, weist den Hund schmerzfrei in seine Schranken und ermöglicht das sichere Halten (Brustgurt bei großen Tieren entsprechend auch für Herrchen oder Frauchen). Oder Sie haben eine Flexi-Rollleine, mit der Sie Ihrem Tier im Gelände den nötigen Freilauf geben können. Diese Leinen, die im großen Kasten aufgerollt werden und nur bei Bedarf Freilauf bieten, gibt es auch in stabilen Varianten für starke Vierbeiner. Eine Feldleine von fünf oder zehn Metern Länge ist ebenfalls eine gute Lösung. Allerdings dürfen diese Leinen nicht in der Stadt verwendet werden. Wer einen sehr gehorsamen Hund hat, kann das Tier im Feld gegebenenfalls auch mal ohne Leine laufen lassen. Das geht aber nur, wenn der Hund weder Tiere erjagt, noch andere Menschen belästigt oder auf privaten Grund läuft.

Die Träumer unter den Hunden gehen versonnen und ruhig neben ihren Besitzern her und verlieren sich bisweilen in ihren Schnüffeleien. Ein kurzer Befehl reicht in der Regel jedoch, um sie wieder an ihre Pflichten zu erinnern. Für so einen ruhigen Hund reicht eine normale, kurze Gehleine aus. Denn das Tier bleibt ohnehin immer nahe am Besitzer oder der Besitzerin, läuft nicht weg und fordert eher wenig Abstand. Gehorsame Tiere können auch nur mit Geschirr gehalten werden, sie brauchen unter Umständen gar keine Leine.

Eine gute Hundeleine hält ein Hundeleben lang

So mancher Vierbeiner erschließt sich die Welt spielend. Da werden Yuccapalmen im Schlafzimmer aus dem Kübel gebuddelt, die Schlappen von Herrchen und Frauchen werden in ihre einzelnen Bauteile zerlegt, Zeitungen und Bücher werden zerfleddert und die Leine wird auseinandergekaut. Die Welt ist zum Spielen da, alles so spannend, und natürlich benutzen Hunde ihre Zähne als Werkzeug, Tastorgan und Greifer. Nicht jede Hundeleine macht das mit. Wenn der kleine oder große Fellträger seine Leine beim Spaziergang selbst im Maul hält, muss es eine stabile und dicke Leine sein. Denn das Material leidet nicht nur durch den Rieb der Zähne, sondern auch unter den Enzymen des Speichels. Dazu kommt, dass viele Hunde ihre Leine gerne mal mit einem Kauknochen verwechseln und die einzelnen heraushängenden Fäden furchtbar lecker finden.

Sehr gehorsame Tiere, die zwar ihren Spieltrieb bei Erlaubnis ausleben, ansonsten aber brav neben Herrchen und Frauchen bleiben, dürfen in den Ortschaften in Deutschland auch am Geschirr geführt werden. Außerhalb der Ortschaft dürfen nur Tiere, die garantiert nicht wildern, sich frei bewegen. Eine Leine ist da überflüssig, das Geschirr kann gegebenenfalls einfach abgenommen werden.

Individuelle Leinen sind schöner

Eine Hundeleine muss man nicht kaufen. Wer ein bisschen Spaß am Basteln hat, sich mit Paracord auskennt oder aus anderen Gründen gerne knotet, kann mit ein paar Karabinern und Ringen wunderschöne und vor allem haltbare Hundeleinen recht schnell selber machen. Angenehm für das Tier ist es, wenn die Leinen zwar festgeknotet werden, auf Zug aber immer noch etwas flexibel sind. Das passende Material gibt es in der Seilerei und im Outdoor-Fachhandel. Übrigens sollten Sie daran denken, ihren Hund zu sichern: Tiere, die reflektierende Elemente in der Leine und auf dem Halsband tragen oder ein LED-Licht am Geschirr haben, werden bei Dämmerung und Dunkelheit besser gesehen. Nicht nur von Ihnen, sondern auch von jedem unvorsichtigen Auto- oder Radfahrer.

Alles zur Hundebox

Transportbox für Hunde: Wann, warum & wie groß?

Verschiedene Gegenstände müssen mit der Anschaffung eines Hundes besorgt werden, auch jene, die man vielleicht nicht sofort benötigt. Das gilt vor allem für die Transportbox, denn an diese muss sich der Hund auch gewöhnen. Kaufen, einschließen, losfahren funktioniert leider nicht. Mit diesen Tipps finden Sie die passende Transportbox für Ihren Hund und gewöhnen das Tier daran.

Ungeachtet der Größe des Hundes: Eine Transportbox stellt die sicherste Variante dar, mit dem Hund Auto zu fahren. Bei einer starken Bremsung oder gar einem Autounfall ist sowohl das Tier geschützt (bzw. besser geschützt als ohne Transportbox) als auch der Mensch. Letzteres gilt auch für unfallfreie Fahrten, denn das Tier kann den Fahrer beim Lenken des Wagens nicht stören.

Fahrrad fahren mit Hund: Transportboxen für kleine & große Vierbeiner

Wer seinen Hund gerne mit auf Fahrradtour nimmt (im Körbchen oder Anhänger), sollte auch hier sicherstellen, dass Tier und Mensch (auch Dritte) geschützt sind. Für das Fahrrad gibt es verschiedene Varianten: Zum Beispiel ein Körbchen am Lenker – für kleine Hunde ideal. Ein Schutzgitter bietet beste Sicherheit, gleichzeitig kann der Hund das Geschehen und Sie jederzeit beobachten. Für größere Hunde gibt es größere Transportboxen für das Fahrrad, entweder vor dem Lenker wie ein Lastenfahrrad oder als Anhänger. Auch hier bietet ein Gitter oder ein Verdeck den besten Schutz. Zudem ist auch hier gegeben, dass der Hund ausreichend Sauerstoff erhält und die Sicht auf die Umgebung frei ist.

Zusätzlich kann eine Transportbox auch im Alltag verschiedene Zwecke erfüllen. Nicht selten genießen Hunde die Möglichkeit, sich in der Transportbox zurückzuziehen und sie als Höhle zu nutzen. Das ist für sie ein sehr gemütlicher Schlafplatz. Außerdem kann die Transportbox – zumindest bei kleinen Hunden – für den Weg zum Tierarzt genutzt werden. Vor allem ängstliche Hunde könnten mehr Sicherheit bekommen, zumal sie selbst, andere Tiere und Menschen vor angstbedingter Aggression geschützt sind.

Den Hund an die Transportbox gewöhnen

Das alles setzt voraus, dass der Hund an die Transportbox gewöhnt wurde und sich darin wohlfühlt. Für beides gilt, dass der Hund ausreichend Platz in der Transportbox hat. Sie sollte daher in der Breite, Länge und Höhe dem Hund entsprechend. Dabei ist wichtig, dass er liegen und aufrecht sitzen oder stehen kann. Die Hundebox sollte länger als die Maße “Nasenspitze bis Rutenende” sein. Rechnen Sie auf diese Zahl etwa die halbe Beinlänge dazu, dann sollte die Länge optimal sein. Bei der Höhe messen Sie vom Boden bis zu den Ohrenspitzen und addieren circa 4 Zentimeter. In der Breite sollte die Transportbox doppelt so breit sein wie Ihr Hund. Das Ausmessen des Hundes für die passende Größe ist wichtig, da er auch nicht zu viel Platz in der Box haben sollte. Andernfalls könnte er trotz Transportbox bei einem Autounfall verletzt werden.

Um den Hund an die Transportbox zu gewöhnen, sollte er positive Gefühle mit ihr verbinden. Lassen Sie die Tür geöffnet und legen Sie eine Decke mit seinem oder Ihrem Geruch hinein. Rufen Sie ihn beim Namen und lassen Sie ihn zunächst neben der Box stehen. Loben Sie ihn regelmäßig mit Worten und Leckerchen, wenn Sie die Tür öffnen und insbesondere, wenn er von alleine hineingeht. Sie können auch ein Leckerli hineinlegen. Wiederholen Sie diese Vorgänge immer wieder mehrmals am Tag. Sollte der Hund partout nicht in die Box wollen, bitte nicht drängen und von hinten schieben. Wiederholen Sie einfach den ersten Vorgang für einige Tage mehr. Wenn das gut läuft, erarbeiten Sie ein Kommando, das ihn in die Box schickt – und holen Sie in anschließend auch wieder heraus. Hört der Hund auf das Kommando, kann man die Box schließen und nach kurzer Zeit wieder öffnen. Wichtig ist, dass der Hund merkt, er kann die Transportbox wieder verlassen. Viele Hunde „eskalieren“ geradezu, wenn sie merken, dass sie aus der Box dürfen – man sollte das vermeiden. Bei der Auto Transportbox sollte man beachten, dass sie fest im Auto befestigt ist. Eine Hundebox, die wackelt oder im Kofferraum herumrutscht, erzeugt beim Hund oft Angst.

Hundebett und Schlafplatz

Der beste Schlafplatz für Ihren Hund

Zum erholsamen Schlafen ist ein angenehmer Schlafplatz wichtig. Dies ist nicht nur bei uns Menschen der Fall, sondern gilt auch für unsere treuen Vierbeiner. Wussten Sie, dass Hunde bis 20 Stunden täglich ausruhen und schlafen, wenn Sie die Möglichkeit dazu haben? Was ist der richtige Schlafplatz für den Hund?

Familienhunde haben gerne Anschluss an ihre Menschen. Die Wahl des Hundeschlafplatzes kann überall sein und ist Erziehungssache. Wichtig ist, dass Sie darauf achten, dass der ideale Hundeschlafplatz geschützt ist vor Wind und Nässe. Ein Schlafplatz für Hunde liegt am besten nicht in einem Durchgangsbereich oder im feuchten Keller. Beliebt sind kuschelige Ecken, in denen es wohlig warm und ruhig ist.

Hundewelpen brauchen Nähe beim Schlafen

Hundewelpen suchen ständigen Kontakt zu Artgenossen oder ihren Menschen, der „Meute“ bzw. der Familie des Hundes. Für eine gesunde Entwicklung ist der Körperkontakt beim Schlafen für den Welpen wichtig. Welpen schlafen oft in einem Welpenstall, der platzsparend aufgestellt werden kann. Manchmal benötigen die kleinen Vierbeiner ihre Ruhe. Daher ist empfehlenswert, kleine Hundewelpen von Anfang an daran zu gewöhnen, auf einer Decke oder in einem Hundekorb zu schlafen.

Kann ein Hund bedenkenlos im Bett schlafen?

Viele Hundebesitzer berichten davon, dass der eigene Hund im Bett schläft. Dies führt zu umstrittenen, oft unverständlichen Reaktionen. Einige sind der Meinung, dass das unhygienisch wäre und ein Zeichen schlechter Erziehung sei. Dies ist jedoch beides Quatsch. Ein gut erzogener Hund verlässt das Bett, sobald er dazu aufgefordert wird. Die wohlige Kuschelwärme direkt bei ihrem Lieblingsmenschen finden die Vierbeiner meistens sehr angenehm. Hunde achten normalerweise darauf, sich sauber zu halten. Nach einem langen Spaziergang im strömenden Regen und Wälzen im Matsch liegt es am Menschen, den Hund trocken zu schrubben und möglicherweise zu waschen. Liegen keine Allergien vor, spricht aus hygienischer Sicht nichts dagegen, wenn der Hund im Bett schläft. Wer einen leichten Schlaf hat, der muss wissen, dass Hunde in der Regel einen unruhigen Schlaf haben. Ein entspannter Schlaf ist an der Seite eines Hundes kaum möglich.

Der Hundekorb als Schlafplatz für den Hund

Ein Hundekorb besteht meistens aus Plastik, Holz oder ist geflochten. Ein Plastikhundekorb ist leicht zu reinigen, aber nicht isoliert. Daher ist dieser mit einer guten Decke zu polstern oder einem weichen Kissen. Ein geflochtener Hundekorb sieht hübscher aus, knarrt aber öfter, wenn der treue Vierbeiner sich bewegt. Ein Hundekorb, der komplett aus Stoff besteht und weich gefüttert ist, ist sehr beliebt und lässt sich oft gut verstauen oder transportieren. Ist der Stoffbezug beim Hundekorb fest vernäht, ist der Hundekorb sehr schwer zu reinigen. Für kleine Hunde wird gerne ein höhlenartiger Hundekorb gewählt, in welchem sie sich einmummeln können.

Hundekissen und Hundedecke als Schlafplatz für den Vierbeiner

Kleine Matratzen, weiche Decken oder kuschelige Kissen sind bei Hunden oft beliebt als Schlafplatz. Diese sind meistens ausreichend isoliert gegen Kälte. Durch die dickere Materialbeschaffenheit ist der Hund vor der Kälte des Bodens beim Schlafen geschützt. Hundekissen oder Hundematratzen sind schwer sauber zu machen, deswegen sollten Sie auf einen abnehmbaren Bezug achten, den Sie zum Waschen entfernen können. Eine Hundedecke ist oft mit einem rutschfesten Untergrund versehen. Eine Hundedecke, ein Hundekissen oder eine Matratze ist ein guter Schlafplatz für Hunde, die gerne offen schlafen und keine Absperrungen um den Schlafplatz herum mögen.

Welches Hundespielzeug?

Spaß und Training mit dem richtigen Hundespielzeug

Finden Sie Ihr passendes Spielzeug für den Hund. Damit verbessern Sie seine körperliche Fitness und fördern spielerisch die Hundeerziehung. Einiges aus der Kategorie Hundespielzeug eignet sich hervorragend dafür, dass Leckerlis dosiert abgegeben werden beim Spielen. Welches Hundespielzeug sollten Sie wählen?

Eine einfache Möglichkeit, ein unbehandeltes Spielzeug für den Hund zu finden, ist ein Waldspaziergang oder ein Besuch im Garten. Stöcke sind ein gutes Hundespielzeug. Achten Sie bei der Auswahl eines Stocks für den Hund darauf, dass das Holz gesund aussieht und zur Körpergröße Ihres Vierbeiners passt und nicht zu lang ist. Das Apportieren und Zerkauen eines Stocks macht in der Regel Mensch und Tier Freude. Nachteil beim Spielen mit dem Stock: Nimmt der Hund einen Stock mit nach Hause, zerlegt er ihn oft in kleine Stücke, die er quer in der Wohnung verteilt oder versteckt. Durch das mögliche Absplittern kann sich Ihr Hund an einem Stock verletzen, sodass Sie Ihren Gefährten im Blick behalten sollten, wenn er mit einem Stock spielt.

Intelligenzspielzeuge für den Hund

Ihr Hund liebt es, gefordert zu werden. Das Spielen des Hundes mit dem Menschen macht nicht nur beiden Seiten Spaß, sondern ist auch gut für die Förderung der Sinne. Sehr beliebte Spielzeuge sind Intelligenzspielzeuge. Bei diesen ist das logische Denken gefragt und die Sinne werden gefördert. In der Regel werden kleine Leckerlis im Spielzeug versteckt und der Hund muss diese suchen. Dazu ist nötig, Fächer zu öffnen, das Spielzeug zu drehen oder zu schütteln oder einfache Mechanismen zu drücken, damit das Leckerli im Mund des Hundes landet.

Futterdummys zum Jagen und Apportieren

Zur Hundeerziehung sind Futterdummys gut geeignet. In einem vernähten Beutel sind Leckerlis, die sich der Hund verdienen muss. Der Mensch wirft den Dummy und der Hund bringt diesen zurück. Klappt das gut, so öffnet der Zweibeiner ein Fach und entnimmt ein Leckerli, das sich der treue Vierbeiner redlich verdient hat. Anschließend startet die Spielrunde neu. Andere Futterdummys öffnet der Hund selbst. Bei diesem Bereich ist ein Snackball sehr beliebt. Mit einer Drehung ist der Ball offen, wird befüllt und wieder verschlossen. Durch vorhandene Öffnungen im Ball fallen Leckerlis raus und können gefuttert werden.

Wilder Jagdspaß mit robustem Hundespielzeug

Hundefrisbee, Hundedisk, Zerrspielzeug oder ein Ball: Mit einem Hund zu spielen macht Spaß, aber nicht jedes Spielzeug ist auf den Jagdtrieb eines Hundes ausgelegt. Größere Hunde benötigen robusteres Spielzeug als kleine Hunde. Ein gutes Hundespielzeug soll transportiert werden können, keine Verletzungsgefahr bieten und zur Körpergröße des Hundes passen. Achten Sie darauf, dass keine verschluckbaren Kleinteile an Ihrem Hundespielzeug sind. Hochwertiges Hundespielzeug ist elastisch und hat weiche Kanten. Das stabile Material verkraftet es, oft stundenlang gekaut zu werden.

Maximale Futtermenge in einem Hundespielzeug

Manche Hundehalter haben Bedenken beim Verwenden von Hundespielzeug mit Leckerlis. Die Befürchtung, dass der Hund dadurch aufhört, normales Futter zu fressen oder dick wird, weil er zu viele Leckerlis beim Spielen bekommt, ist bei manchen Menschen ein Grund gegen Spielzeug. Gehen Sie verantwortungsvoll damit um, ist das Verwenden eines Hundespielzeugs mit Leckerlis unbedenklich. Die Menge, die an Futter durch Öffnungen abgegeben wird, ist oft gering. Hersteller von Hundespielzeug wissen, dass Ihr Hund sich gut ködern lässt mit Leckerlis, aber auch, dass Sie Ihren Vierbeiner nicht mästen wollen durch Spielen. Kauknochen und Schweinsohren haben ebenfalls keine negative Auswirkung auf das Gewicht Ihres Hundes, sie trainieren die Kaumuskeln und unterstützen die Zahnpflege. Vor dem Spielen mit Hundespielzeug verkleinern Sie Kaustangen oder greifen Sie auf Hundeleckerlis zurück, die speziell zum Spielen erhältlich sind.

Hundepflege

Gesund und munter durchs Jahr mit Ihrem Vierbeiner

Damit Ihr Hund gesund und fit durchs Jahr kommt, sollten Sie auf seine Gesundheit achten. Bei der Gesundheit des Hundes stehen Hundeimpfungen, Entwurmungen und Parasitenschutz im Vordergrund. Auftretende Beschwerden beim Hund dürfen Sie nicht ignorieren- schließlich kann Ihr Vierbeiner genauso krank werden wie Sie selbst.

Regelmäßig ab dem Welpenalter: Entwurmungen beim Hund

Der Befall durch Würmer beim Hund ist sehr schwer festzustellen. Oft geht es Ihrem Hund schon sehr schlecht, bevor die Ursache gefunden wird, wenn es mit einem Wurmbefall zu tun hat. Welpen und ältere Hunde können durch Würmer so stark geschwächt werden, dass lebensgefährliche Probleme dadurch auftreten. Würmer befallen Hunde im Inneren und entziehen wichtige Nährstoffe. Anzeichen dafür, dass Ihr Vierbeiner von Würmern befallen wurde, sind: Plötzlicher Gewichtsverlust, trotz unveränderter Nahrungsaufnahme, Blutarmut und Darmverschluss. Hundebesitzer sollten auch immer mal wieder einen Blick auf das Häufchen ihres Hundes werfen.

Die Würmer von Hunden sind nicht ganz ungefährlich für den Menschen. Eine Ansteckung mit diesen Parasiten ist durchaus möglich und führt bei Menschen ebenfalls zu einer Gesundheitsgefährdung. Eine Ansteckung mit Würmern ist für Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sehr problematisch. Für die Gesundheit des Hundes und der Menschen, die mit ihm zusammenleben, ist eine regelmäßige Wurmkur ratsam. Der Tierarzt ist hier der perfekte Ansprechpartner.

Parasitenschutz vor Zecken und Flöhen

Zum Befall vor Zecken und Flöhen können Sie einige Vorsichtsmaßnahmen treffen. Zecken sind Überträger gefährlicher Krankheiten und enthalten häufig Borrelien, Anaplasmose- und Babesioseerreger. Flöhe sind oft Ursache für Hautkrankheiten und Allergien. Eine regelmäßige Kontrolle des Vierbeiners auf einen Befall der blutigen Parasiten beugt oft ernsthaften Erkrankungen vor. Tierärzte oder Onlineshops bieten gute Zeckenzangen an, mit denen Sie als Laie Zecken im Fell des Hundes, fachgerecht und vollständig entfernen können. Für die Gesundheit eines Hundes ist wichtig, dass der Mensch seinen treuen Freund auf vier Pfoten wachsam im Auge behält.

Impfungen zum Schutz vor Krankheiten bei Hunden

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin bewertet regelmäßig Impfstoffe von Tieren. Die Ergebnisse davon werden regelmäßig veröffentlicht. Einige Schutzimpfungen für den Hund sind sehr wichtig, da sie gegen bestimmte Krankheiten grundlegend schützen und nötig sind. Diese Impfungen werden Core-Vakzinen genannt. Bei den Non-Core-Vakzinen handelt es sich um Schutzimpfungen für den Hund, die nicht zwingend nötig sind oder nur unter festgelegten Voraussetzungen. Zum Wohle der Gesundheit Ihres Hundes ist eine regelmäßige Impfung gegen Tollwut, HCC, Staupe, Leptospirose und Parvovirose sinnvoll. Optionale Impfungen besprechen Sie am besten mit Ihrem Tierarzt. Hat Ihr Hund beispielsweise regen Sozialkontakt zu anderen Vierbeinern, kann eine Impfung gegen Zwingerhusten sinnvoll sein. Züchten Sie Hunde, ist eine Impfung gegen Herpes möglicherweise sinnvoll. Viele Impfungen werden im Welpenalter gespritzt und in regelmäßigen Abständen wiederholt. Damit erwachsene Hunde gesund bleiben, ist eine Nachimpfung jährlich oder im Intervall von 2-3 Jahren nötig.

Die Gesundheit eines Hundes ist abhängig vom Menschen. Manche Hunderassen weisen zwar typische Erkrankungen auf, die auftreten können, aber in der Regel hängt viel von der Haltung und Pflege des Menschen ab. Ein verantwortungsvoller und lieber Umgang mit dem Freund auf vier Pfoten festigt die Bindung zwischen Mensch und Tier. Mit einem gesunden Tier haben Sie über viele Jahre Spaß und kaum Probleme. Bedenken Sie jedoch, dass selbst die beste Vorsorge zur Gesundheit beim Hund nicht verhindern kann, dass Ihr Tier erkrankt. Genauso wie bei Menschen ist es unmöglich, alle Arten von Erkrankungen zu verhindern. Wichtig ist jedoch, dass Sie entsprechend reagieren und beispielsweise Erste Hilfe am Hund ausüben, den Tierarzt regelmäßig aufsuchen und auf eine gesunde Ernährung und Bewegung achten.