Was Sie über Katzen wissen sollten

Katzen zählen unbestritten zu den beliebtesten Haustieren überhaupt. In deutschen Haushalten sind laut aktuellen Statistiken insgesamt über 13 Millionen Katzen anzutreffen, Tendenz steigend. Grund genug, sich einmal genauer mit den Stubentigern und ihren speziellen Eigenheiten zu beschäftigen.

Die Entwicklung der Katze zum Haustier

Gemäß aktueller Forschung wird vermutet, dass die ersten wilden Katzen vor rund 10.000 Jahren anfingen, sich dem Menschen anzuschließen. Man geht dabei von einem opportunistischen Jagdverhalten aus, denn Katzen suchen ihre Beute vor allem dort, wo sie sie am leichtesten finden. Der erste Kontakt mit Menschen kam also vermutlich zustande, als diese anfingen, Ackerbau zu betreiben und Getreide einzulagern. Dies lockte Mäuse an, die schon damals zur bevorzugten Beute der Katzen zählten. Hieraus entstand schnell eine Zweckgemeinschaft zwischen Mensch und Katze, sodass die Menschen bald anfingen, die Katzen von sich aus mit Milch und Futter anzulocken und sie dadurch dazu zu bringen, ihre Kornkammern von den lästigen Nagetieren zu befreien. Die vormals wilden Katzen gewöhnten sich infolge dessen rasch an den Menschen und suchten gleichfalls seine Nähe.

Lange Zeit wurden Katzen von den Menschen vor allem als Nutztier betrachtet und gehalten, sie waren in erster Linie Ratten- und Mäusejäger, teilweise auch Pelzlieferant. Während des Mittelalters hatte die Katze jedoch in Europa beim Menschen keinen besonders guten Stand, denn zu dieser Zeit wurde sie als Unglücksbote, dämonisches Wesen und Begleiterin des Teufels und der Hexen stigmatisiert.

Generell rankten sich um die Katze aufgrund ihres unergründlichen und eigenwilligen Wesens und ihrer speziellen Charaktereigenschaften schon immer zahlreiche Legenden und Mythen. Man sagte ihr magische Fähigkeiten nach und sprach ihr heilende Wirkungen bei Krankheiten zu. Während die Katzen, vor allem wenn sie eine schwarze Fellfärbung aufwiesen, in Europa zeitweise als Verkörperung des Bösen und Unglücksboten galten, wurden sie in Asien als Glücksbringer betrachtet. Die berühmte „Winke-Katze“ aus Japan, eine Art Talisman, entstand nach dem Vorbild einer dreifarbigen Katze, und bis heute werden Katzen mit diesem Schildpattmuster als „Glückskatzen“ bezeichnet.

Katzenkauf

Was muss ich beim Katzenkauf beachten?

Die Katze ist das beliebteste Haustier in deutschen Haushalten. Täglich entscheiden sich neue Haushalte für die beliebte Samtpfote. 30 Millionen Haustiere gibt es insgesamt in Deutschland. Mit über 13 Millionen Katzen steht sie an erster Stelle. Sicher – die Katze ist ein ganz besonderes Haustier. Stimmen die Voraussetzungen, kann eine Katze tagsüber draußen verbringen und ihre Abenteuer erleben. Trotz aller Selbstständigkeit gilt es einiges zu beachten, bevor man sich eine Katze zulegt. Viele Menschen unterschätzen Zeit, Aufwand und Kosten – auch eine Katze hat ganz besondere Ansprüche, die wir Menschen erfüllen müssen, damit sich die Katze in unserer Wohnung auch wohlfühlt.

Ist die Entscheidung gefallen, dass man sich eine Katze anschafft, sollte man sich Gedanken darübermachen, was für eine Katze es denn sein soll. Soll es eine erwachsene Katze sein – beispielsweise aus dem Tierheim? Könnte es auch eine Rassekatze sein? Hilft der Blick in Kleinanzeigen-Portale im Internet oder in der Tageszeitung? Wer sich über Rassekatzen informiert, der wird schnell feststellen, wie vielfältig die Katzenwelt ist. Die unterschiedlichen Katzen haben an ihren Menschen aber auch ganz unterschiedliche Anforderungen. Eine Katze mit sehr langem Fell benötigt oft eine intensive Fellpflege. Ein kurzes Fell kann die Katze in der Regel selbst pflegen. Der Preis spielt auch eine Rolle. Viele Katzen-Interessierte staunen nicht schlecht, wenn sie den Preis eines kleinen Kätzchens erfahren – mehrere hundert Euro werden schnell aufgerufen. Für ganz spezielle Katzenrassen können auch mehrere tausend Euro fällig werden. Die Katze aus dem Tierheim wird in der Regel gegen eine geringe Schutzgebühr angeboten. Eine Katze von Privat wechselt oft kostenlos den Besitzer.

Tipps vor dem Katzenkauf: Was braucht meine Katze? Welche Katze passt zu mir?

Wie sind die Rahmenbedingungen? Soll die Katze nur im Haus oder in der Wohnung leben? Sollte und kann die Katze tagsüber draußen verbringen? Hat man einen großen Garten, gibt es gefährliche Straßen, die einem Stubentiger schnell zum Verhängnis werden können? Wer eine Katze in der Wohnung halten möchte, sollte sich vorab mit seinem Vermieter verständigen oder einen Blick in den Mietvertrag werfen. Ist die Katzenhaltung in der Wohnung erlaubt, kann man sich auf die Suche nach einer Katze machen. Im Idealfall findet man im Tierheim ein Kätzchen, das bereits an die Wohnungshaltung gewöhnt ist. So hat mein Kätzchen einen „Warmstart“. Das Tierheim hilft frisch gebackenen Katzeneltern zudem mit Rat und Tat und informiert über all die Dinge, die man beachten sollte und sich ggf. anschaffen muss.

Tierheim hilft frisch gebackenen Katzeneltern zudem mit Rat und Tat

Eine Katze, die es in den vergangenen Jahren gewohnt war, draußen zu sein, wird man nur schwerlich zum Stubentiger „umerziehen“ können. Wer sich für eine kleine Katze entscheidet, kann sie nach und nach an ihr Umfeld in der Wohnung gewöhnen. Viel Zeit und Beschäftigung, Spielzeuge, Beschäftigungs- und Klettermöglichkeiten und viel liebevolle Zuwendung helfen, der Katze das Leben in der Wohnung angenehm zu gestalten. Wichtig sind in einem ersten Schritt

  • ein Katzenklo, das immer mit frischem Katzenstreu oder Katzensand gefüllt ist,
  • ein Futternapf und ein Napf für frisches Wasser.

Wer sich eine Katze angeschafft hat, die er in der Wohnung halten will, der sollte bedenken, dass man das Tier nicht acht Stunden oder länger alleine lassen sollte. Wer eine Katze lange allein lassen muss, der sollte sich Gedanken über eine Zweitkatze machen. Gefahrenstellen können ggf. mit einem sachkundigen Mitarbeiter eines Tierheims ausgemacht werden. Sollte am Balkon ein Netz angebracht werden? Könnte ein Freigehege eine Alternative sein? Basics der Katzenhaltung sind das tägliche Säubern der Näpfe und des Katzenklos. Je nach Katzenrasse sollte die Fellpflege nicht zu kurz kommen. Ein Haustier bedeutet Verantwortung. Und natürlich sollte man sich vor der Anschaffung einer Katze darüber im Klaren sein, dass die Grundausstattung, Katzenfutter, Katzenstreu und etwaige Tierarztbesuche Geld kosten.

Züchter oder Tierheim? Deutsche greifen beim Katzenkauf gerne tief in die Tasche

Züchter oder Tierheim? Die Kosten für eine Rassekatze vom Züchter sind hoch. Dennoch greifen die Deutschen für einen edlen Stubentiger gerne tief in die Tasche. Die Preise bestimmt der Markt – das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Bis zu 2.500 Euro kostet eine Perserkatze oder eine Bengalkatze. Knapp 1.000 Euro werden für eine British Kurzhaarkatze fällig. Je seltener und edler die Rasse, umso edler auch die Preise. Im Tierheim hingegen werden zwischen 100 und 250 Euro fällig. Im Preis enthalten ist zumeist schon der erste Impfschutz, eine Wurmkur und die Kastration bzw. Sterilisation des Tieres. Wer sich für eine Katze aus dem Tierheim entscheidet, der lebt auch mit dem Gefühl, eine gute Tat vollbracht zu haben. Ebenfalls eine gute Tat ist es, eine Katze von Privat aufzunehmen. Wichtig ist dann, dass man mit dem Kätzchen unmittelbar einen Tierarzt aufsucht.

Katzenkauf: 6 Punkte Checkliste bevor man sich eine Katze oder einen Kater ins Haus holt

  • Die grundlegende Frage – ist Katzenhaltung in meiner Wohnung überhaupt erlaubt?
  • Eine Katze kann bis zu 20 Jahre alt werden. Für ein Haustier muss man Zeit haben. Außerdem kommen zusätzliche Kosten hinzu. Bin ich dazu in der Lage? Bin ich auch bereit, mich um eine alte Katze zu kümmern, um die man sich besonders kümmern muss und die wie ein alternder Mensch ihre Gebrechen hat.
  • Wer kümmert sich um mein Haustier, wenn ich krank bin oder in Urlaub fahren will?
  • Eine Katze bringt Leben in die Bude. Katzenhaare, das eine oder andere Missgeschick, Dreck – kann ich damit wirklich leben?
  • Eine Katze hat ihren eigenen Kopf. Erziehung hat seine Grenzen. Wer am liebsten alles kontrollieren will muss sich fragen, ob eine Katze OK für ihn ist.
  • Gibt es Familienmitglieder mit einer Katzenhaarallergie?

Kostenfaktor Haustier – über die Kosten einer Katze sollte man sich im Klaren sein

Wer sich eine Katze oder einen Kater zulegt, der sollte sich über die Kosten im Klaren sein, die damit verbunden sind. Und diese Kosten sind nicht zu unterschätzen – bei aller Freude, die mit dem kleinen Haustier einhergehen. Die Kosten für eine Katze hängen ab von Alter, Rasse und Gesundheit der Katze. Kosten fallen schon vor dem Katzenkauf an. Die Erstausstattung sollte vorhanden sein, bevor die Katze in die Wohnung kommt. Die einzelnen Positionen:

  • Grundausstattung (Katzenklo, Kratzbaum, Transportbox, Schlafplatz, Napf für Wasser und Futter, Katzenstreu)
  • Nahrung
  • Katzenstreu
  • Spielzeug
  • Betreuung / Tierpension
  • Versicherung
  • Tierarzt (regelmäßige Impfungen, Wurmkuren, mögliche akute Erkrankungen)

Die jährlichen Ausgaben für einen Stubentiger lassen sich mit rund 500 Euro beziffern. Studien gehen davon aus, dass in einem durchschnittlichen Katzenleben rund 10.000 Euro Kosten anfallen. Allein die Erstausstattung kostet mindestens 100 Euro.

Katzenrassen: Eine Katze mit sehr langem Fell benötigt oft eine intensive Fellpflege

Menschen, die beruflich stark eingespannt sind und sich tagsüber eher weniger um ein Haustier kümmern können, sollten sich zunächst einmal ernsthaft darüber Gedanken machen, ob sie einer Katze überhaupt gerecht werden können. Auch sollten Fragen geklärt werden wie:

  • Wohin mit meiner Katze in der Urlaubszeit oder während Geschäftsreisen?
  • Wer kann meine Katze betreuen, wenn ich mal krank bin?
  • Eine Katze kann 15 bis 20 Jahre alt werden – kann das Haustier ein Katzenleben lang bei mir sein?

Eine Katze ist ein Lebewesen, für das man Verantwortung trägt. Zeit, Zuwendung, Kosten für Futter und den Tierarzt – die Entscheidung Pro oder Contra Haustier will sorgfältig abgewogen sein. Gegebenenfalls sollte man sich für zwei Katzen entscheiden, damit Einsamkeit erst gar nicht aufkommt. Wichtig ist, dass beide Katzen miteinander können. Wenn beide Katzen aus einem Wurf sind – umso besser. Tierärzte, Mitarbeiter eines Tierheims oder Züchter sind in diesen Fragen wichtige Berater.

Woran erkenne ich, ob die Katze zu mir und meiner Familie passt?

Ob die Katze gesund ist, kann letztlich nur ein Tierarzt feststellen. Dennoch gibt es Merkmale, an denen man erkennen kann, ob das Kätzchen passt:

  • Begegnet einem die Katze aufgeschlossen, will sie gestreichelt werden, dann ist das erste Eis schon mal gebrochen. Ist die Katze zutraulich und hat sie einen ausgeprägten Spieltrieb, sind wichtige Hinweise. Anders verhält es sich, wenn die Katze sehr verängstigt ist und sich versteckt.
  • Die ersten Wochen sollte eine Katze in einer liebevollen Umgebung und nicht etwa in einem Zwinger aufwachsen. An der Reaktion der Katze kann man schnell feststellen, ob sie Menschen gewöhnt ist. Vor der 12. Woche sollte eine Katze nicht abgegeben werden.
  • Wie ist das allgemeine Erscheinungsbild der Katze – ist das Fell glänzend und gepflegt. Ein verklebtes Fell kann auf eine Erkrankung hinweisen.

Einen Kater oder doch lieber eine Katze?

Katze oder Kater? Eine Entscheidungshilfe

Männlein oder Weiblein? Kater oder Katze? Bei der Wahl des Katzengeschlechts gehen die Meinungen auseinander. Für die einen kommt nur eine Katze ins Haus – Katzen sind unkomplizierter, kuscheliger, anhänglicher, heißt es oft. Vor allem nicht kastrierten Katern wird nachgesagt, dass sie vor allem in den ersten Lebensmonaten wilder, schneller gereizt und vergleichsweise wenig verschmust sind. Revierkämpfe mit anderen Katern, das Markieren des Reviers – solange ein Kater nicht kastriert ist, gehört auch das zu seiner Natur. Nach einer Sterilisation oder Kastration, die bei beiden Geschlechtern allein aus Tierschutzgründen anzuraten sind, werden Katzen gewöhnlich ruhiger und verschmuster. Weiterhin gelten Kater als charakterstärker und dickköpfiger. Letztlich kommt es aber auf das einzelne Tier an.

Äußere Merkmale – Unterschiede zwischen Katze und Kater

Kater sind gewöhnlich etwas großer und kräftiger als Katzen, die kleiner und deutlich zierlicher sind. Vor allem von nicht kastrierten Katern wird berichtet, dass sie gerne ausgiebige, nicht selten mehrtägige Streifzüge unternehmen. Sie lieben die Freiheit, stürzen sich gerne in Abenteuer. Als reine Wohnungskatze sind diese Tiere oft wenig geeignet. Aufwendig – die Freiheit mit Spiel und Spaß zu kompensieren. Mit ihren Ausflügen bringen sich Kater immer wieder in Gefahr – zum Beispiel beim Überqueren von Straßen. Katzen hingegen sind eher „häuslich“, bleiben in der Nähe von ihrem Zuhause. Auf Wanderschaft gehen sie eher selten.

Kann man Katze und Kater zusammenhalten?

Wer zwei Katzen halten will, der hat natürlich im Sinn, dass beide Katzen friedlich zusammenhalten, sich miteinander beschäftigen. Bei nicht kastrierten Katzen ist die Familienplanung vorprogrammiert. Schon allein deshalb Katze und Kater, die in einer Wohnung zusammenleben, kastrieren bzw. sterilisieren. Aus der Erfahrung heraus funktioniert es besser, wenn zwei Kater oder zwei Katzen zusammen gehalten werden. Letztlich kommt es auf den Einzelfall an. Um welche Rassen handelt es sich, bringen die Katzeneltern genügend Erfahrung und Zeit mit, um ein friedliches Miteinander zu gestalten. Unterschiede zwischen Kater und Katze sind genetisch vorprogrammiert und bleiben auch nach der Kastration. Kater sind einer Katze körperlich überlegen. Vor allem wenn es sich um Jungtiere handelt, wird der Kater diese Überlegenheit bei Balgereien und Streitigkeiten gerne ausspielen.

Ein Katzenbaby?

Katzenbaby oder ausgewachsene Katze – wie alt sollte die Katze sein?

Wer sich eine Katze zulegen möchte, der überlegt sich immer auch, ob es ein kleines, junges Kätzchen oder eine erwachsene Katze sein soll. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine erwachsene, ältere Katze zuzulegen, verbindet seinen Wunsch immer auch mit einer guten Tat. Schließlich ist es ein schöner Gedanke, eine Tierheimkatze in sein Zuhause zu holen. Die perfekte Antwort kann es kaum geben. Jeder muss für sich selbst oder im Kreis der Familie Vorteile und Nachteile abwägen.

Ein kleines Babykätzchen, das nur zwei bis vierzehn Wochen alt ist, übt auf uns Menschen eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Es ist süß, schutzbedürftig, tollpatschig, stundenlang können wir ihm zuschauen. Ganz klar – ein kleines Kitten hat eine Art Babybonus. Wirft das Kätzchen den Schnurrmotor, an, ist es um uns geschehen. Mit einem Kitten ist so richtig Leben in der Wohnung.

Von einem kleinen Babykätzchen geht eine ganz besondere Anziehungskraft aus

Qual der Wahl: Wer sich letztlich für ein junges Kätzchen entschieden hat, den haben oft eines oder mehrere der folgenden Argumente überzeugt:

  • Ein kleines Kätzchen verbringt sein Leben mit mir. Ich kann beobachten, wie es heranwächst, wir gewöhnen uns maximal aneinander.
    Kleine Kätzchen haben kaum schlechte Erfahrungen gemacht. Den kleinen Erziehungskorridor, den man bei einer Katze hat, kann man voll ausschöpfen.
  • Ich kenne die Herkunft des Kätzchens, seine Vorgeschichte ist für mich kein Buch mit sieben Siegeln.
  • Für Familien mit kleinen Kindern ist ein gut sozialisiertes Kitten, das in seinen ersten Lebenswochen viel Liebe erfahren kann, oft ideal.
  • Gerade dann, wenn es sich um die erste Katze handelt, kann ein kleines Kätzchen unkomplizierter sein.

Anders derjenige, der sich für eine erwachsene Katze entschieden hat:

  • Ich will etwas Gutes tun – kleine Kätzchen finden immer ein Zuhause. Ältere, mehrjährige Katzen haben aber auch eine Chance verdient. Einem solchen Stubentiger möchte ich ein liebevolles Zuhause bieten.
  • Erwachsene haben ihre Sturm- und Drangzeit hinter sich. Eine ausgeglichene Katze passt besser in mein Leben.
  • Ich konnte mich mit der erwachsenen Katze beschäftigen und habe dabei ihr Wesen kennengelernt. Bei einem kleinen Kätzchen weiß man ja nicht, wie es sich entwickelt, wie sein Charakter später mal sein wird.
  • Eine erwachsene Katze oder Kater ist bereits kastriert oder sterilisiert – darum muss man sich nicht mehr kümmern. Auch sind sie in der Regel bereits gechippt oder tätowiert.
  • Kleine Freigänger sind oft das Objekt der Begierde von Katzendieben. Dann all die Gefahren, denen kleine, besonders neugierige Kätzchen in einem besonderen Maße ausgesetzt sind.

Letztlich kommt es auch auf die individuelle Lebenssituation an. Sind kleine Kinder im Haushalt, werden diese oft für das Babykätzchen votieren. Generell kann man keine Empfehlung geben. Und schon gar nicht sollte man eine Entscheidung kritisieren. Ganz gleich, wie alt ein Kätzchen ist und um welche Katzenrasse es sich handelt – ein jedes Kätzchen hat schönes und liebevolles Zuhause verdient, in dem auch auf seine Bedürfnisse eingegangen wird.

Katzenhaltung: Freigänger oder Wohnungshaltung?

Pro und Contra – eine Entscheidungshilfe

Ganz am Anfang kommt jede Katze in der Transportbox oder auf dem Arm in ein neues Zuhause, in dem sie im besten Fall ihr ganzes Katzenleben verbringt. 15 bis 20 Jahre alt kann eine Katze alt werden. Die Entscheidung Pro oder Contra Katze hat Gewicht und sollte nicht leichtfertig oder aus einer Laune heraus getroffen werden. Mindestens 12 Wochen sollte ein kleines Kätzchen bei seiner Mutter sein. Erst dann ist es bereit für ein neues Leben in einem neuen Zuhause. An dieses Leben sollte man eine Katze erst gewöhnen. Zwischen 4 und 12 Wochen Eingewöhnungszeit, empfehlen Katzenexperten, sollte die kleine Fellnase in der Wohnung bleiben. Die Katze sollte sich sicher, geborgen und wohl fühlen in ihrem neuen Zuhause. Für dieses gute Gefühl sollten Katzeneltern viel Zuwendung investieren. Die besondere Bindung, die eine Katze an ihre neue Familie, an ihr Zuhause entwickelt, ist Voraussetzung für das Zusammenleben – gerade wenn die Katze einmal ein Freigänger sein soll. Eine Katze weiß – wenn Gefahr droht, dann ist mein Zuhause ein sicherer, schützender Ort, den ich jederzeit und schnell aufsuchen kann. Dort wird mir geholfen. Dort sind Menschen, die es gut mit mir meinen.

Eine Hauskatze kann ein durchschnittliches Lebensalter von 15 bis 20 Jahren erreichen, wobei reine Wohnungskatzen in der Regel ein höheres Alter erlangen als ihre freilaufenden Genossen, da letztere meist größeren Gefahren im Alltag ausgesetzt sind. Achten Sie bei reinen Wohnungskatzen darauf, ihnen ein möglichst abwechslungsreiches Umfeld zu bieten, damit keine Langeweile aufkommt. Neben genügend Spielmöglichkeiten kann ein Spielkamerad in Form eines Artgenossen der Katze Spaß und Beschäftigung bescheren. Wenn Polstermöbel und Tapeten zerkratzt werden, schafft ein Kratzbaum, an dem sie ihre Krallen wetzen und den sie als Aussichtspunkt und Rückzugsort nutzen kann, Abhilfe. Katzen versuchen oft, durch gekippte Fenster ins Freie zu gelangen und bleiben dann darin stecken. Halten Sie die Fenster daher stets geschlossen, um diese Gefahr zu vermeiden. Bei Katzen mit Möglichkeit zum Freigang ist es sinnvoll, sie zu sterilisieren oder zu kastrieren, um ungewollte Vermehrung und somit eine größere Anzahl an unversorgten Straßenkatzen zu verhindern.

Freigänger oder Wohnungskatze? In der Eingewöhnungszeit entwickelt sich die Katze

In dieser Eingewöhnungszeit kann sich herauskristallisieren, ob die Katze später einmal eine Wohnungskatze oder ein Freigänger sein wird. „Drehen“ Katzen schon nach wenigen Tagen durch, zeigen sie einen besonders großen Bewegungsdrang, machen sie Unfug:

  • Zerkratzen von Polstermöbel, obwohl ein Kratzbaum zur Verfügung steht,
  • ein Malheur (Einkoten, Urinieren) auf dem Teppichboden,
  • wildes Herumrasen und „die Wände hochgehen“,
  • aggressives Verhalten,

dann sollte man mit einem kontrollierten Freigang begingen – vorausgesetzt natürlich die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Wer an einer stark befahrenen Straße wohnt, wer in einem oberen Stockwerk eines Mehrfamilienhauses wohnt, wer keinerlei Auslauf bieten kann, weil er beispielsweise mitten in der Stadt wohnt, der muss weiter daran arbeiten, dass sich der Stubentiger an die Wohnung gewöhnt. Den Freiheitsdrang kompensieren kann eine große Herausforderung sein. Katzeneltern von Freigängern sollten wissen, dass es keine Garantie gibt, dass das geliebte Haustier zu gewohnten Zeit durch die Katzenklappe marschiert oder miauend von der Haustüre, am Fester oder auf der Terrasse steht und um Einlass begehrt. Eine Katze gehört einem nie ganz – sie ist weitgehend selbstständig und gerne ihr eigener Herr. Wir Menschen müssen uns mit der Rolle des Dosenöffners begnügen und dürfen uns über jede Zuneigung freuen. Das macht auch den Reiz einer Katze aus. Sie hat ihren eigenen Kopf, Erziehung findet nur in einem mehr oder weniger kleinen Rahmen statt, den wohlgemerkt die Katze definiert. Katzen sind neugierig und abenteuerlustig. Wer seine Katze GPS-basiert besendert, ist in der Regel erstaunt, wohin es seine Katze über den Tag hinweg zieht. Groß sind die Gefahren, die an jeder Ecke lauern:

  • ausgelegtes Gift,
  • Straßenverkehr,
  • giftige Pflanzen,
  • rostige Nägel oder Glasscherben, die die kleinen Pfoten verletzen können,
  • Revierkämpfe,
  • Befall durch Parasiten,
  • gefährliche Krankheiten,
  • Katzenfänger- und Katzenhasser,
  • ein Keller, der schnell zu einer Falle werden kann.

Den Freiheitsdrang kompensieren – oft eine große Herausforderung

Wer einen großen Garten hat, der kann die Voraussetzungen für ein großes Außengehege schaffen. So hat man mehr Sicherheit und kann verhindern, dass die Katze nach und nach immer ausgedehntere Ausflüge unternimmt. Man weiß, dass Kater ein Gebiet von fünf Kilometern um die Wohnung herum erkunden, Katzen sind hier oft weniger freiheitsliebend. Eine Katze, die das „Herumräubern“ gewohnt ist,

  • lässt sich nur schwerlich zur Wohnungskatze umerziehen.
  • Einer Katze, die die Wohnung gewohnt ist, kann man jederzeit den Freigang anbieten.

Wer einer Wohnungskatze einmal die Freiheit gezeigt hat oder mit der Katze auf den Arm oder an der Leine den Garten gezeigt hat, der sollte das für sein Haustier große Ereignis fortan immer wieder wiederholen. Ein einziges positives Ereignis genügt hier.

Die Analyse macht deutlich, dass die Entscheidung Pro oder Contra Freigang sehr gründlich überlegt sein will. Eine Katze ist kein Hund – man kann sie nur bedingt erziehen und ihr seinen Willen „aufdrücken“. Katzen sind grundsätzlich freiheitsliebend. Sind die Voraussetzungen für Freigängerkatze gegeben? Eine Frage, die man sich stellen sollte, bevor man sich eine Katze anschafft. Wer definitiv keine Möglichkeiten hat, eine Katze ins Freie zu entlassen, der sollte über die Variante Außengehege (Balkon, Terrasse, Garten) nachdenken. Wer sich für eine Katzenrasse entscheidet, der sollte mit Züchtern Kontakt aufnehmen. Die Erfahrung der Züchter, die Vorbereitung kleiner Katzen auf die Wohnungshaltung – wer die Katzenhaltung sorgfältig plant und die Kosten einer Rassekatze nicht scheut, der wird positive Erfahrungen mit der Wohnungshaltung machen:

  • Perserkatzen,
  • Siamkatzen,
  • Angorakatzen sind Rassen, die sich für die reine Wohnungshaltung eignen. Züchter findet man mit der Google-Suche über die Zuchtverbände oder Vereine der einzelnen Katzenrassen.

Pro und Contra Wohnungshaltung – es wird deutlich, dass die Argumente Contra Wohnungshaltung überwiegen. Grundsätzlich gilt – wenn möglich sollte man einer Katze den Freigang gewähren. Freiheitsdrang ist ein wesentliches Merkmal einer Katze. Eine Katze ist dann besonders ausgeglichen, wenn sie diese Freiheit ausleben kann.

Contra Wohnungshaltung der Katze

  • Es entspricht der Natur einer Katze, frei zu sein und die Welt zu erkunden.
  • Eine Katze ist kein Hund – sie gehört einem nie ganz.
  • Katzen können mit den Gefahren, die in der Natur auf sie lauern, sehr gut umgehen.
  • Viel Bewegung ist gut für eine Katze – nur eine Freigängerkatze kann ihren Bewegungsdrang befriedigen.
  • Katzen sind neugierig und unternehmungslustig. Dieses Bedürfnis kann in der Wohnung kaum kompensiert werden.
  • Katzen sind zumindest zeitweise sehr soziale Wesen. Wird einer Wohnungskatze eine weitere Katze zur Seite gestellt, dann muss das nicht zwingend funktionieren.

Pro Wohnungshaltung der Katze

  • Die Gefahren im Haushalt sind besser kontrollierbar. Freigänger sind vielen Gefahren ausgesetzt. Einige dieser Gefahren wurden oben aufgezählt.
  • Wer viel Zeit mit seiner Katze verbringt, wer mit ihr spielt, ihr vielerlei Zeitvertreib bietet, der erlebt eine besonders innige und intensive Bindung zwischen Mensch und Katze.
  • Man läuft nicht Gefahr, dass andere Menschen die eigene Katze anfüttern, was leider oft der Fall ist.
  • Die Zugehörigkeit zur Wohnung und zur Familie ist besonders intensiv.
  • Mit einem Außengehege kann ein Kompromiss eingegangen werden.

Katzenspielzeug

Katzen sollte man ausreichend Bewegungs- und Spielmöglichkeiten bieten

Es ist wichtig, dass Sie Ihrer Katze zu Hause genügend Bewegungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten bieten, denn sonst langweilt sie sich sehr schnell. Mit kleinen Bällen oder einer langen Schnur, der sie nachjagen kann, bieten Sie Ihrer Katze Abwechslung und Spannung. Hat sie vom Spiel genug, zeigt sie dies meistens sehr deutlich und zieht sich zurück. Eine Katze verbringt einen großen Teil des Tages, im Schnitt zwischen 13 und 16 Stunden, mit Schlafen und verteilt ihre Schlafphasen auf mehrere kurze Zeitabschnitte auf den Tag. Bei freilaufenden Katzen kommt es vor, dass in der Nacht ausgedehnte Erkundungstouren im umliegenden Terrain des Zuhauses unternommen werden, jedoch sind sie nicht grundsätzlich nachtaktiv, vielmehr haben sie ihre aktivsten Phasen in der Zeit der Abend- und Morgendämmerung. Grundsätzlich können vor allem rasselose Hauskatzen die unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Charaktereigenschaften aufweisen. So sind manche Samtpfoten eher ruhig und zurückhaltend, andere hingegen eher ungestüm und lebhaft. Einige Katzen zeichnen sich durch eine ängstliche und vorsichtige Persönlichkeit auf, während es andererseits auch wagemutige und unternehmungslustige Exemplare gibt.

Erste Tage mit der Katze

Die ersten Tage mit einer Katze – auf was muss man achten?

Ist die Katze im Haus, stellen alle fest, wie viel Spaß das Kuscheln, Streicheln und Spielen macht. Wir freuen uns über Zuneigung, Spieltrieb und Kreativität ohne Grenzen. Papierkugel, ein Wollknäuel, ein Tischtennisball ein Stofftier – aus vielen Dingen des Alltags können spannende Spielzeuge hergestellt werden. Jedes Kissen, jeder Teppich und jede Decke lädt zum Kuscheln mit der kleinen selbstbewussten Fellnase sein.

Wie gestalten sich die ersten Tage mit einer Katze?

Man hat sich schon vorab um die Erstausstattung gekümmert, damit sich die Katze schnell wohlfühlt und alles vorfindet, was sie benötigt. Man hat:

  • eine Transportbox gekauft oder von einem Katzenbesitzer in der Nachbarschaft ausgeliehen,
  • ein Katzenklo,
  • Katzenstreu,
  • Näpfe für Wasser und Futter,
  • einen Schlafplatz hergerichtet,
  • Spielzeug erworben,
  • gewohntes und / oder altersgerechtes Futter gekauft.

Das neue Zuhause ist für das Tier erst einmal eine große Umstellung. Katzen reagieren ganz unterschiedlich auf den „Tapetenwechsel“. Große Begeisterung weckt das neue Zuhause nur selten. Umso wichtiger, dass man sich für die Eingewöhnung Zeit nimmt und es dem kleinen Stubentiger so leicht wie möglich macht.

Folgende Schritte haben sich bewährt:

  • Man sollte die geschlossene Transportbox in dem Raum abstellen, in dem auch die Näpfe und das Katzenklo abgestellt sind. Verhält sich die Katze ruhig, kann man die Box nach 15 oder 20 Minuten öffnen. Nach und nach wird die Katze „auftauen“, das Zimmer erkunden. Man sollte sie dabei nicht überfordern.
  • Wenn gleich mehrere Kinder auf das Tier losgehen, es streicheln, hochheben, kann das für eine zügige Eingewöhnung wenig hilfreich sein.
  • Erst wenn die Katze erkennbar keine Angst mehr hat, den Schwanz nicht mehr einzieht, kann man mit dem Tier Schritt für Schritt, Zimmer für Zimmer, die restliche Wohnung erkunden.
  • Geben Sie dem Tier Zeit. Wenn sich die Katze verkriecht, beispielsweise unter das Sofa oder in den letzten Winkel in der Speisekammer, dann sollte man ausreichend Zeit zur Eingewöhnung geben. Man sollte sich immer vor Augen führen – für die Katze ist alles neu – Gerüche, Geräusche, die Umgebung, Menschen. Die wichtigste Bezugsperson im Leben eines kleinen Kätzchens – die Mutter – ist nicht mehr da.
  • Sollte eine Katze Zeit benötigen – keine Bange. Katzen sind unterschiedlich – die eine gewöhnt sich schneller an ihr neues Zuhause, die andere braucht etwas länger.
  • Die Gewöhnung an andere Haustiere sollte man langsam und vorsichtig vornehmen. Man darf die Tiere nicht überfordern. Wer mehrere Katzen hat, der sollte darauf achten, dass er mehrere Katzenklos, Näpfe und Schlafplätze vorhält. Experten betonen, dass man mehr Näpfe und Katzenklos als Katzen haben sollte – wer beispielsweise zwei Katzen in seinem Haushalt hat, der sollte mindestens drei Katzenklos zur Verfügung stellen.
  • Das Zimmer, in dem man eine neue Katze eingewöhnen möchte, sollte für andere Katzen und Haustiere tabu sein.
  • Wer möchte, dass die neue Katze ein Freigänger werden soll, der sollte sich auf eine ausgiebige Eingewöhnungszeit einstellen. Der Stubentiger sollte sich seines neuen Zuhauses absolut gewiss sein. Zu groß ist die Gefahr, dass die Katze einfach verschwindet. Auch sollte man das Tier an die Umgebung Schritt für Schritt heranführen. Kleinere Ausflüge reichen in den ersten sechs Wochen völlig aus. In dieser Zeit gewöhnt sich das Kätzchen auch an seinen (Ruf-)Namen.

Katzenerziehung

Das Wesen der Katze

Katzen gelten gemeinhin als besonders eigenwillig und freiheitsliebend. Im Gegensatz zu Hunden lassen sie sich nur äußerst selten und nur in begrenztem Maße erziehen. Sie ordnen sich ihren Besitzern nicht gern unter, können jedoch sehr verschmust und anhänglich sein und lieben es, sich kraulen zu lassen. Warten Sie jedoch stets darauf, dass die Katze von sich aus zu Ihnen kommt und respektieren Sie ihre Grenzen und Freiräume. Versuchen Sie, der Katze etwas aufzuzwingen, das diese eigentlich nicht möchte, setzt sie nicht selten ihre Krallen ein, um ihren Willen deutlich zu machen. Auch die domestizierten Hauskatzen von heute sind nach wie vor als Raubtiere zu betrachten. Dies äußert sich bei den Stubentigern häufig durch einen besonders ausgeprägten Spieltrieb, der auf den natürlichen Jagdinstinkt der Katzen zurückzuführen ist. Junge Kätzchen üben durch das Spielen das Verhalten und die Bewegungen, die für die Jagd notwendig sind. Hierzu zählen das Anschleichen sowie das Angreifen, Springen oder Fliehen.

Hilfe, meine Katze wird nicht stubenrein – was kann man tun?

Wertvolle Tipps: Was kann man tun, damit die Katze stubenrein wird? Jeder Katzenbesitzer kennt das – der Katze ist ein großes oder kleines Malheur passiert. Schlimm, wenn es sich wiederholt, dass die Katze auf den Teppich ein „Geschäft“ macht oder uriniert. Es ist schlichtweg frustrierend, man fühlt sich schnell hilflos. Was tun?

Wichtig ist, dass man sich als Katzeneltern beherrscht. Keineswegs sollte man aggressiv handelt, das Kätzchen womöglich in seinen eigenen Kot „tunken“, schimpfen oder ähnliches. Diese Reaktionen bringen nichts. Sie haben keinerlei pädagogischen Wert. Im günstigen Fall bleiben solche Reaktionen folgenlos. Oft aber erreichen sie genau das Gegenteil.

Tipps, wie man seine Katze stubenrein bekommt

Man sollte die Situation ganz ruhig analysieren. Hier hat (fast) alles seinen guten Grund. Möglicherweise ist der Katze die Benutzung des Katzenklos unangenehm. Wie kann es dazu kommen?

  • Katzen sind sehr reinliche Tiere. Möglicherweise ist das Katzenklo verschmutzt? Man sollte das Katzenklo gründlich säubern, mit neuem Katzenstreu versehen, der Katze ihr neues Klo zeigen. Durchaus kann man die Katze für eine Zeit im Raum lassen, bis sich die Katze an das neue oder saubere Katzenklo gewöhnt hat.
  • Sind mehrere Katzen im Haushalt, dann sollte man darauf achten, dass man genügend Katzenklos hat. Unterschiedliche, Standorte können helfen. Auch sollte das Katzenklo nicht unmittelbar neben dem Fressnapf stehen. Grundsätzlich gilt dann – das Katzenklo sollte häufiger gereinigt werden. Unterschiedliches Katzenstreu einfach ausprobieren.
  • Auch können gesundheitliche Probleme Ursache für das sogenannte „Schmutzen“ sein. Verdauungsprobleme, eine Blasenentzündung – wer sich unsicher ist, der sollte unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Befindet sich Blut im Urin, sind Parasiten im Stuhl?
  • Ist die Katze unsicher? Gibt es Stress mit anderen Haustieren? Hat das Kätzchen vor irgendetwas Angst oder gibt es Veränderungen, mit denen die Katze nicht klarkommt?
  • Darauf achten, dass die Katze den Platz meidet, wo ihr das Malheur passiert ist. Am besten nur dann frei laufen lassen, wenn man sie im Blick hat. Alternativ kann man die Stellen großflächig abdecken – beispielsweise mit einer Folie.
  • Die verschmutzten Stellen gründlich und nicht nur oberflächlich reinigen.

Möglich ist auch, dass die Katze schlichtweg ihr Revier markiert. Mit einem kleinen Urinstrahl bespritzt sie dann Wände, Türrahmen, Möbel. Auch dafür gibt es besondere Gründe, denen man nachgehen sollte:

  • Hat die Katze Angst?
  • Kommen Nachbarkatzen durch die Klappe zu Besuch?
  • Befinden sich mehrere, vielleicht zu viele Katzen in einem Haushalt?
  • Abhelfen könnte das Fernhalten fremder Katzen, die Kastration oder Sterilisation. Kater hören nach der Kastration normalerweise mit dem Markieren auf. Sollte man mit den genannten Tipps nicht weiterkommen, dann können Tierärzte professionelle und speziell qualifizierte Verhaltenstrainer empfehlen.

Katzensprache

Katzensprache – wie deute ich die Sprache meines süßen Stubentigers richtig?

Sprache und Gestik – gerade in der Eingewöhnungszeit ist es wichtig, die Sprache der Katze oder des Katers („Kätzisch“) zu verstehen. Der Verhalten einer Katze sagt viel über ihren Gemütszustand aus. Wer seine Katze besser kennenlernen will, der sollte sich mit dem Verhalten, mit der Gestik, mit Körperhaltungen – kurzum mit der Sprache seines Haustiers beschäftigen. In diesem Beitrag sollen die wichtigsten Merkmale, sozusagen der Katzen Grundwortschatz, vermittelt werden.

Katzensprache „Kätzisch“ richtig deuten – so verstehen Sie Ihre Katze!

Wie oft fraget man sich „Was will mir meine Katze eigentlich sagen?“. Katzen kommunizieren mit uns Menschen auf eine vielfältige Weise. Es ist gut und wichtig, wenn man die Sprache verstehen kann. Vorab – Katzen haben keine allgemeingültige, universelle Sprache. Das Alter der Katze spielt eine Rolle, auch die Rasse, die Sozialisierung, Gewohnheiten und die Erziehung. Allen Katzen ist jedoch gemein, dass sie von Raubtieren abstammen. Diese zweifelsfreie Herkunft unserer Stubentiger macht sich noch immer bemerkbar.

Katzen haben keine allgemeingültige, universelle Sprache

Die Vorfahren unserer Katzen gingen auf die Jagd, wie es unsere Stubentiger heute auch tun, sie kommunizierten mit Artgenossen, hatten einen ausgeprägten Spieltrieb. Wer die Gelegenheit hat, Raubkatzen im Außengehe eines Zoos zu beobachten, der kann sicher viele Parallelen feststellen. Die wichtigsten Kommunikationsmittel sind dabei

  • die Ohren,
  • der Schwanz,
  • das Fell,
  • die Augen,
  • die Katzenlaute bzw. die Stimme.

Bei den Katzenlauten haben wir es insbesondere mit dem Miauen, dem Fauchen, dem Weinen, Jaulen und dem Schnurren zu tun.

Meine Katze jault oder weint – was will sie mir sagen?

Ist eine Katze eingesperrt, sitzt sie in der Transportbox auf dem Weg zum Tierarzt, dann jault eine Katze. Manchmal hört es sich an wie das Weinen eines Kinders. Sie will uns sagen: „Befreie mich bitte aus meiner misslichen Lage“. Wenn man die Katze zu sich in die Wohnung holt, kann man das Jaulen schon aus der Transportbox im Auto hören. Macht man sie vertraut mit ihrem neuen Zuhause, zeigt man ihr die Näpfe, das Katzenklo, dann geht es mit dem Jaulen und Weinen nicht weiter.

Miauen – wie deute ich Katzenlaufe richtig?

Das Miauen der Katze zählt zu den häufigsten Katzengeräuschen. Schon mal beobachtet, dass Katzen untereinander nicht miauen? Eher selten. Es drängt sich der Verdacht auf, als wäre das Miauen der Versuch der Katze, mit uns Menschen ins Gespräch zu kommen. Katzen, die miauen, wollen von uns irgendwas. Sie

  • wollen ins Freie,
  • haben Hunger und fordern uns auf die Dose aus dem Regal zu holen,
  • wollen gestreichelt werden oder
  • haben Lust zu spielen.

Oder sie wollen einfach nur ein wenig Aufmerksamkeit oder begrüßen uns, wenn wir die Türe aufschließen. Schon als kleine Kitten miauen sie nach ihrer Mutter. Mit der kennt man die unterschiedlichen Miau-Laute und weiß dann ganz genau, wonach die Katze verlangt – je nach Tonlage, Lautstärke, je nachdem wie ausgedehnt das Miauen ist. Hunger, Durst, Spieltrieb – wer genau hinhört, weiß, was seine Katze ihm mitteilen will. Kommt hinzu, dass die Katze ihren Dosenöffner anstupst oder „köpfelt“, dann will sie sagen, dass sie ihn lieb hat oder sie will etwas von ihm.

Kein Geheimnis – was die Katze ausdrückt, wenn sie schnurrt

Ein typischer und bis heute wissenschaftlich nicht restloser Katzenlaut ist das Schnurren. Eine Katze, die schnurrt, fühlt sich wohl. Es geht einem das Herz auf, wenn die Katze auf dem Schoß schnurrt. Auch untereinander schnurren Katzen und demonstrieren damit ihr Wohlbefinden und machen deutlich, dass sie in friedlicher Absicht unterwegs sind.

Eine Katze schnurrt nicht nur, wenn sie glücklich und zufrieden ist. Der so typische Laut wird auch dann ausgestoßen, wenn sie Hunger oder Angst hat oder verletzt ist, und neuere Forschungstheorien vermuten sogar, dass damit ein Selbstheilungsprozess der Knochen ausgelöst wird. Durch das Schnurren werden die Knochen in Dauervibration versetzt und somit trainiert. Man geht außerdem davon aus, dass es der Kommunikation dienen kann. Kleine Kätzchen beispielsweise signalisieren durch Schnurren dem Muttertier, dass sie sich gut fühlen und die Mutter vermittelt dem Kleinen wiederum, dass keine Gefahren drohen.

Was will uns eine Katze mit ihrem Fauchen mitteilen?

Katzen, die fauchen, wollen einem sagen: „Bis hier und nicht weiter. Ich warne Dich“ oder aber „Ich habe Angst“. Hinzu kommen weitere Gesten wie das Aufstellen der Haare oder der berühmte Katzenbuckel. Kurzum – es werden alle Register gezogen, um das Gegenüber maximal abzuschrecken.

Der Schwanz der Katze ist ein zentrales Kommunikationsmittel

Katzen sind sehr schnelle und präzise Jäger. Der Schwanz dient der Balance. Aber auch Gefühle können Katzen mit ihrem Schwanz ausdrücken. Ausgerechnet der Schwanz ist eines der wichtigsten Kommunikationsinstrumente. Körpersprache: Die unterschiedlichen Schwanzstellungen geben viele Hinweise:

  • Ist der Schwanz der Katze „eingezogen“ und an den Bauch gelegt, ist die Katze ängstlich und unglücklich. Leicht über den Rücken zum Kopf hingebogen bedeutet aber auch: „Spiel mit mir, beschäftige Dich mit mir!“.
  • Ist der Katzenschwanz keck über den Rücken nach vorne gebeugt, ist die Katze glücklich, vielleicht auch ein wenig neugierig.
  • Wedelt die Katze mit dem Schwanz hin und her, das Wedeln kann auch in eine Art Zucken ausarten, ist sie genervt oder gar gereizt. Je mehr sie mit dem Schwanz peitscht, umso aggressiver ist die Katze.
  • Ist der Schwanz bis in die Spitze steil aufgerichtet, dann will die Katze freundlich begrüßen – beispielsweise dann, wenn sie von einem Ausflug nach Hause kommt.

Die Augen der Katze sind ein Spiegelbild des Gefühlslebens

Eine Katze, die demonstrativ wegschaut, will einer Situation ausweichen, ignorieren. Sucht sie hingegen den Blickkontakt, möchte sie Aufmerksamkeit. Katzen kommunizieren untereinander auch mit den Augen. Starrt eine Katze eine andere Katze an, fordert sie sie damit auf, sich zu unterwerfen oder sich „vom Acker“ zu machen. Der Mensch kann sich diese Verhaltensweise zunutze machen, indem er sie kopiert. Eine Katze, die völlig entspannt auf ihrem Schlafplatz liegt, schaut uns mit halboffenen Augen an. Halb geöffnete Augen signalisieren aber auch Sicherheit und Vertrautheit. Wir Menschen würden das auch nicht anders tun. Blinzeln signalisiert Unsicherheit, Stress oder Gereiztheit. Manche deuten das Blinzeln ihrer Katze auch als Lächeln. Blinzeln Sie doch einfach zurück! Sind die Augen weit geöffnet, fühlt sich die Katze putzmunter.

Lecken, leichtes Beißen heißt „Ich mag Dich!“

Beißt die Katze zärtlich in den Finger oder ins Handgelenk, will sie sagen „Ich hab‘ Dich lieb!“. Gleiches gilt für Liebkosungen wie Lecken, Anstupsen mit der Nase oder „Köpfeln“.

Katzen können auch mit ihren Ohren sprechen

Auskunft über die Gefühlslage einer Katze können auch die Ohren geben. Die verschiedensten Bewegungen kann eine Katze mit ihren Ohren durchführen. Sie kann die Ohren anlegen, drehen – zahlreiche Muskeln ermöglichen der Katze diese „Ohren-Kunststücke“. Mit ihren Ohren kann sich eine Katze an eine Geräuschquelle regelrecht „heranzoomen“. Hier kommt wieder der perfekte Jäger durch. Folgende Stimmungen kann die Katze mit ihren Ohren demonstrieren:

  • Sind die Ohren flach am Kopf angelegt, sind Angst oder Aggressivität der Grund. Die Katze schützt damit ihre Ohren bei einer Auseinandersetzung. Schon ein wenig angelegte Ohren lassen auf Unbehagen schließen.
  • Eine Katze, die neugierig ist oder sich auf etwas konzentriert, hat die Ohren nach vorne aufgestellt.
  • Eine entspannte Katze hat die Ohren nicht ganz aufgerichtet – die Muskulatur ist entspannt. Und dennoch bleibt sie immer hellwach und allzeit bereit.

Katzengesundheit

Katzengesundheit – ist die Katze gesund, dann freut sich auch der Mensch

Verantwortung für eine Katze übernehmen bedeutet auch, darauf zu achten, dass sie gesund bleibt. Wer wünscht sich nicht, dass der geliebte Stubentiger so lange wie möglich bei ihm bleibt. Katzeneltern können viel dafür tun, dass ihr Liebling gesund und munter ein langes und schönes Leben hat. Bis zu 20 Jahre und mehr können Katzen alt werde. Doch worauf muss ich achten, damit meine Katze lange gesund bleibt? Schon bei der Ernährung und dem Impfschutz fängt Katzengesundheit an. Katzenfutter sollte hochwertig sein und alle Inhaltsstoffe bieten, die wichtig sind für das Kätzchen. Auch sollte das Katzenfutter zur jeweiligen Lebenssituation des Tieres passen.

Katzengesundheit und Ernährung – zwei Seiten einer Medaille

So hat ein kleines Kitten andere Anforderungen an das Futter als eine ältere Katze. Ich eine Katze trächtig oder auch krank, kann man in Absprache mit dem Tierarzt Nahrungsergänzungsmittel verabreichen, um eine perfekte Versorgung der Katze zu gewährleisten. Der Tierarzt ist auch Ratgeber, wenn es um die richtige Futtersorte geht. Nährstoffe, Vitamine, Mineralien sollten auf die Katze abgestimmt sein. An die Futtermenge sollte man sich strikt halten. Eine Unterversorgung wie auch eine Überversorgung sind nicht gut für den Stubentiger.

Fellpflege, Augenpflege, Ohrenpflege – Katzenhaltung ist Verantwortung

Seine Katze stets im Blick haben, Veränderungen feststellen und die Pflege von Fell, Augen, Krallen und Ohren ernst nehmen – auch das ist verantwortungsvolle Katzenhaltung. Neben dem Katzenfutter gibt es weitere Faktoren, die die Katzengesundheit unmittelbar beeinflussen. Je nach Katzenrasse ist die Fellpflege wichtig. Bei Katzenrassen mit langen Haaren braucht die Katze bei der Pflege ihres Fells Unterstützung. Spezielle Bürsten sorgen dafür, dass das Fell der Katze nicht verfilzt und ausgefallene Haare entfernt bzw. herausgebürstet werden. Für Langhaarkatzen gibt es extra Bürsten-Sets. Ein kleiner Überblick über Langhaar Katzenrassen:

  • Heilige Birma
  • German Rex
  • Balineser Katze
  • Maine Coon
  • Sibirische Katze
  • Norwegische Waldkatze
  • York Chocolate
  • Perser
  • Ragdoll
  • Schottische Faltohrkatze
  • Russisch Blau

Katzen, die nicht Freigänger sind, brauchen gegebenenfalls Unterstützung bei der Krallenpflege. Nicht immer kann der Kratzbaum das Herumräubern im Freien ersetzen. Unbedingt sollte man sich mit einem Tierarzt besprechen. Auch sollte man die Ohren seiner Katze im Blick behalten. Parasiten wie insbesondere Milben können sich in den verwinkelten Gehörgängen einnisten. Der Tierarzt erklärt, wie Katzeneltern die Ohren schonend reinigen können.

Katzenpflege in den ersten Wochen zuhause

Üblicherweise erhält ein kleines Kätzchen in den ersten zwölf Woche wichtige Nährstoffe, die auch wichtig für die Stärkung der Abwehrkräfte sind über die Muttermilch. Übergeben wird die Katze mit einem ersten Impfschutz und einer Wurmkur. Wer beispielsweise seine Katze von einem Bauernhof übernimmt, der kann sich auf diese Erstversorgung nicht verlassen. Die Grundimmunisierung gegen

  • Tollwut,
  • Katzenschnupfen,
  • den katzenspezifischen Virsu FeLV (Feline Leukämievirus),
  • Katzenseuche

sollte dann ein Tierarzt wahrnehmen. Gut, wenn der Arzt nicht allzu weit entfernt ist – schließlich kann es sein, dass man ihn aufgrund einer akuten Erkrankung schnell aufsuchen muss. Eine Katze erhält vor allem in den ersten Lebensjahren immer wieder einen Impfschutz. Im Impfbuch wird genau festgehalten, wann der nächste Impfschutz fällt ist. Auf die Erinnerungspostkarte des Tierarztes sollte man sich nicht verlassen. Die Impftermine sollte man sich fest in den Kalender eintragen.

Regelmäßige Wurmkur ist bei Freigänger Katzen Pflicht

Dass Freigänger von Parasiten wie Würmern befallen werden, ist im Grunde genommen vorprogrammiert. Vor allem über Mäuse oder den Kot anderer Katzen finden Würmer oder Wurmeier den Weg in die Katze und leben dort als Parasiten. Dabei handelt es sich insbesondere um Wurmarten wie

  • Bandwürmer,
  • Spulwürmer,
  • Hakenwürmer.

Nicht nur im Interesse der Katzen, sondern auch im Interesse von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen sollte eine regelmäßige Wurmkur alle zwei bis drei Monate Pflicht sein. Entsprechende Wurmkuren – Pasten oder Tabletten – können beim Tierarzt erworben werden. Gleiches gilt für Parasiten wie Zecken und Katzenflöhe. Wer sein Haustier beobachtet, kann schnell für Abhilfe sorgen. Spezielle Zeckenhalsbänder helfen auch gegen Flohbefall. Spezielle ätherische Öle, die zwischen die Schulterblätter der Katze getropft werden, halten Parasiten fern. Auch hier sollte man den Tierarzt als ausgewiesenen Experten für Kleintiere befragen.

Aktiver Tierschutz: Wer nicht Katzenzüchter ist, sollte seine Katze kastrieren / sterilisieren

Zur verantwortungsvollen Katzenhaltung gehört auch das Kastrieren / Sterilisieren von Katze und Kater. Wer mit seinen Tieren keine Zucht betreibt, der sollte sich unbedingt zu diesem Schritt entscheiden. Eine Katze kann bis zu drei Mal pro Jahr Junge bekommen. Jeder, der schon einmal einen Wurf vermitteln musste, der weiß wie schwer das ist. Das Leid vieler Tiere kann durch eine konsequente Kastration verhindert werden. Der Eingriff ist unkompliziert, die Operationswunde ist schnell verheilt. Die Kosten halten sich zudem in Grenzen. Den Tierarzt sollte man wenigsten einmal pro Jahr aufsuchen. Oft ist der Impftermin ein willkommener Anlass, damit der Arzt die Katze in Augenschein nehmen kann. Dazu gehört auch, dass die Katze nach einer Anamnese gewogen wird. Wer all diese Handgriffe und Tipps, die zur Katzenhaltung einfach dazugehören, beachtet, der kann sich auf viele Jahre freuen, die er zusammen mit dem wundervollen Haustier Katze erleben kann.

Katzenfutter

Katzenfutter – Trockenfutter oder Nassfutter?

Wer vor den Regalen steht und sich für ein Katzenfutter entscheiden muss, der hat die Qual der Wahl. Unfassbar, wie reichhaltig und vielschichtig das Angebot ist. Vorweg: Man sollte immer die Kirche im Dorf lassen. Und: Man sollte den Mut haben, experimentierfreudig zu sein. Den kleinen Liebling kann man sowohl mit Nassfutter als auch mit Trockenfutter gesund und im Blick auf Nährstoffe, Vitamine und Mineralien, ausgewogen ernähren. Beides bietet Vor- und Nachteile. An dieser Stelle sollen von unabhängiger Seite die Pro- und Contra-Argumente zusammengetragen werden. Auch besteht immer die Möglichkeit, Trockenfutter und Nassfutter zu mischen.

Katzen sind Fleischfresser, demnach sollte Fleisch einen hohen Anteil in der Ernährung der Katze einnehmen. Im natürlichen Lebensrauf von Katzen erbeuten sie hauptsächlich kleine Säugetiere und Vögel, hin und wieder auch Fische, Amphibien, Reptilien und Insekten. Eine ausgewogene Ernährung der Hauskatze ist mit gekauftem Fertigfutter gut möglich, jedoch sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass der Kohlenhydratanteil nicht allzu hoch ist. Studien belegen ohnehin, dass Katzen keine pflanzlichen Nährstoffe benötigen, jedoch sind Kohlenhydrate und Zucker in geringen Maßen nicht grundsätzlich schädlich. Der Wasserbedarf der Katzen wird durch das Feuchtfutter ausreichend abgedeckt, stellen Sie jedoch trotzdem immer eine Schale mit Trinkwasser bereit, vor allem, wenn auch Trockenfutter auf dem Speiseplan steht. Um vor allem Wohnungskatzen vor Fettleibigkeit zu bewahren, ist es wichtig, ihr ausreichend Gelegenheit zur Bewegung und Beschäftigung zu bieten. Die Zugänglichkeit zu Zimmerpflanzen sollte möglichst vermieden werden, da zahlreiche Grünpflanzen wie etwa Weihnachtssterne, Oleander, Kakteen oder Begonien für Katzen giftig oder zumindest unverträglich sind.

Pro: Die Vorteile von Trockenfutter

  • Trockenfutter im Napf wird nicht so schnell schlecht. Es liegt in der Natur der Katze, mehrere Mahlzeiten zu nehmen. Immer wieder kann die Katze ihren Napf ansteuern. Viele Katzenhalter befüllen am Morgen den Futternapf mit einer Tagesration. Vor allem berufstätige Katzeneltern profitieren von den Vorteilen des Trockenfutters.
  • Trockenfutter ist keineswegs das „schlechtere“ Futter, es kommt dem natürlichen Fressverhalten der Katze sehr nahe
  • Trockenfutter ist praktisch. Man muss nicht so viel schleppen,
  • Trockenfutter ist lange haltbar und kostet aufgrund der niedrigen Transportkosten weniger als Nassfutter.
  • Trockenfutter ist gut für die Zähne. Durch das Zerkauen werden die Zähne mechanisch gereinigt. Durch das starke Kauen wird der Speichelfluss besser angeregt, was zu einer verbesserten Verdauung der Nahrung führt.

Contra: Nachteile von Trockenfutter

  • Ist der Sack mit Trockenfutter zu lange geöffnet, können Vitamine zerstört werden. Ein Tipp: Trockenfutter einfrieren.
  • Ein offener Sack mit Trockenfutter ist ein Magnet für „Ungeziefer“ wie Milben.
  • Auch können Fette ranzig werden. Man sollte den Futtersack also gut verschließen und zügig aufbrauchen. Lieber einen kleinen Sack kaufen.
  • Wer das Trockenfutter in einer verschließbaren Futtertonne aufbewahrt, der sollte daran denken, dass er die Tonne immer wieder gründlich reinigen sollte.
  • Bei der Dosierung von Trockenfutter sollte man darauf achten, dass man dem Tier nicht zu viel gibt. Gerade bei Trockenfutter gibt man dem Tier oft zu viel in den Napf. Übergewicht ist dann die Folge.
  • Wer seiner Katze Trockenfutter gibt, der sollte darauf achten, dass das Tier genug trinkt.

Pro: Vorteile von Nassfutter

  • Nassfutter schmeckt der Katze oft besser als Trockenfutter.
  • Nassfutter ist oft reich an Eiweiß – die Katze liebt das!
  • Nassfutter liefert viel Flüssigkeit. Etwa 80 Prozent des Futters besteht aus Wasser. Leidet eine Katze an Verstopfung oder Harnsteinen, dann rät der Tierarzt oft zu Nassfutter.
  • Nassfutter in der Dose hält sich sehr lange, oft über Jahre.
  • Zu viel Nassfutter im Napf? Nicht so schlimm wie bei Trockenfutter. Ein Überdosieren ist also nicht so tragisch. vPortionsweise in kleinen Dosen lässt sich Nassfutter gut lagern.

Contra: Nachteile von Nassfutter

  • Wer Nassfutter vom Supermarkt nach Hause schleppt, der muss wissen, dass er in erster Linie Wasser transportiert. Unpraktisch und wenig umweltfreundlich ist das!
  • Nassfutter verursacht viel Verpackungsmüll. Vor allem die Produktion der Aluminiumverpackungen ist sehr aufwendig und energieintensiv.
  • Nassfutter verdirbt schnell und zieht im Sommer Insekten wie Milben und Fliegen an.
  • Viele kleine Mahlzeiten, die wichtig sind für die Katze, lassen sich mit Nassfutter kaum realisieren.