Wie finde ich den passenden Vornamen?

Vornamen für Jungen und Mädchen

Den passenden Vornamen finden – Tipps für eine schwierige Entscheidung. Die Schwangerschaft ist eine sehr aufregende Zeit im Leben eines Paares oder einer Mutter. Der Körper verändert sich jeden Tag, der Bauch wächst, und plötzlich spürt die werdende Mutter, wie ihr Baby leicht von innen „anklopft“.

In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft werden viele Vorbereitungen für die Ankunft des Babys getroffen. Die Einrichtung des Kinderzimmers und die Wahl einer Erstausstattung sind besondere Momente, die sich mit der Vorfreude auf das Baby vereinen. Viele Eltern wissen bereits aus den Ultraschalluntersuchungen, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen bekommen. Noch schwieriger als die Auswahl des Kinderwagens oder die Farbe der Tapete im Kinderzimmer ist die Wahl des richtigen Namens.

Es gibt unzählige Namen in verschiedenen Sprachen und Schreibweisen. Viele Eltern fühlen sich überfordert, und das aus gutem Grund. Der Name wird das Kind ein ganzes Leben lang begleiten. Änderungen sind nicht möglich und auch nur in absoluten Ausnahmefällen erlaubt. Es ist demnach richtig, dass Sie über die Entscheidung lange nachdenken. Sie tun es zum Wohle Ihres Kindes, und Sie entwickeln einen ganz eigenen Geschmack, der sich in der Namenswahl Ihres Kindes ausdrückt.

Allgemeiner Trend oder ein besonders individueller Name

Jedes Jahr werde Listen der beliebtesten Vornamen veröffentlicht. Dies spricht dafür, dass viele Eltern einem Trend folgen und ihren Kindern Namen geben, die gerade sehr modern und angesagt sind. Dass diese Tradition bereits über Generationen verfolgt wird, sehen wir, wenn wir uns unsere eigenen Namen anschauen und feststellen, dass unsere Kinder heute ganz anders heißen. So gibt es die Generation unserer Großeltern, in der Hildegard, Wolfgang oder Klaus sehr beliebt waren. In der Elterngeneration heißt hingegen kaum jemand so. Peter, Ulrike oder Katrin sind Namen, die von vielen Eltern gewählt wurden, die jedoch heute kaum noch Bedeutung haben. Viele Mädchen heißen Mia oder Sophie, die Jungen Leon oder Paul. Es gibt jedoch Namen, die sich über Jahre und Jahrzehnte eine gewisse gute Tradition bewahrt haben. Dazu gehören Alexander, Anna oder Maximilian.

Welchem Trend sollten Sie nun folgen? Gehen Sie mit der Zeit, entscheiden Sie sich für einen bewussten Stilbruch oder suchen Sie für Ihr Kind einen ausländischen Namen aus? Dieser Trend greift in Deutschland ebenso um wie die Wahl sehr alter deutscher Namen. Neben Paul sind Franz, Friedrich oder Wilhelm wieder sehr beliebt. Auch Josephine oder Ernestine werden gern gewählt. Sie sind frei in Ihrer Entscheidung, und genau das macht die Namenswahl so schwierig.

Bei WelcherName finden Sie moderne und traditionelle, klassische Vornamen, sortiert unter Jungennamen und Mädchennamen – und es gibt auch einen Bereich für internationale Namen.

Checkliste: Vornamen

  • Ein Vorname mit Tradition?
    Gib es einen Namen in der Familie, der passt? Vater, Mutter oder Großeltern?
  • Welche Namen sind positiv besetzt?
    Namen rufen bei uns immer unterschiedliche Erinnerungen und Gefühle hervor. Welche Vornamen sind positiv besetzt?
  • Anregungen in unserem Namenverzeichnis suchen
    Gehen Sie unsere Listen durch und notieren Sie sich die Vornamen, die Ihnen zusagen.
  • Passt der Vorname zum Nachnamen?
    Auch das will gut überlegt sein. Sprechen Sie die Namen zusammen mit dem Nachnamen aus. Passt es bzw. wie klingt es für Sie?
  • Lassen Sie sich Zeit
    Streichen Sie nach und nach die Vornamen aus Ihrer Liste, die doch nicht passen. Es kommen sicherlich immer mal wieder neue Namen dazu – aber insgesamt dünnt sich so die Liste langsam aus. Über einen Namen sollte man mehr als nur eine Nacht schlafen, er soll schließlich für ein ganzes Menschenleben passen.

Tipps zur Namensfindung

Die besten Tipps zur Namensfindung

In der Regel kein allzu leichtes Unterfangen – die Suche nach einem passenden Vornamen für den Nachwuchs. Viel muss unter einen Hut zusammengebracht werden. Deshalb lohnt sich ein strukturiertes Vorgehen. Nicht selten gipfelt die Namenssuche in einen Streit. Das muss nicht sein. In Zeiten der Digitalisierung der Vornamen können sich Eltern über das Internet Vornamen Lexikon WelcherName freuen. Früher mussten Eltern auf der Suche nach einem schönen Jungennamen oder Mädchennamen dicke Bücher wälzen. Diese Zeiten sind vorbei. Vornamen, die Bedeutung von Vornamen können benutzerfreundlich recherchiert werden. Auch Varianten, internationale Ausprägungen, Vornamen mit einem kulturellen Bezug – vieles ist möglich und zielführend.

So finden Eltern einen schönen und passenden Mädchennamen oder Jungennamen

In einem ersten Schritt sollten beide Elternteile Familientraditionen und Wünsche in Erfahrung bringen. Gibt es eine liebe Großmutter oder einen lieben Großvater, deren/dessen Name weitergeführt werden soll? Hat sich ein Elternteil schon vor langer Zeit einen besonders schönen Namen ausgesucht. Sollte ein Vorname auch in einem anderen Land oder in einem anderen Kulturkreis einen schönen Klang haben – beispielsweise dann, wenn einer der beiden Partner ursprünglich aus einem anderen Land kommt? Ein Vorname will wohl durchdacht sein. Schließlich soll er den Nachwuchs ein Leben lang begleiten. Eltern sollten sich bewusst sein, dass sie hier für einen anderen Menschen entscheiden. Die WelcherName Tipps, sollen helfen, einen passenden Namen zu finden. Die Redaktion von WelcherName wünscht viel Spaß bei der Namenssuche.

Achten Sie auch auf den Nachnamen

Wichtig ist auch, dass der Vorname, den Sie für Ihr Kind wählen, mit dem Nachnamen harmoniert. Wenn Sie einen typisch deutschen Vornamen tragen, hört es sich nicht so gut an, wenn Sie einen komplizierten ausländischen Namen damit kombinieren. Gleichermaßen sollte der Name kein Zungenbrecher sein. Gleiche Anfangsbuchstaben oder eine gleiche Silbe am Ende können kreativ wirken oder auch nerven. Ein zu langer Name ist vor allem für Kinder sehr lästig.

WelcherName Tipps, sollen helfen, einen passenden Namen zu finden

Sind die Rahmenbedingungen der Namenssuche gesteckt, sollte jeder Partner eine Liste mit seinen Lieblingsnamen erstellen. Lassen Sie sich dafür Zeit und schlafen sie einige Male über die Liste. Sie werden es feststellen – auf der Liste wird viel Bewegung sein. Namen, die erst auf der Liste waren, werden gestrichen und durch andere ersetzt. Nach und nach wird die Liste immer kleiner. Das ist ganz normal. Erst dann sollten Sie sich zusammensetzen und die beiden Listen nebeneinanderlegen.

  • Gibt es Gemeinsamkeiten?
  • Wie groß ist die Schnittmenge?
  • Welche Namen schaffen es in die nächste Runde?

Setzen Sie sich mit den Namen auseinander. Ein Vorname muss auch noch einen erwachsenen Menschen schmücken. Binden Sie ganz gezielt Außenstehende ein. Wie reagieren diese?

  • Wie wirkt ein Vorname?
  • Passt er zum Nachnamen?
  • Fügt er sich gut ein in die Vornamen der Geschwister?
  • Wie sieht es mit dem Kindeswohl aus?

Keinesfalls sollte ein Vornamen Anlass für Hänseleien sein. Es sollten keine negativen Assoziationen hervorgerufen werden. Auch sollte er gut verständlich sein und nicht allzu kompliziert hinsichtlich der Schreibweise sein. Auch sollten sich Vorname und Nachname nicht reimen. Sprechen Sie die Lieblingsnamen zusammen mit dem Nachnamen laut aus. Passt alles? Geht er Ihnen flüssig über die Lippen? Kann es Verwechslungen geben?

Den passenden Vornamen fürs Kind finden – oft kein einfacher Prozess

Ist die Auswahl überschaubar geworden, kann man sich mit den einzelnen Vornamen intensiver beschäftigen.

  • Welche Bedeutung hat ein Name?
  • Gibt es Prominente Namensträger?
  • Woher kommt der Name?
  • Gibt es interessante Varianten und unterschiedliche Schreibweisen?
  • Sehr moderne Vornahmen sind oft schon bald wieder aus der Mode. Und nicht selten wecken sie dann negative Assoziationen – Stichwort “Kevinismus”.

Wer einen lieben Verwandten ehren möchte, der muss sich oftmals mit einem klassischen Vornamen auseinandersetzen, der eher veraltet daherkommt. Für Eltern lohnt es sich, Varianten dieser Vornamen unter die Lupe zu nehmen. So kann aus Maximilian „Max“, aus Heinrich „Henri“, aus Thomas „Tom“, aus Magdalena „Leni“ oder „Lena“ werden. Kurzformen sind besonders beliebt. Sie finden sich seit vielen Jahren beständig in den Hitlisten der Vornamen. Auch sollten Eltern immer bedenken, dass sie mehrere Vornamen vergeben können. Die Anzahl ist nicht unendlich – aber so können zwei oder drei Vornamen in die Geburtsurkunde eingetragen werden.

Namensbedeutung

Bedeutung von Namen – welche Bedeutung hat mein Vorname?

Vielen Menschen ist die Bedeutung von Namen wichtig. Wer wissen will, welche Bedeutung ein Vorname hat, dem kann das Vornamenlexikon WelcherName helfen. Schon der Literat E. T. A. Hoffmann war fasziniert von Namen und ihren Bedeutungen. In seiner Erzählung „Der Sandmann“ verwendet er sprechende Namen, die auf den Charakter der jeweiligen Person schließen lassen. So ist Clara / Klara / Chiara die Helle, Klare. Auch bei ihr ist der Name Programm. Clara ist bei Hoffmann also eine Figur, die rational ist. Der Vorname Lothar hat seine Wurzeln im Germanischen und bedeutet „berühmt“ oder auch „Heer“. Der perfekte Name also für einen sehr männlichen und ritterlichen Mann.

Die Bedeutung von Namen ist eng verknüpft mit der Geschichte der Namensgebung. Irgendwann haben die Menschen damit begonnen, sich Namen zu geben. Wann dies in grauer Vorzeit war, kann nicht eindeutig festgestellt werden. In allen Kulturen werden Namen verwendet. Die Einteilung in Vornamen und Nachnamen ist eine neuere Entwicklung. 1875 wurden im Deutschen Reich Standesämter eingeführt – seitdem trägt jeder Deutsche einen oder mehrere Vornamen und einen Nachnamen. Namen dienten vor allem als Hilfsmittel der Unterscheidung. Familiennamen haben sich im deutschsprachigen Raum ab dem 12. Jahrhundert durchgesetzt. Bis dahin fanden sich nur eingliedrige Personennamen. Die Bedeutung von Vornamen ist eng verknüpft mit der Geschichte der Namensgebung. Die meisten Namen leiten sich ab

  • aus dem Vornamen des Vaters oder der Mutter,
  • aus Berufen,
  • von Eigenschaften einer Person,
  • von der Herkunft eines Menschen,
  • von Besonderheiten der Wohnstätte.

Der Nachname „zu Schwabedissen“ beschreibt die Zugehörigkeit zum Schwabenhof, einem Bauernhof. Der Nachname „Bippes“ geht mutmaßlich auf „Baptist“ zurück. Grundsätzlich ist die Namensgebung im deutschen Sprachraum von lateinischen, germanischen und christlichen Traditionen beeinflusst. Bis heute sind die Vornamen und Varianten der Vornamen von Heiligen und biblischen Namen sehr beliebt.

Welche Bedeutung hat mein Vorname?

Muttersprache und Geschlecht sind die wichtigsten Merkmale eines Vornamens. Traditionen, Gebräuche, Merkmale sind weitere Faktoren. Ein Vorname soll, so der Anspruch vieler Eltern, besonders „passend“ sein – zum Nachnamen, zu familiären Traditionen, zu Merkmalen oder Eigenschaften des Kindes. Wohlklang und Originalität sind hier besonders wichtige Kriterien. Ein Vorname kann auch ein guter Wunsch oder eine Erwartung sein, die Eltern ihrem Kind mit auf den Weg geben wollen. Vorbilder, Persönlichkeiten, Verwandte, Idole können zudem „Namensgeber“ sein. Hier findet sich ein zentraler Grund, weshalb die Globalisierung auch Auswirkungen auf die Namensgebung hat. Namen, die auch international einen guten Klang haben, sind heute sehr gefragt.

Dauerhaft beliebt – Vornamen mit einem biblischen Bezug

Dauerhaft beliebt sind in Deutschland Vornamen mit einem biblischen Bezug und die Namen von Heiligen. Ein Blick in die Liste der meist verbreiteten Vornamen im Deutschland des 16. Jahrhunderts ist Beleg dafür. Die beliebtesten männlichen Vornamen u.a.: Johannes, Georg, Hans, Christoph, Friedrich, Philipp, Wilhelm, Andreas, Jakob, Michael, Peter, Caspar, Paul, Anton. Die beliebtesten weiblichen Vornamen u.a.: Anna, Maria, Elisabeth, Marie, Katharina, Agnes, Magdalene, Sophie, Christine, Sophia, Johanna, Charlotte, Eva. Klassische Vornamen halten sich bis heute stabil unter den TOP 10 der beliebtesten Vornamen. Vor allem die Abkürzungen traditioneller Namen sind bei Eltern beliebt. So wird aus Maximilian „Max“, aus Johannes werden „Hannes“, „Hans“ oder „Henri“. Kurzformen des biblischen weiblichen Vornamens „Magdalena“: Magda, Lena, Leni.

Namensrecht

Was ist rechtliche erlaubt beim Vornamen?

In Deutschland ist die Namensgebung weitgehend geregelt. Die Standesämter erfüllen längst nicht jeden Namenswunsch. Leitmaxime ist dabei das Kindeswohl. Welche Vornamen sind verboten, welche sind erlaubt? Die Vorgaben sind streng. Grundsätzlich ist geregelt, dass jeder Bürger einen Nachnamen und mindestens einen Vornamen haben muss. Vier Wochen haben Eltern Zeit, um ihrem Neugeborenen einen Vornamen zu geben und zur Eintragung vorzulegen. Das Standesamt entscheidet dann, ob der Vornamen zumutbar ist oder ob er dem Kindeswohl entgegenläuft. Vornamen müssen klar einem Geschlecht zugeordnet werden. Im Zweifel sollte der zweite Vorname eindeutig sein. „Auto“, „Dummkopf“, „Gott“ oder „Fahrrad“ sind keine Vornamen. Deshalb darf ein Kind auch nicht einen ganzen Satz als Vornamen tragen. Auch dürfen höchsten zwei Vornamen mit einem Bindestrich versehen werden. Stellt sich im Nachhinein dennoch heraus, dass der gewählte Vorname mit Vorurteilen behaftet ist, die dem Kind das Leben schwermachen, weil es beispielsweise in der Schule gehänselt wird, kann ein gut begründeter Antrag auf Namensänderung erfolgreich sein.

Viele Eltern bevorzugen außergewöhnliche Vornamen – Trend nicht nur bei Promis

Prominente sind auch bei der Namensgebung Trendsetter. Wir erinnern uns an die Kinder von Verona Feldbusch – „San Diego“ und „Rocco Ernesto“. Oder an weitere seltsame oder zumindest außergewöhnliche Babynamen:

  • Die Kinder von Ashlee Simpson mit den Vornamen „Bronx Mowgli“ und „Jagger Snow Ross“.
  • Jessica Alba und Cash Warren gaben ihren beiden Töchtern die Vornamen „Haven Garner“ und „Honor Marie“. Der Sohn heißt „Hayes Alba“.

Nicht alles, was in den USA möglich ist, bekommt in Deutschland den Segen der Verwaltung. Viele Menschen wollen diesen Stars nacheifern. Auch in Deutschland. Außergewöhnliche Vornamen sind ein Dauerbrenner. Sie sind einzigartig, fallen auf, bieten jede Menge Gesprächsstoff, bleiben in Erinnerung. Und das ist genau das, was sich diese Eltern wünschen. Mal ganz abgesehen davon, dass besonders außergewöhnliche Vornamen Anlass für Hänseleien in der Schule sein können. Oft reicht der Verweis auf die Gesetze. Nicht alles ist erlaubt. Die Regeln für die Namensgebung sind klar gefasst und bieten dem Standesbeamten nur wenig Spielraum.

Wie ist die Rechtslage? Kann der Wunschname eingetragen werden?

Man hat keinen Anspruch, einen Vornamen eintragen zu lassen. Wenn der Standesbeamte den Wunschnamen für nicht eintragungsfähig hält, kann es zu einem Rechtsstreit kommen, sollte man auf den Namen weiterhin bestehen. Entschieden wird nach Gewohnheitsrecht und Richterrecht. Urteile sind ein wichtiger Hinweis aber nicht allgemeingültig. Im Zweifel sollte man sich einen Rechtsbeistand nehmen, der die Namenseintragung solide vorbereitet. Dazu gehören auch ähnlich gelagerte Fälle. Wurde ein Vorname schon zugelassen, hat man gute Karten. Auch kann man sich bei einer Ablehnung in einem vergleichbaren Fall auf die juristische Auseinandersetzung einstellen. Im deutschen Namensrecht, das mit der Zeit immer liberaler wird, orientieren sich Richter und Standesbeamte an zurückliegende Verfahren. Kein Spielraum wird vor allem dann gesehen, wenn das Kindeswohl in Gefahr ist. Hier schützen Richter und Beamte ein Kind vor Hohn und Spott. In anderen Ländern mag es eine gute Tradition sein. Wer in Deutschland seinem Kind Namen „Daimler Benz“, „Fanta“ oder „Armani“ geben möchte, der kann nirgendwo mit einer Unterstützung rechnen.

Namensrecht in Deutschland wird liberaler – was früher abgelehnt wurde

Immer mehr Menschen, die in Deutschland leben, haben einen Migrationshintergrund. Das hat Auswirkungen auf unser Namensrecht. Auch die Welt der Vornamen ist in den vergangenen Jahrzehnten bunter geworden. Vornamen, die früher keine Chance auf Eintragung hatten, sind heute problemlos einzutragen. Der Promi-Mädchenname Emma Tiger wurde zunächst abgelehnt, dann aber doch eingetragen. Der Vorname Jesus ist in Spanien und Portugal ein üblicher Vorname. Auch in Deutschland kann er mittlerweile als Vorname vom Standesbeamten eingetragen werden. Hier fand eine Liberalisierung statt. Auch in Zukunft werden außergewöhnliche Vornamen immer häufiger Zustimmung finden. Bewährt hat sich in diesem Fällen eine kooperative Vorgehensweise.

Namensberatungsstelle der Uni Leipzig und Gesellschaft für deutsche Sprache helfen

Wer einen besonderen Vornamen-Wunsch hat, der sollte vorab Kontakt aufnehmen mit dem zuständigen Standesbeamten. Man sollte niemals direkt auf Konfrontation gehen, sondern erst ausloten, was machbar ist. Spezialisierte Rechtsanwälte können den Prozess unterstützen. Wer sich schon im Vorfeld über die Möglichkeiten einer Eintragung informieren will, der kann die Namensberatungsstelle der Universität Leipzig kontaktieren. Gegen eine Gebühr kann die Institution ein Namensgutachten zur Vorlage beim Standesamt erstellen. Neben der Universität Leipzig kann die Gesellschaft für deutsche Sprache Eltern beraten und zudem eine individuelle Zulässigkeitsprüfung vornehmen.

Vorname sollte kein Selbstverwirklichungsprojekt von Eltern werden – Kindeswohl zählt

Bei allem Streben nach Individualität. Eltern sollten nie vergessen, dass ihr Kind mit dem Vornamen durchs Leben gehen muss. Namensgebung ist also kein Selbstverwirkungsprojekt von Eltern. Das Wohl des Kindes steht über allem. Kinder streben nicht danach, anders zu sein als ihre Mitschüler oder Kindergartenfreunde. Eltern sollte sich immer auch fragen, wie die Umwelt auf einen Vornamen reagiert, wenn aus dem Kind ein Erwachsener wird. Passen dann noch Vornamen wie „Pumuckl“ oder „Peter Pan“?

Klassische Vornamen

Soll es ein klassischer und traditioneller Vorname sein?

Alte deutsche Namen haben ihre Wurzeln in der wohl ältesten schriftlich überlieferten deutschen Sprachform. Zeitlich einzuordnen ist die althochdeutsche Sprache zwischen 750 und 1050 nach Christus. Aus dieser Zeit sind Namen bekannt, die bis heute beliebt sind. Hartnäckig halten sich diese Vornamen, Varianten und Kurzformen altdeutscher Vornamen in den Hitlisten trendiger Mädchennamen und Jungennamen. Das Schöne an altdeutschen Vornamen ist, dass sie voller Geschichten und wunderbaren Bedeutungen sind. Sie haben Tradition, sind fest verwurzelt in Familiengeschichten und in der Religion – nicht selten handelt es sich um biblische Vornamen oder Namen von Heiligen. Auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Vornamen werden Eltern immer häufiger bei altdeutschen Vornamen fündig. Ein kleiner Vorgeschmack auf alte deutsche Vornamen: Greta, Marie, Karl, Alma, Emma, Hanna, Frieda, Franka, Rike, Peter, Levin, Georg, Otto, Paul.

Zahlreiche alte deutsche Vornamen haben viele Jahrhunderte überdauert

Eltern wünschen sich Vornamen mit Bedeutung. Der Name soll einfach passen. Zu unserer Kultur, zur Religion, zur Herkunft, zur Familie. In den vergangenen Jahren wurde oft die „Halbwertszeit“ moderner und zugleich exotischer Vornamen unter den Überschriften „Kevinismus“ und „Chantalismus“ diskutiert. Kinder mit Vornamen wie Kevin, Chantal, Mandy, Peggy wurden nicht selten stigmatisiert und mit Vorurteilen versehen. Bildungsfern sei das Umfeld der Kinder, die diesen Vornamen tragen. Schon in der Vergangenheit wurden Kinder mit Vornamen wie Dieter, Detlef, Horst, Manni oder Heini Opfer von Hänseleien. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift auf einen altdeutschen Vornamen oder auf Varianten und Kurzformen dieser alten Namen zurück. So wird aus Heinrich „Henry“ oder „Henri“, aus Maximilian „Max“, aus Magdalena „Leni“ oder „Lena“.

Traditionelle Vornamen transportieren Erinnerungen

Die Namen unserer Großeltern und Urgroßeltern halten Erinnerungen. Das ist ein weiterer Grund, warum Namen alle paar Generationen wiederauftauchen. Hieß der Urgroßvater Moritz, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eines der Kinder in der Familie wieder so heißt, recht groß. Urgroßtante Almut vererbt ihren Namen genauso wie Oma Maria und Onkel Karl. Die jungen Eltern von heute verbinden mit diesen Namen Kindheitserinnerungen. Sie denken nicht an Urgroßtante Almuts Gezeter und die Geschichten aus der Nachkriegszeit, die die Tante immer erzählte. Ihnen steht vielmehr das liebe Gesicht der Tante vor Augen, wenn sie den Namen hören. Sie schmecken Almuts selbstgebackenen Apfelkuchen, den es immer im Herbst gab, wenn der Garten so modrig nach feuchtem Laub roch und man als Kind voller Herzenslust durch die Haufen bunter Blätter toben konnte. Solche Erinnerungen wünscht sich wohl jeder auch für das eigene Kind – der Name ist voller Hoffnung und Träume.

Mit altdeutschen Vornamen Tradition, Wünsche und Erwartungen auf den Weg geben

Vielen Eltern ist wichtig, dass sie dem Nachwuchs gute Wünsche, Tradition oder auch eine Erwartung mit auf den Weg geben. Das gelingt besonders gut mit einem schönen altdeutschen Vornamen. Schnell lässt sich hier der Bezug zu einem historischen Vorbild, einer literarischen Figur, einer heiliggesprochenen Person oder schlichtweg zum Urgroßvater des Kindes herstellen. Wer seinem Kind einen größtmöglichen Erfolg im Leben wünscht, der kann ihm den Namen Karl oder Alexander geben. Vorname und die Bedeutung des Vornamens müssen passen. Oft gibt es mehrere Bedeutungen – vor allem dann, wenn man den Bezug zu einer historischen Person herstellen kann, die mit besonderen Eigenschaften in die Geschichtsbücher Einzug erhalten hat.

Oft sind es die Namen der Großeltern, die gern übernommen werden

In früheren Zeiten waren es häufig die Väter, die den Kindern ihre Namen gaben. Diese Zeit ist, zumindest in unserem Kulturkreis, vorbei. Heute erfahren die Eltern durch die vielen Voruntersuchungen häufig schon früh das Geschlecht des Kindes. Anschließend, manchmal sogar schon vorher, geht die Suche nach dem richtigen Namen los. Klassische Vornamen haben dabei immer wieder Konjunktur. Alle Eltern möchten ihrem Kind mit dem Namen quasi auch eine Persönlichkeit oder einen Wunsch mit auf den Weg geben. Daher kommt der Frage, was der Name aussagt, eine tiefe Bedeutung zu. Natürlich können Sie den Namen auch nur nach dem schönen Klang aussuchen; oder es kann wichtig sein, dass er zum Nachnamen passt. Es gibt vielfältige Strategien, den perfekten Vornamen für das Kind auszusuchen. Manches Baby erhält auch mehr als nur einen Vornamen. Gern werden für diese Zweit- und Drittnamen klassische Vornamen gewählt, die manchmal sogar aus der engeren Verwandtschaft stammen. Die Großeltern und Vorväter trugen häufig klassische Vornamen, die gern übernommen werden.

Was macht klassische Vornamen aus?

Klassische Vornamen stehen für Dauerhaftigkeit, Bewahren und Tradition. Das bedeutet, dass sie seit Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden gefragt sind. Sie sind klar und einfach, manchmal sogar weltweit bekannt (auch in Varianten), auf jeden Fall in unserem Sprachraum leicht auszusprechen. Nehmen wir als Beispiel den beliebten Vornamen Alexander: Es gibt anerkannte Variationen oder Spitznamen, die wir auch verwenden, unter anderem Sascha, Alex, Lex. Weiterhin zeichnen sich Klassiker dadurch aus, dass sie bereits in der Frühzeit (Antike) benutzt wurden und / oder häufig aus der Bibel stammen. So finden wir hier beispielsweise

  • Johannes (Hannes, Hans) oder
  • Andreas (Andi, Andy, André).

Namen, die über die Zeiten immer wieder auftauchen, gehören in die Rubrik klassische Vornamen. Dazu gehört auch, dass diese Namen schon immer weit verbreitet waren. Dabei kann es durchaus „Wellen“ gegeben haben, also Zeiten mit hoher und solche mit niedriger Häufigkeit. Der Name

  • Katharina (Katja, Katrin) war bereits im Mittelalter häufig, ebenso
  • Elisabeth (Lisbeth, Eli, Eliza, Lisa, Betty, Isabell) oder
  • Dorothee (Theodora).

Wir finden unter den Vertretern der klassischen Namen sehr oft Heilige oder andere Persönlichkeiten der Geschichte. Da sich das einfache Volk gern danach richtete, wie die Oberen ihre Kinder nannten – übrigens bis heute -, verbreiteten sich die Namen bald im ganzen Land. Die aktuelle Lage: Nachdem wir eine Zeit lang kurze Vornamen bevorzugt haben, rücken die meist längeren Klassiker allmählich wieder auf.

  • Viktoria (Victoria, Vicky) für „die Siegerin“,
  • Tobias (Toby, Tobi) für „Gott ist gut“ und
  • Rafael (Raphael) für „Gott hat geheilt“.

Viele der Namen gibt es aufgrund ihrer Wichtigkeit für Männer und Frauen. Die Liste der klassischen Vornamen ist lang, und die Auswahl fällt sicher nicht leicht. Wie wäre es mit Thomas, Klaus und Werner, mit Sabine, Mathilda und Simone? Einige Beispiele altdeutscher Vornamen machen deutlich, welchen Weg sie genommen haben. Es sind Namen voller Geschichten und Traditionen. Geliebte Verwandte, Vorfahren haben diese Namen getragen. Große historische Vorbilder verbinden wir mit diesen alten deutschen Namen. Und dennoch gelingt es uns, diese Namen auf ganz geschickte Weise so anzupassen, dass sie in die jeweilige Zeit passen. Heutzutage beispielsweise sind kurze Namen besonders beliebt. Ben, Mia, Lena sind Vornamen aus den TOP 10 der beliebten Namen. Oftmals sind es Kurzformen altdeutscher Namen. Aus Margareta wir Greta, aus Benedikt wird Ben. So werden uns altdeutsche Namen für viele folgende Generationen ganz sicher erhalten bleiben.

Moderne Vornamen

Modenamen wie Kevin, Chantal oder Grace

Immer wieder heiß diskutiert werden Modenamen. Vor allem dann, wenn ein Modevorname irgendwann einmal „out“ ist, wird über die Wahrnehmung des Namens diskutiert. Ganz klar – Eltern wollten nur das Beste für ihr Kind. Der passende Name für den Nachwuchs beschäftigt Eltern oft wochen- oder gar monatelang. Soll es ein eher traditioneller Vorname werden oder doch ein modischer Name, der in Serien, Filmen, Romanen immer wieder auftaucht? Wir erinnern uns an die Modenamen Mandy, Chantal, Kevin oder Finn, die eine Zeit lang besonders beliebt waren. Nicht immer behalten Vornamen ihren schönen Klang – deshalb sollten Modenamen wohl überlegt sein. Im schlimmsten Fall wird ein Modename einige Jahre später mit Vorurteilen belegt. Auch bei Lehrkräften und Personalern. Das muss nicht sein. Wer sich ausführlich berät, wer sich orientiert an beliebten Vornamen, die einen Bezug zu klassischen, traditionellen Vornamen haben, wer die Möglichkeit hat, sich mit Personen zu unterhalten, die sich schon von Berufs wegen mit Menschen und ihren Namen auseinandersetzen, der wird ihn sicher finden – den perfekten Vornamen für seinen Sohn oder seine Tochter. Man sieht, dass moderne Vornamen aus jeder Nationalität bestehen können, erlaubt ist hier mittlerweile, was gefällt. Einzig das Geschlecht des Kindes muss durch seinen Vornamen klar erkenntlich sein.

Bei einigen Namen nochmals vor der Vergabe überlegen

Vielleicht sind Sie gerade am Anfang der Schwangerschaft noch begeistert von dem ein oder anderen Namen gerade auch, weil er von den typischen Vornamen abweicht und weltoffen ist, doch Sie sollten sich auch immer in Ihr Kind hineinversetzen. Wie würden Sie sich mit dem ein oder anderen Namen unter anderen Kindern oder Jugendlichen fühlen. Oder später als erwachsener Mensch? Denn auch wenn moderne Vornamen bei Babys noch sehr süß und niedlich sein können, könnte das Kind spätestens in der Schule schon Probleme bekommen. Denn bei einigen Namen, die sehr speziell sind kann es schnell sein, dass Ihr Kind später zum Außenseiter abgestempelt wird, wenn ein sehr außergewöhnlicher Name quasi dazu einlädt. Und nicht jedes Kind oder jeder Jugendliche hat dann das Rückgrat, sich zu wehren und zu seinem Vornamen zu stehen.

Moderne Vornamen – es gibt durchaus auch ungünstige Kombinationen

Auch mit dem Nachnamen sollte der ausgesuchte Vorname einmal deutlich ausgesprochen werden. Denn Kinder haben die Fantasie, hieraus für den Namensträger meist nicht lustige Nicknames zu bilden. Vor allem, wenn man einen außergewöhnlichen Nachnamen, wie zum Beispiel Lappen oder Schweiß haben, dann sollten Sie Ihre Kinder nicht Rosa oder Axel nennen. Dies sind natürlich extreme Beispiele aber hierauf sollten Sie bereits schon während der Schwangerschaft bei der Namensfindung achten. Fragen Sie vor allem auch Freunde oder Bekannte, was diese von dem ausgesuchten Vornamen halten, denn ein Außenstehender kann Ihnen hier sicherlich die Augen öffnen. Wenn Sie sich für moderne Vornamen entscheiden möchten, die nicht Deutsch sind, dann ist es auch wichtig, sich über die Bedeutung des ein oder anderen Namens Gedanken zu informieren.

Moderne Namen für Mädchen

  • Britney/Brittany
  • Chantal
  • Charleen/Charlize
  • Chayenne
  • Darleen
  • Deleila
  • Elody
  • Estephania
  • Grace
  • Jocelyne
  • Kimberly
  • Sharmaine
  • Soraya
  • Vivienne
  • Xena/Xenia

Moderne Namen für Jungen

  • Calvin
  • Damon
  • Dustin
  • Etienne
  • Germaine/Jermaine
  • Jason
  • Jayden
  • Jérôme/Jeremy
  • Justin
  • Kevin
  • Lazlo
  • Lennox/Maddox
  • Maik/Mike/Mikel
  • Steven
  • Tyler

Vorurteile bei Vornamen

Namen-Vorurteile – passt Dein Name zu Dir?

Passt Dein Vorname oder ist er voll daneben? Vornamen haben oft eine Bedeutung. Entspricht man nicht dem Vornamen, sind Irritationen unausweichlich. Nomen est omen – das bekannte lateinische Sprichwort spielt auf genau diesen Umstand an. Der Name ist ein Zeichen – so die freie Übersetzung. Die Redensart wird immer dann ironisierend eingesetzt, wenn der Name und Person bzw. Sache zueinander passen. So kann es einem Thomas, der gerne an sich und seinem Umfeld verzweifelt, passieren, dass man ihn mit „Thomas, der Ungläubige“ betitelt. In den Comics von Asterix und Obelix arbeiteten die Autoren René Goscinny und Albert Uderzo mit genau diesem Stilmittel. Da gibt es den Häuptling Majestix, seine Frau Gutemine, den Greis Methusalix, die schöne Falbala, den Spirituosenhändler Alkoholix, den Verräter Heuchlerix und viele andere Mehr – nomen est omen.

Ist man so wie man heißt? Nicht immer passt ein Name mit Bedeutung

Ist man so wie man heißt? Nicht immer passt ein Name mit Bedeutung zu einer Person. Unnötige Vorurteile können die Folge sein. Eltern machen sich in der Regel viele Gedanken um den passenden Vornamen. Vielen Eltern ist wichtig, dass sie ihrem Kind einen Vornamen geben, von dem er später profitieren soll. Der Name beinhaltet dann einen Wunsch oder gar eine Erwartung, die dem kleinen Erdenbürger von Papa und Mama mit auf den Weg gegeben wird. Wenn sich das Kind aber ganz anders entwickelt? Studien belegen – Namen machen Leute. Vornamen sind Entscheidungen mit weitreichenden Folgen. Menschen entscheiden dabei für andere Menschen. Betroffene können diese Entscheidung nicht treffen. Das Schicksal liegt in den Händen der Eltern. Sie können sie allenfalls korrigieren. Die Hürden der Standesämter sind hoch. Da wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Erst recht dann, wenn Menschen unter ihrem Vornamen leiden.

Der Vorname hat einen wichtigen Einfluss auf Ausbildung und Beruf

Wenn wir einen Vornamen hören, entstehen immer auch Bilder in unserem Gehirn – Schemata, die wir abgespeichert haben. Erfolgreiche Menschen tragen oft kurze Vornamen – Max ist hier ein klassisches Beispiel. Die Kurzform von Maximilian. Oder denken wir an Major Tom Enders, SEO des Flugzeugbauers Airbus. Eigentlich heißt Tom “Thomas”. Studien, die in den USA durchgeführt und publiziert wurden, machen deutlich, dass Männer mit einem einsilbigen oder zweisilbigen Vornamen im Durchschnitt mehr verdienen und höher hinaufklettern auf der Karriereleiter. Top-Manager heißen also Jack, Max, Todd, Dirk oder Bill. Auch bei Frauen werden eingängige, unkomplizierte, kurze Vornamen bevorzugt. Managerinnen heißen Emma, Mia, Anna, Toni oder Katie. Weitere Studien heben darauf ab, dass Menschen mit einem auch international einfach auszusprechenden Namen sowohl in der Ausbildung als auch später im Berufsleben bevorzugt werden.

Eltern im deutschsprachigen Raum fragen, welche Vornamen erfolgversprechend sind

Mit einem Blick in die Hitlisten besonders beliebter Vornamen lässt sich auch in Deutschland ein klarer Trend ausmachen. Vornamen sind heutzutage kurz, eingängig und hoffentlich auch förderlich für die spätere Karriere des Kindes. Drei Voraussetzungen sind dabei entscheidend:

  • Der Vorname sollte einen Bezug zu einem klassischen Vornamen haben. Kurzformen traditioneller, alter Namen bieten sich hier an.
  • Ein oder zwei Silben sollte der Vorname höchstens lang sein. Dabei sollte er zudem einfach auszusprechen sein.
  • Perfekt, wenn der Vorname überdies zum Nachnamen passt.

Vorsicht bei Modenamen: Kevin, Justin, Chantal, Jaqueline & Co.

Kommen wir zur Kehrseite – zu Vornamen, die mit Vorurteilen behaftet sind. Auch hier gibt es Studien, die deutlich machen, welche negativen Auswirkungen ein Vorname haben kann. Als die Vornamen Kevin und Chantal beliebt waren, haben sich Eltern nichts Böses gedacht, als sie ihrem Kind einen der beliebten, modernen Namen gegeben haben. Auch mit diesen Vornamen wollten Eltern nur das Beste für ihr Kind. Einige Zeit später kam zutage, welche Vorurteile sich entwickelt haben. Als „Kevinismus“ ging die Debatte in die Geschichtsbücher ein. Vornamen, die sich unter der Unterschrift „Kevinismus“ subsummieren genießen heute oft keinen guten Ruf. Kevin, Chantal, Jacqueline, Justin & Co. – diese Namen stehen gerne für Bildungsferne, schlechte Noten, wenig Erfolg im Beruf. Auch hier geht der Vorname eng einher mit dem Erfolg eines Menschen. Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Kevin & Co. auch bei Lehrern und Arbeitgebern negative Assoziationen und Vorurteile hervorrufen. Tatsächlich, so Studien, werden Kinder, die auf die Vornamen Elisabeth, Viktoria oder Anna hören bei der Notengebung bevorzugt. Chantal hat das Nachsehen. Das macht deutlich, wie undifferenziert, unreflektiert und ungerecht viele Menschen ganz intuitiv reagieren, wenn sie einen Vornamen hören. Dem Menschen, der den Namen trägt, werden sie damit nicht gerecht.

Auch Vornamen, die auf Migrationshintergrund verweisen, können Vorurteile wecken

Den „Prof. Dr. Kevin“ kann es genauso geben wie den „Prof. Dr. Max“. Auch muss es nicht so sein, dass Eltern mit einem eher niedrigeren Bildungsstand auf moderne Vornamen setzen, die ihnen vor allem aus Fernsehserien bekannt sind. Vornamen unterliegen der Mode. Der Kevinismus hat ganz sicher dazu geführt, dass sich Eltern deutlich mehr Gedanken über die Tragweite eines Vornamens machen. Aber nicht nur die Kevins dieser Welt müssen gegen Vorurteile ankämpfen. Auch Vornamen, die auf einen Migrationshintergrund verweisen, können Vorurteile wecken. Diskriminierung im Alltag: Viele Menschen sind schnell dabei, einen Mitmenschen einer sozialen Schicht einzuordnen. Auch die Politik ist auf der Suche nach Lösungen. Die anonyme Bewerbung könnte helfen, Vorurteile, die mit einem Vornamen einhergehen, auszuschalten. Nur die Qualifikation sollte zählen. Und nicht der ausländisch oder exotisch klingende Vorname. Assoziationen bleiben außen vor. Es scheint ein Automatismus zu sein, dass wir, nachdem wir den Vornamen eines Menschen erfahren haben, Rückschlüsse ziehen: Alter, soziales Umfeld, Herkunft und Kultur, Religion, Bildung, und so weiter und so fort. Vornamen haben Macht. Und dennoch sind sie nicht wegzudenken, da sie fester Bestandteil unserer Identität und Persönlichkeit sind.

Berühmte Vornamen

Wenn Stars und Sternchen zu Namensgebern werden: Berühmte Vornamen – was ist dabei zu beachten?

Dass der bis dahin relativ unbekannte Vorname Kevin nach 1990 plötzlich auch in Deutschland sehr beliebt wurde und heute zu dem sprichwörtlichen Kevinismus geführt hat, zeigt einmal mehr, dass nur ein oder zwei Filme dafür sorgen können, dass ein Name massiv von Eltern gewählt wird. Was die Komödie von John Hughes „Kevin – Allein zu Haus“ bewirkte und auch Kevin Kostner mit seinem Film „Der mit dem Wolf tanzt“ gelang, wird sich immer wieder beobachten lassen. Die Eltern wählen berühmte Vornamen, weil sie ein Stück des Glanzes des Films bzw. des Darstellers auch auf das Kind übertragen wollen oder einfach dem Film ein Denkmal setzen wollen. Ähnlich verhält es sich mit den Vornamen von Promis aller anderen Arten, wie Sängern, TV Stars oder Namen von Serienfiguren.

Schmucke Vornamen Audrey und Grace – ein Hauch von Glanz und Glamour

Manche Eltern nannten zu Lebzeiten der Stars Grace Kelly bzw. Audrey Hepburn ihre Töchter ebenso. Die prominenten Schönheiten, die auch heute noch klangvolle Namen haben, zeigen aber, dass die Wahl eines mit einer berühmten Person verbundenen Namens deutlich einiges an Risiko in sich birgt. Das soll also nicht verschwiegen werden. Wenn ein Mädchen so gar nicht die gazellenhafte Anmut einer Grace Kelly oder Audrey Hepburn hat, da die Familie eher zu kräftigen Staturen neigt, kann das später zu allerhand Unglück und Sticheleien von Außenstehenden führen. Ein Blick in die Ahnenreihe und deren Aussehen ist da schon angeraten.

Berühmte Vornamen: Elvis

Der Name Elvis ist natürlich ebenso befrachtet, und jeder denkt sofort an den King. Echte Fans des früh verstorbenen Sängers und Schauspielers haben es sich aber zur Aufgabe gemacht, ihr Kind sozusagen zwecks Verlängerung des Lebens des guten Elvis Presley nach ihm zu benennen. Das ist so weit verständlich und wurde und wird auch heute noch so umgesetzt. Ob alle Elvisse, die nach 1977 geboren wurden, so glücklich mit dem Namen sind, ist fraglich. Ähnlich verhält es sich mit dem Namen Lisa Marie, dem Namen der Tochter des King of Rock’n’Roll. Interessanter Weise wird dieser Name aber nicht so oft mit dem Hintergrund in Verbindung gebracht.

Wie wäre es mit Boris oder Steffi?

Dass unsere Tennisstars Boris Becker und Steffi Graf natürlich auch zu Zeiten ihrer Hochphase sozusagen Paten für Kinder gleichen Vornamens waren, dürfte nicht weiter verwundern. Steffi oder korrekt Stephanie ist aber wohl neutral genug, um nicht ständig Assoziationen an das frühere Tennis As zu wecken, während der Name Boris schon etwas mehr in Richtung Leimen weist.

“So heißt doch der Sohn von…!”

Berühmte Vornamen leiten sich auch oft von den Namen der Kinder von Promis ab. So, als hätte man von wichtiger, quasi berufener Seite nur auf eine Anregung gewartet, nennen plötzlich viele Eltern ihr Kind

  • Alessio (nach dem Spross von Sarah und Pietro, dem unglücklichen Duo) oder
  • Eliah Blue (nach dem Ochsenknecht’schen Nachwuchs).

Auch hier wird wohl ein Stück Glamour mit ins Spiel gebracht oder eben eine Inspiration umgesetzt. Beides ist verständlich und legitim. Reaktion: „So heißt doch der Sohn von!“. Fazit: Die echten Fans eines Stars oder einer Serienfigur dürfen ihr Kind ruhig – und wenn es als zweiter Vorname ist – nach ihrem Idol benennen. Dass damit natürlich auch immer hohe Erwartungen an das Kind und seinen Charakter verknüpft sind, sollten Sie sich als Fan-Eltern vor der Taufe des Kindes klarmachen. Und denken Sie ruhig noch einen Schritt weiter, an den Nachwuchs, wie Sie ihn bald auf dem Spielplatz, also in aller Öffentlichkeit, rufen werden. Diego oder Pep kann doch ein wenig befremdlich wirken, wenn das Kind blond ist und so gar nicht sportlich wirkt.

Doppelnamen

Doppelnamen sind sehr en vogue – doch was sind die Gründe dafür?

Wenn Sie Ihr Kind mit einem Namen ausstatten wollen, der nicht so leicht vergessen wird, sollten Sie ruhig auf die Verdopplung von Namen setzen. So wird der Name auch zu einem Paket, das zwei Aspekte oder Charaktere zugleich abdeckt. Dass Namen wie

  • Mia-Sophie,
  • Jean-Luc oder
  • Gina-Lisa

aktuell so beliebt sind, hat vermutlich auch damit zu tun, dass die einzelnen Teile für sich genommen in der Masse untergehen würden. Das Wort Masse ist hier durchaus buchstäblich zu nehmen, denn wenn in einer Schulklasse allein zehn Mal der Name Sophie auftritt, kann man von Originalität nicht mehr unbedingt sprechen. Doppelnamen kennzeichnen also das Besondere und zeigen auch ein Stück Kreativität auf.

Nicht ganz so neu: Doppelnamen

Dass die aktuell so angesagten Doppelnamen nun plötzlich aus dem Nichts entstanden wären, kann man nicht behaupten. Denken Sie an die Generation der jetzigen Großväter und -mütter, und schon sind sie wieder da, die doppelten Lottchen. Der Karl-Heinz traf damals auf Hans-Peter und Rolf-Dieter, die Anne-Marie traf auf die Eva-Maria. Dass die Generation dazwischen mit ihren schlichten Petras, Markussen und Nadjas nicht so sehr zum Doppelten neigte, ist ein wenig unverständlich, aber die Doppelnamen, die jetzt so gefragt sind, könnten mit dem Revival alter Namen bzw. Gepflogenheiten ganz allgemein zusammenhängen. In der Folge präsentieren wir Ihnen einige Namen der aktuellen Sorte, die von relativ gebräuchlich bis zu relativ exotisch reichen.

Doppelname Sarah-Joelle

Dieser Name hat schon etwas Anspruchsvolles, denn hier werden ein hebräischer und ein französischer Name kombiniert. Überlegen Sie gut, wenn Ihre Tochter das Licht der Welt erblickt, ob diese geballte Ladung wirklich zu ihr passt.

Doppelnamen Mia-Sophie und Pia-Sophie

Alle Arten von Kombinationen mit dem Namen Sophie scheinen gerade sehr en Vogue zu sein. Pia oder Mia, auch schon noch einmal, Ann oder andere Zutaten zum Doppelnamen: Wie es scheint, muss sozusagen immer die gute Sophie mit ins Gepäck. Falsch machen können Sie bei diesen Kombinationen eigentlich nicht allzu viel. Der Name Sophie ist ein anpassungsfähiges Element.

Doppelname Gina-Lisa

Ein wenig überfrachtet ist dieser Name schon. Manche Namen aus der Kategorie der Doppelnamen sind leider schon mit einem Image versehen, das Sie als Eltern gut bedenken sollten. Eine Gina-Lisa Lohfink geistert seit einigen Jahren durch die Medien, mit mehr oder weniger angenehmen Nachrichten aus ihrem sehr speziellen Liebesleben. So extravagant und klangvoll der Name im Prinzip ist: Überlegen Sie gut, bevor Sie Ihre Tochter damit versehen.

Doppel Vorname Ben-Boris

Dieser Name riecht geradezu nach Beckers in allen Formen, ist aber aktuell recht populär. Dass sich bei den Jungen oft nur ein Name des Zweiersets, hier also Ben oder Boris, durchsetzt, sollte Ihnen bewusst sein. Allzu viele Schnörkel sollen Jungen auch heute wohl noch nicht haben.

Vorname Luca plus alles Mögliche

Mit Luca wird allerhand kombiniert: Alexander, Paul, Joel etc. Luca ist ein echter Dauerbrenner geworden, auch in der kurzen Form Luc zu beobachten. Alle Kombinationen mit Luca haben tendenziell etwas Opulentes, vor allem, wenn ein Mehrsilber wie Alexander folgt. Vielleicht entscheiden Sie sich doch lieber für einen einfachen Luca. “My name is Luca” sang doch vor Jahren schon eine Popgröße. Fazit: Moden kommen und gehen, und wenn Sie sich gerne der aktuellen Mode der Doppelnamen anschließen möchten, kombinieren Sie doch zunächst einmal alle Namen, die Ihnen gefallen, miteinander. Was klingt schöner:

  • Sarah-Lisa oder
  • Joelle Sarah,
  • Luc-Finn oder
  • Paul-Luca?

Wer die Wahl hat, hat hier die Qual der fast unendlichen Möglichkeiten.

Kurze Vornamen

Deutsche und europäische kurze Vornamen

Kurze Vornamen sind beliebt – kein Wunder, denn sie sind einprägsam und lassen sich zudem nicht zu merkwürdigen und oft ungeliebten Spitznamen abkürzen. Außerdem lassen sich Namen mit maximal drei bis vier Buchstaben gut rufen – und stehen zudem in dem Ruf, dass der Träger ebenso zielstrebig und prägnant ist wie der Name selbst.

Die Vorteile eines kurzen Vornamens liegen auf der Hand

Schon immer gaben Eltern ihren Kindern Namen mit einer besonderen Bedeutung: So sollte in früheren Zeiten ein Name mit der Bedeutung “Wolf” seinem Träger Stärke und Mut verleihen oder ein Mädchenname mit der Bedeutung “Rose” die besondere Schönheit und Anmut des Kindes unterstreichen. Auch heute noch ist die Bedeutung eines Babynamens wichtig, schließlich hängt von diesem unter anderem auch ab, wie erfolgreich der Namensträger später einmal im Beruf sein wird. Wer sich einmal bei den Vornamen von Vorständen oder Managern umsieht, stellt schnell eines fest: Viele dieser beruflich erfolgreichen Menschen tragen auffallend kurze Namen. Das hat verschiedene Gründe: Kurze Vornamen lassen sich gut merken, sind unkompliziert, stringent – und passen zu den meisten Nachnamen. Manche Namen werden deshalb nachträglich gekürzt – aus Thomas wird kurzerhand Tom, aus Maximilian Max.

Kurze Vornamen passen einfach immer

Ganz gleich, ob Sie einen kurzen, mittleren oder langen Nachnamen tragen, ein kurzer Vorname passt einfach immer. Für gewöhnlich raten Experten, wegen des Klanges zu einem langen Nachnamen einen eher kurzen Vornamen und zu einem kurzen Nachnamen einen eher langen Vornamen zu wählen. Tatsächlich passt aber auch ein kurzer Vor- zu einem kurzen Nachnamen. Wer mag, kann seinem Kind schließlich noch einen zweiten (aber im Alltag stummen) Namen geben und damit die Klangharmonie bewahren. Kurze Vornamen gelten zudem als zeitlos – Namen wie

  • Tim – der Ehrenwerte, der Geehrte
  • Ben – der Gesegnete
  • Laura – die Siegerin
  • Lena – die Strahlende, die Schöne, die Leuchtende

erfreuen sich schon seit Beginn der 1980er großer Beliebtheit, die bis heute ungebrochen ist. Kurze Vornamen wirken frisch und modern.

Unisex Vornamen

Die außergewöhnlichen Vornamen klingen nicht nur gut, sondern wecken im Alltag auch Interesse

Es gibt Vornamen, die nicht eindeutig aussagen, ob es sich um eine männliche oder eine weibliche Person handelt. Sie dürfen diese Namen verwenden, aber Sie müssen sich für einen Doppelnamen entscheiden. Dabei darf der zweite Name nicht Unisex sein, sondern er muss das Geschlecht Ihres Kindes ganz eindeutig bestimmen. Als Rufnamen dürfen Sie den Unisex-Namen gern verwenden.

Für zukünftige oder werdende Eltern ist bei der Auswahl des Vornamens für das Kind eines wichtig: In Deutschland gibt es keine explizite gesetzliche Grundlage dafür, dass aus dem Vornamen des Kindes das Geschlecht hervorgehen muss. Sie dürfen sich demnach durchaus für einen Unisex Vornamen entscheiden. Einige Standesämter bestehen zwar aufgrund einer Anweisung vom Verwaltungsgericht darauf, dass der Vorname des Kindes einen Charakter tragen muss, der auf das Geschlecht hinweist, diese formelle Anweisung ist jedoch gesetzlich nicht bindend. Sie dürfen sich mit einem Unisex Vornamen also im Sinne für Ihr Kind durchsetzen.

Unisex Vornamen werden überall auf der Welt verwendet

Interessanterweise sind Unisex-Namen keine moderne Erscheinung, sondern haben eine regional historische Geschichte. So haben sich in den letzten Jahrhunderten eine Reihe friesischer Vornamen mit germanischem Ursprung entwickelt. Auch kulturelle Aspekte spielen eine Rolle: In verschiedenen Kulturen kommen Namen als weiblicher und männlicher Name vor – jedoch mit unterschiedlicher Bedeutung. Ein kurzer Blick rund um den Globus zeigt, dass geschlechtsneutrale Vornamen schon lange traditionell verankert sind. So ist “Ike” die kurze Form von Isaak und kann als Ike für Mädchen und Jungen verwendet werden. Im deutschsprachigen Raum ist Uli oder Ulli als geschlechtsneutraler Name bekannt. Bälter, mit schwedischem Hintergrund, kennen weniger Menschen. Spannend wird es mit Cato, einerseits ist dieser Vorname eine kurze Form von Katharina, andererseits ist es ein männlicher Vorname und war vor langer Zeit ein römischer Beiname.

Geschlechtsneutrale Unisex Vornamen sind alltagstauglich!

In Südafrika ist Yannie beispielsweise beliebt und stammt sogar von den Ureinwohnern des Kontinents. An diesem Beispiel der Unisex Vornamen zeigt sich sehr gut der traditionelle Gedanke. Auch Sascha dürfte vielen Menschen als mögliche Variante für einen Jungen oder ein Mädchen sein. Warum also nicht? Wenn Sie sich für einen Namen mit deutschem Hintergrund entscheiden möchten, sind Bobby, Conny oder aus Germaine möglich. Unisex Vornamen, die nicht alltäglich sind und keinerlei Schwierigkeiten im Alltag hervorrufen. Und genau dies dürfte für zukünftige Eltern einer der wichtigsten Punkte bei der Auswahl des Namens für das Kind sein. Ein Name, der allgemeine Akzeptanz findet und nicht etwa als Grund für Ärger herhält.

Unisex Vornamen brauchen nicht viel Mut

Zu einem unserer europäischen Nachbarn geschaut, steht Jules im Vordergrund. Eine ebenfalls weibliche und männliche Form, wenn auch für Mädchen etwas seltener. Joyce wiederum ist heute eine spanisch-englische Form und stammt ursprünglich vom männlichen Namen Jodokus ab. Über die Jahrhunderte hinweg hat sich Jodokus zum geschlechtsneutralen Namen entwickelt, damit wird klar, dass es sich bei Unisex Vornamen keineswegs um eine Modeerscheinung des 21. Jahrhunderts handelt.

Internationale Namen

Unsere Welt wächst zusammen – internationale Vornamen sind allein deshalb bei Eltern sehr beliebt

Jedes Jahr gibt es in vielen Ländern weltweit Listen (Hitlisten Top 10, Top 20), in denen die beliebtesten Vornamen für Kinder aufgelistet sind. Die Listen werden nach Geschlecht getrennt geführt, können nach Einkommenssituation der Eltern, Wohnort, Ausbildung oder Alter der Eltern gefiltert werden. Die unterschiedlichsten Dinge sind hier interessant, abhängig davon, in welchem Land man schaut. Ganz besonders interessant: In den USA gibt es sogar Listen mit den beliebtesten Zwillingsnamen.

Internationale Vornamen sind im Kommen

Namen tragen Bedeutungen und wecken Assoziationen. Eltern wollen ihrem Kind über den Namen schon nur das Beste mit auf den Weg geben. Standen vor gut zehn Jahren noch vor allem englische und französische Namen hoch im Kurs, geht es inzwischen wirklich international zu. Denn was heute zählt, ist die Einzigartigkeit des Namens. Der soll zwar einerseits einfach und kurz sein, andererseits aber den höchstmöglichen Grad an Individualität ausdrücken. Italienische Vornamen, japanische und skandinavische Namen treten immer mal wieder gehäuft auf. Meist beschränkt sich das aber auf Namen einer Nationalität. Im Moment geht der Trend insgesamt hin zu kultureller Vielfalt, so dass in den Hitlisten wirklich internationale Vornamen zu finden sind.

Ernst: Wie spricht man diesen Vornamen aus?

Viele Menschen arbeiten heute in einem internationalen Umfeld. Sie begegnen auf regelmäßiger Basis Menschen aus anderen Kulturkreisen, die andere Sprachen sprechen. Und da wird aus dem eigenen Namen dann ganz schnell ein seltsames Lautgebilde, von dem sich niemand so wirklich angesprochen fühlt. Gibt es einen Matthias, der gegebenenfalls auch auf “Methaias” (englisches “TH”) reagieren würde, oder eine Luise, die gerne mit “Lüis” angesprochen wird? In diesen Situationen ist man in der Regel sehr, sehr dankbar für einen Namen, den es in vielen verschiedenen Sprachen gibt und der immer gleich oder zumindest ähnlich ausgesprochen wird. Wer sich das Grauen immer noch nicht richtig vorstellen kann, soll noch einmal an die Jacqueline denken, die von der unbedarften Kindergärtnerin mit “Schakkeliene” adressiert wird.

Kurz und knackig sind oft Vornamen, die international gebräuchlich sind

Internationale Vornamen sind in der Regel recht kurz und werden häufig in den unterschiedlichen Sprachen gleich oder sehr ähnlich geschrieben und gesprochen. Mädchennamen wie

  • Paula – die Schöne, die Kleine,
  • Anna – die Anmutige, die Begnadete und
  • Emma – die Große, die Strebsame, die Wunderbare

lassen keine Fragen offen und sind im gesamten romanischen Sprachraum sowie in den englischsprachigen Ländern bekannt. Internationale Vornamen für Jungen, die in vielen verschiedenen Ländern bekannt sind und leicht ausgesprochen werden können, sind beispielsweise

  • Levi/Levin – der das Leben liebt, ein lieber Freund,
  • Leon – der Löwe, das Löwenherz,
  • Paul – der Jüngere,
  • Ben – der Gesegnete und
  • Noah – der Beruhigende, der Tröstende

eine gute Wahl.

Biblische Namen sind international gebräuchlich

Es fällt schnell auf: Internationale Vornamen, die auch noch leicht aussprechbar sind, kommen oft aus einem biblischen Umfeld. Die weite Verbreitung des Christentums ist nicht ganz unschuldig daran, dass sich Menschen weltweit mit den Namen der alttestamentarischen Helden und der Figuren aus dem neuen Testament identifizieren können. Hebräische, griechische und lateinische Ursprünge sind mehr oder weniger ein Garant dafür, dass der Name international zumindest bekannt ist.

Besonders reizvoll ist es, wenn in den unterschiedlichen Sprachen auch noch die Bedeutung beachtet wird. Dann kann aus der deutschen Hanna eine wunderschöne Blume werden und aus Kai Erfolg.

  • Der Mädchenname Anna oder Nina beispielsweise funktioniert sogar in Japan und China.
  • Kai und Ben sind Jungennamen, die von Los Angeles über Gesamteuropa bis hinüber zu den pazifischen Inseln in fast jeder Landessprache vorkommen.

Beliebte Vornamen

Die beliebtesten Namen für Mädchen und Jungen

Vornamen, Rufnamen – sie sind der persönliche Teil unseres Namens, der nicht auf die Zugehörigkeit zu einer Familie verweist. Der Vorname wird nach der Geburt von den Eltern bestimmt und vom Standesamt beurkundet. In vielen Ländern wird auch der Vorname gesetzlich geregelt – so auch in Deutschland. Nicht jeder Vorname kann vergeben werden – schon gar nicht, wenn er dazu geeignet ist, das Kindeswohl zu gefährden. Nicht immer steht der individuelle Vorname vor dem Familiennamen. In Ungarn, China, Japan oder Korea steht der Vorname tatsächlich hinter dem Familiennamen.

Wenn Sie sich für einen Namen entscheiden, der unter den ersten fünf oder zehn Namen auf den Beliebtheitslisten zu finden ist, wird Ihr Kind später sicher nicht gehänselt werden, weil es so einen komischen Namen trägt. Das Gegenteil ist der Fall. Sie geben Ihrem Kind einen Namen, der modern und angesagt ist. Es kann sein, dass Sie selbst dafür Komplimente bekommen. Und Ihr Kind wird sich mit dem modernen Namen wahrscheinlich richtig wohlfühlen.

Es gibt jedoch eine kleine Schattenseite, denn Ihr Kind hat diesen Namen nicht für sich allein. Es kommt vor, dass in einer Schulklasse drei oder vielleicht sogar vier Mias miteinander befreundet sind, während die beiden Pauls sich gar nicht leiden können. Dies sollten Sie bedenken, wenn Sie Ihrem Kind einen modernen Namen geben. Vielleicht wird Ihr Kind Sie irgendwann einmal fragen, warum Sie keine eigenständige Idee für einen einzigartigen Namen hatten. Vielleicht ist Ihr Kind genervt, wenn es ständig im Unterricht aufgerufen wird, aber gar nicht gemeint ist.

Die Frage, was ein beliebter Vorname ist, wird in Ländern, Regionen ganz unterschiedlich beantwortet. Für den deutschsprachigen Raum kann festgestellt werden, dass sich altdeutsche Namen in Top 10 Vornamen Hitlisten wiederfinden. Vor allem kurze Vornamen oder Kurzformen klassischer Vornamen sind wieder modern. Vornamen wie Sophie, Henri, Marie, Charlotte, Max, Emil, Jakob oder Anton – beliebte Vornamen im noch jungen 21. Jahrhundert.

Die Suche nach einem passenden Vornamen gipfelt ist einer Entscheidung mit Tragweite. Vielen Eltern fällt die Suche nach dem richtigen Vornamen schwer. Wie sieht er aus, der perfekte Vorname für den Nachwuchs? Sollte es eher ein kurzer Name sein? Ist es richtig, sich an besonders beliebten Vornamen zu orientieren? Kann es auch ein kreativer Name sein? Wie sieht es mit Familientraditionen aus – hilft der Blick auf die Vornamen der Großeltern weiter?

Neben dem Namensverzeichnis WelcherName ermittelt auch die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) Jahr für Jahr eine Rangliste mit den beliebtesten Vornamen. Grundlage der repräsentativen Rangliste mit den am häufigsten vergebenen Vornamen sind die erhobenen Daten von Standesämtern. Relevant dabei sind nicht nur die Rufnamen, sondern auch die vergebenen Zweitnamen sowie weitere Namen, die dem Nachnamen vorangestellt werden. Die Prognose der GfdS ist eindeutig – klassische traditionelle Namen sind weiter auf dem Vormarsch. Eine Erklärung für diese Entwicklung: Das Interesse an Vornamen aus der Großeltern- und Urgroßelterngeneration ist größer geworden. Diese Namen sind selten und außergewöhnlich geworden – und gerade deshalb attraktiv.

Oder lieber ein seltener Vorname?

Sie können Ihrem Kind einen sehr seltenen Namen geben. Das Standesamt wird diesen Namen und seine Schreibweise mit wenigen Ausnahmen akzeptieren. In allen Standesämtern gibt es dicke Bücher, in denen alle Namen verzeichnet sind, die in der Vergangenheit schon einmal vergeben und genehmigt wurden. Es gibt Namen, die verboten sind. So dürfen Sie Ihr Kind nicht Jesus oder Satan nennen. Auch Übersetzungen von Gegenständen aus dem Englischen sind nicht erlaubt. Apple oder Summer sind in Amerika sehr beliebt, in Deutschland aber nicht zugelassen. Einzige Ausnahme: Sie sind mit einem Engländer oder Amerikaner verheiratet. Dann dürfen Sie das Recht des anderen Landes anwenden. Auch die Namen von Städten sind in der Regel nicht für die Vergabe als Vorname zugelassen.

Haben Sie einen seltenen Namen gefunden, sollten Sie ebenso wie bei der Wahl eines häufigen Namens darüber nachdenken, wie sich Ihr Kind damit fühlen wird. Es kann lästig sein, wenn das Kind jedem die richtige Schreibweise des Namens diktieren muss. Ebenso kann es zu Hänseleien kommen. Überlegen Sie deshalb, ob Sie Ihrem Kind den Namen eines Schauspielers geben möchten, mit dem es sich dann ein Leben lang vergleichen lassen muss. Den seltenen Vornamen hat Ihr Kind ohne Zweifel für sich allein. Doch wenn es von einem Namen begleitet wird, der ihm zumindest während der Kindheit und Jugendzeit nur Ärger oder Spott bringt, kann es darunter leiden. Finden Sie einen guten Mittelweg zwischen einem beliebten und einem seltenen Namen und achten Sie auf eine gängige Schreibweise. So machen Sie Ihrem Kind mit einem schönen Vornamen den Start in sein Leben leicht.

Beliebte Mädchennamen

  1. Emma – die Große, die Strebsame, die Wunderbare
  2. Sarah – die Göttin, die Prinzessin
  3. Anna – die Anmutige, die Begnadete
  4. Julia – die Fröhliche
  5. Emilia – die Rivalin, die Strebsame
  6. Sophie – die Wissende, die Weise
  7. Marie – die Schöne, die Eigenständige
  8. Ella – die Strahlende, die Gütige, die Besondere
  9. Laura – die Siegerin
  10. Lena – die Strahlende, die Schöne, die Leuchtende
  11. Amelie – die Fleißige, die Tüchtige
  12. Leonie – die Löwin, die Starke, die Kämpferin
  13. Lara – die Unerreichbare, die Siegerin
  14. Lisa – die Gottgeweihte
  15. Johanna – Gott ist gnädig

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Beliebte Jungennamen

  1. Leon – der Löwe, das Löwenherz
  2. Samuel – der von Gott Erhörte, Wunschkind
  3. Finn/Fynn – der Finne, der Blonde
  4. Ben – der Gesegnete
  5. Maximilian – der Größte
  6. Lukas – der Helle, der ins Licht hinein Geborene
  7. Tim – der Ehrenwerte, der Geehrte
  8. Felix – der Erfolgreiche, der Glückliche
  9. Elias – Kind der Sonne
  10. Jonas – der Friedensbringer
  11. Anton – der Lobenswerte, der Unschätzbare
  12. Alexander – der Beschützer, der Verteidiger
  13. Julian – der Fröhliche
  14. Daniel – Gott ist mein Richter
  15. Luis/Louis – der berühmte Kämpfer

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